Conference Agenda
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Session Overview |
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Mittwoch, 2:5: Mittwoch, 2:5 – Wissenschaftsgeschichte der DH
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First, They Came for the Traditional Humanities. Gedanken zum Reaktionsraum der DH im Rahmen der zweiten Säkularisierung Universität für Weiterbildung Krems, Austria Die Digital Humanities gelten gemeinhin als methodisches Innovationsfeld zur Unterstützung der Traditional Humanities (TH). Doch was geschieht mit den DH, wenn die TH - als Träger und aktiver Verteidiger einer kanonisch-kulturellen Werteordnung - weiter an Bedeutung verlieren? Aufbauend auf Simon Durings These einer „zweiten Säkularisierung“ interpretiert der Vortrag den Bedeutungsverlust der TH als kulturell-symbolischen Strukturwandel mit weitreichenden Folgen für ihre digitalen Aktionspartner. Nach einem Blick auf diverse Beziehungsmodi werden vier Reaktionsweisen der DH skizziert: Komplizenschaft, Widerstand, Migration und Nachfolgearbeit. Der Beitrag plädiert für eine selbstreflexive Neupositionierung der DH als wertbewusste Kulturtechnologie, die nicht nur operative Relevanz, sondern symbolische Verantwortung übernimmt. Towards Mapping the Field. Drittmittelprojekte als Zugang zur feministischen Historisierung der Digital Humanities in Deutschland (1996-2021) Universität Bielefeld, Deutschland Die Digital Humanities (DH) haben sich in den letzten 25 Jahren zu einem dynamischen Forschungsfeld entwickelt, dessen systematische Historisierung in Deutschland jedoch noch aussteht. Im Rahmen meiner Dissertation habe ich versucht dieser Forschungslücke zu begegnen und einen Ansatz verfolgt, der durch die digitale Erfassung und Analyse drittmittelgeförderter Projekte im Rahmen des implementierten digitalen Dashboards „Funding Digital Humanities“ neue _Histories_ der deutschen DH generiert und dabei feministische Perspektiven sowie reflexive Methodologie miteinander verbindet. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, dass das Projekt durch die historisierende sowie systematisierende Perspektive nicht nur einen Beitrag zur Selbstreflexion der DH als eigenständigem Wissenschaftszweig leistet, sondern auch methodische Impulse für die Wissenschaftsforschung liefert und die Notwendigkeit intersektionaler Perspektiven in den digitalen Geistes- und Geschichtswissenschaften verdeutlicht. Eine Analyse infrastruktureller Aspekte deutscher Wissenschaftsblogs 1Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland; 2Helmholtz-Gemeinschaft, Helmholtz Open Science Office Wissenschaftsblogs tragen zu einer offenen Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte bei, indem sie sowohl den akademischen Expert:innendiskurs als auch den Austausch mit der Gesellschaft ermöglichen. Eine zentrale Herausforderung stellt die langfristige Sicherung, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit dieser Inhalte dar. Ziel dieses Beitrags ist es, einen Überblick über die Landschaft der Wissenschaftsblog in Deutschland zu geben und die Einbindung von Wissenschaftsblogs in digitale Informationsinfrastrukturen zu analysieren. Hierzu wurde ein Datensatz von 866 deutschen Wissenschaftsblogs erstellt und untersucht. Die Ergebnisse machen eine bislang unzureichende Integration von Blogs in digitale Infrastrukturen deutlich, zeigen jedoch auch erste Ansätze für eine bessere Sichtbarmachung und langfristige Verfügbarkeit. Der Beitrag liefert zudem grundlegende Erkenntnisse zur Struktur und Verbreitung wissenschaftlicher Blogs in Deutschland und diskutiert mögliche Strategien zur Verbesserung ihrer infrastrukturellen Anbindung. Die Befunde richten sich sowohl an Expert:innen aus dem Bereich der digitalen Informationsinfrastrukturen als auch an wissenschaftliche Blogger:innen. | ||
