Conference Agenda
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Session Overview |
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Donnerstag 1:2: Donnerstag 1:2 – Doctoral Consortium
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Aufmerksamkeit in/und Literatur – Der Weg zur computergestützten Modellierung Universität Stuttgart, Deutschland Der Abstract behandelt erste Ansätze zur computergestützte Modellierung von literarischer Aufmerksamkeit. Als Untersuchungsgegenstand dient das Genre der Detektivgeschichten – das untersuchte Korpus besteht aus den Sherlock Holmes-Kurzgeschichten. Verwendung findet bei der Modellierung ein Bag-of-Words-Modell, das Wörter enthält, die mit dem Sehsinn zusammenhängen. Der Abstract bespricht zudem, welche Herausforderungen bei dieser Art Modellierung auftreten und welche Möglichkeiten sie eröffnet, z.B. die Wortverteilung im Vergleich zur Handlung oder die Analyse von Cosinus-Ähnlichkeiten zwischen den Erzählungen. Mapping Stonewall Universität Wien, Österreich Die Stonewall-Unruhen Ende Juni 1969 gelten als der Beginn der globalen queeren Bewegung, die seither für mehr Rechte für LGBTQ+ Menschen kämpft. Namen wie Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera werden am meisten erwähnt, wenn über die Anfänge der queeren Bewegung gesprochen wird. Jedoch stehen hinter den Einzelpersonen, die als LGBTQ+ Ikonen gelten, mehrere hundert andere Aktivisten*innen und Gruppierungen, die bereits vor dem Juni 1969 und lange danach für queere Rechte kämpften und kämpfen.In diesem Projekt werden Daten über jene Akteure gesammelt, die in den Tagen und Nächten Ende Juni 1969 in der Christopher Street vor Ort waren sowie jene, die sich davor und danach in Gruppen organisierten und für Gleichberechtigung kämpften.Mit Hilfe digitaler Prosopographie und einer sozialen Netzwerkanalyse werden Personen und Gruppen miteinander in Verbindung gesetzt.Dieses Projekt soll einen Beitrag zur Erhaltung von Archivalien sozialer Bewegungen leisten und der gezielten Löschung von Geschichte entgegenwirken. The Soviet Family on the Stage of Change: Digital Approaches to Ideology and Childhood in Postwar Children's Drama LMU München, Germany This project explores the ideological construction of the family in postwar Soviet culture through the lens of children’s theatre. Drawing on a corpus of 54 Soviet plays published between 1945 and 1964, the study compares representations of family models during late Stalinism and the Thaw. Children’s theatre served as a powerful tool of propaganda, shaping ideals for the youngest Soviet citizens. By combining qualitative close reading with digital methods—including TF-IDF, Z-score analysis, and topic modeling (LDA and STM)—the project traces shifts in the language, themes, and ideological emphases across time. Results reveal changing portrayals of the ideal child, parents, and the balance between private and collective identities. The project argues that these theatrical texts functioned not only as entertainment but also as instruments of state ideology. It contributes to both Soviet cultural history and digital humanities by demonstrating how computational tools can illuminate ideological transformations in literary discourse. | ||
