Conference Agenda
Overview and details of the sessions of this conference. Please select a date or location to show only sessions at that day or location. Please select a single session for detailed view (with abstracts and downloads if available).
|
Session Overview |
| Session | ||
Freitag 2:2: Freitag 2:2 – Operationalisierung
| ||
| Presentations | ||
Zur Operationalisierung von Interpretation. Hypothesenentwicklung und -überprüfung in (computationeller) Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland Der Beitrag geht von der Beobachtung aus, dass Reflexion und Operationalisierung von Interpretation ein gemeinsames Desiderat von Literaturtheorie, Computational Literary Studies und Literaturdidaktik darstellen. Es soll gezeigt werden, warum und wie die gründlichere Differenzierung und Integration der Entwicklung und Evaluation von Interpretationshypothesen in diesem Zusammenhang sinnvoll sein kann. Der Beitrag fordert dazu auf, Synergien zwischen den Teilfächern zu erkennen und künftig besser zu nutzen. Dazu wird zunächst die wissenschaftstheoretische Differenzierung von Entdeckungs- und Rechtfertigungskontext (inkl. Übertragung auf die Literaturinterpretation) nachgezeichnet. Anschließend wird gezeigt, welche Relevanz Interpretation (und spezifisch den genannten Teilprozessen) in CLS und Didaktik zukommt. Abschließend werden Anforderungen an eine integrative, anschlussfähige und praxisnahe Interpretationstheorie formuliert. The Dialogue between Reason and Intuition in Contemporary Philosophy 1Utrecht University, Netherlands; 2Carnegie Mellon University, USA Philosophical reasoning involves an interplay between more-or-less general "positions" that one argues for, and the intuitions that come from specific examples. We use large-language models to study how this process unfolds across seventy years, and over 20,000 papers of English-language philosophy. We show how positions and examples co-evolve over time, with positions rising and falling more quickly against a backdrop of longer-lasting examples, how the field values a diversity of arguments more than a diversity of positions, but how individual philosophers are rewarded more for novel positions than novel examples, and how a novelty penalty occurs for philosophers who attempt to combine positions and examples in new ways. While we understand a great deal about how innovation works in the empirical sciences and popular culture, our work provides new insights into a form of reasoning that is central to the humanities, and takes a very different form. Projektmanagement als Methode Universität Trier, Deutschland Digitale geisteswissenschaftliche Projekte sind zunehmend komplex und interdisziplinär, was neue Anforderungen an Projektorganisation, Doku-mentation und Teamarbeit stellt. Dennoch bleibt Projektmanagement in Forschung und Lehre häufig unterrepräsentiert. Dieser Beitrag schlägt ei-nen hybriden methodischen Ansatz vor, der agile Prinzipien mit Verfahren des Requirements Engineering verbindet, um Transparenz, Struktur und nachhaltige Nachnutzbarkeit in DH-Projekten zu fördern. Anhand eines praxisnahen Projektbeispiels wird gezeigt, wie sich soziale und technische Herausforderungen methodisch bewältigen lassen. Ergänzend wird kritisch reflektiert, dass Förderstrukturen wie bei der DFG die Projektleitung auto-matisch an Antragstellende koppeln – ein Modell, das der Realität interdis-ziplinärer Projektarbeit oft nicht gerecht wird. Vorgeschlagen wird, Projekt-leitungsrollen auszuschreiben und curriculare Module zu etablieren, um Absolvent:innen der Digital Humanities gezielt auf diese Verantwortung vorzubereiten. Damit wird Projektmanagement als integraler Bestandteil digitaler Forschung positioniert. | ||
