DigiKomm 2026
Utopias and dystopias of the digital society:
30 years of research on computer-mediated communication
September 16–18, 2026, Weizenbaum Institute, Berlin, Germany
Conference Agenda
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Session 03 (DE): Digitale Zukünfte zwischen Utopie und Dystopie Location: Flex room Session Chair: Christian Katzenbach | |
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Zwischen Utopie und Diagnose: Science-Fiction als kommunikatives Zukunftslabor Uni Augsburg, Deutschland Der Text untersucht Science-Fiction (SF) als kommunikatives Zukunftslabor, das zugleich ästhetische Spekulation und gesellschaftliche Diagnose ermöglicht. SF fungiert als zentrales Element globaler Medienkulturen und verbindet fiktionale Zukunftsentwürfe mit metaphorischen Kommentaren zur Gegenwart. Beispiele wie Blade Runner oder Minority Report zeigen, wie SF sowohl soziale Ängste reflektiert als auch reale technologische Innovationen beeinflusst. Auch gegenwärtige Debatten über künstliche Intelligenz greifen häufig auf SF-Narrative zurück, etwa in Iain M. Banks’ Culture-Reihe, deren utopische Visionen besonders Tech-Eliten prägen – teils sogar missverstanden, wie im Fall von Elon Musk. Die Kommunikationswissenschaft nutzt SF bislang nur punktuell, etwa zur Illustration digitaler Transformationsprozesse oder in medienpädagogischen Kontexten. Der Text plädiert dafür, SF systematischer als analytisches Werkzeug einzusetzen, um alternative Kommunikationsordnungen, normative Annahmen und digitale Machtstrukturen kritisch zu reflektieren und Zukunftsszenarien erfahrbar zu machen. | |
