DigiKomm 2026
Utopias and dystopias of the digital society:
30 years of research on computer-mediated communication
September 16–18, 2026, Weizenbaum Institute, Berlin, Germany
Conference Agenda
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Session 13 (DE): Wissen, Erzählen, Vertrauen in Kontexen digitaler Kommunikation
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Digital Storytelling – von Bildungsformaten und authentischen Geschichten zu AI Slob? Technische Hochschule Mittelhessen, Deutschland In diesem Beitrag möchte ich die Geschichte des Digital Storytelling sowie ihrer Beforschung im Bereich der digitalen Kommunikation in ihren zentralen Stationen darstellen. Dabei soll aufgezeigt werden, mit welchen „Utopien“ und Wunschvorstellungen für die digitale Gesellschaft die einzelnen Varianten des digitalen Geschichtenerzählens verbunden waren, was sich bewährt hat oder eher kritisch einzuordnen ist. Vertrauen in Wissenschaft und soziale Medien: Empirische Prüfung theoretischer Annahmen Universität Hamburg, Deutschland Dieser Beitrag untersucht die Bedingungen für Vertrauen in Wissenschaft im Kontext sozialer Medien. Unter Bezugnahme auf voranging soziologische Theorien werden drei zentrale Voraussetzungen für Vertrauen in Wissenschaft identifiziert: (1) der Zustand zwischen thematischem Wissen und Nichtwissen, (2) zwischen Risikowahrnehmung und Sicherheitsempfinden hinsichtlich wissenschaftlicher Erkenntnisse und Prozesse sowie (3) zwischen psychologischer Nähe und Distanz zur Wissenschaft. Basierend auf einer Onlinebefragung (n=4.824) wurden polynomiale Regressionsanalysen und bivariate Korrelationen zur Prüfung theoretischer Annahmen durchgeführt. Die Ergebnisse liefern nur zum Teil empirische Belege für die Existenz der theoretisch formulierten Vertrauensbedingungen. Aktivere Nutzung sozialer Medien ist mit höherem wahrgenommenem Wissen und Nähe zur Wissenschaft verbunden, während Effekte für die Risikowahrnehmung marginal bleiben. Aufgrund der Querschnittdaten sind Kausalzusammenhänge nicht ableitbar. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit weiterer empirischer Prüfung sowie den Ausbau von Längsschnittforschung. Wer vertraut der KI- und Klimaforschung? Ein Vergleich von generalisiertem und themenspezifischem Vertrauen in Wissenschaftler*innen 1: Universität Hamburg, Deutschland; 2: TU Braunschweig, Deutschland; 3: LMU München, Deutschland; 4: Universität Bielefeld, Deutschland Der Beitrag untersucht verschiedene Teilöffentlichkeiten hinsichtlich ihres Vertrauens in Wissenschaftler*innen sowie ihrer Nutzung sozialer Medien. Es soll überprüft werden, in welchem Ausmaß allgemeine Vertrauensgruppen generalisierbar sowie auf unterschiedliche Wissenschaftsthemen übertragbar sind oder sich spezifisch für einzelne Disziplinen und Themen unterscheiden; hier die online besonders kontrovers diskutierten Themen Klimawandel und Künstliche Intelligenz. Basierend auf der dritten Welle einer Panelbefragung (Datenerhebung aktuell laufend, geplantes n = 1000) werden Vertrauensdimensionen (Expertise, Integrität, Wohlwollen, Transparenz, Dialogbereitschaft) sowie Nutzungsmuster verschiedener Gruppen analysiert, um Unterschiede und Überschneidungen im Vertrauen und Informationsverhalten zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über die Generalisierbarkeit allgemeiner Vertrauensgruppen liefern und die Ableitung praktischer Implikationen für die digitale Wissenschaftskommunikation ermöglichen. Potenziale komplementärer Forschungspraxen: Digitale Zukünfte und Künstlerische Forschung Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Deutschland Die Einreichung befasst sich mit künstlerischer Forschung (Küfo) als komplementären Forschungszugang und adressiert damit den Aspekt „Methoden der Beforschung digitaler Zukünfte“. KüFo zeichnet sich aus durch spezifische Wissensarten und Praktiken, die traditionelle Wissenschaft ergänzen können. Angesichts globaler „Polykrisen“ und den damit verbundenen Herausforderungen umfassender gesellschaftlicher Transformation gewinnt die Erschließung zukunftsweisender Potenziale künstlerischer Praktiken und Formen an Relevanz und Dringlichkeit. Der Vortrag widmet sich dem Potenzial von KüFo für die „Auseinandersetzung mit imaginierten, herbeigesehnten oder auch befürchteten Zukünften“ (vgl. CfP) im Kontext digitaler Kommunikation(sartefakte). Er bietet neben der Diskussion konzeptioneller Grundlagen sowie struktureller Rahmenbedingungen Erkenntnisse aus einem laufenden, drittmittelgeförderten Forschungsprojekt (u.a. ein Scoping Review sowie Gruppendiskussionen mit forschenden Künstler:innen). Die Diskussion wird illustriert durch Beispiele künstlerischer Forschungsprojekte, die sich speziell mit digitalen Umgebungen mit dystopischen Gegenwartsanalysen bzw. utopischen Zukünften auseinandersetzen. | ||
