Conference Agenda
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Session Overview |
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Mittwoch, 2:4: Mittwoch, 2:4 – Digital Editions I
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Defekter Text, unstrukturierte Daten: Altlasten des Druckerbes im Digitalen Paradigma 1Klassik Stiftung Weimar; 2Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften; 3Universität Erfurt; 4Sächsische Akademie der Wissenschaften Im Vortrag sollen am Beispiel der Edition von Goethes Tagebüchern innerhalb des Akademienvorhabens „Propyläen: Goethes Biographica“ die vielseitigen, komplexen und nur zu einem Teil mittels automatisierter Verfahren lösbaren Probleme der Retro-Digitalisierung gedruckter Editionen diskutiert werden. Selbst im Falle jüngerer Print-Bände bedeutet deren Überführung aus dem Druckparadigma in Forschungsdaten gemäß dem digitalen Paradigma einen erheblichen Aufwand, der im Vortrag an konkreten Beispielen erläutert werden wird. Aufgrund der Problemreflexion und Lösungsansätzen aus der Edition von Goethes Tagebüchern soll eine realistische Einschätzung des Machbaren – nicht nur für Goethes Tagebücher bzw. die Propyläen, sondern auch für andere, ähnlich gelagerte Editionsprojekte erreicht werden. Der rosa Elefant im Raum oder: Wie viel Ewigkeit wollen wir uns leisten? Überlegungen zur langfristigen Verfügbarkeit digitaler Editionen Universität Würzburg, Deutschland Während in den Geisteswissenschaften bei der Lebensdauer von (gedruckten) Editionen in Jahrzehnten und Jahrhunderten gedacht wird, sind Informatik und DH von Entwicklungszyklen geprägt, in denen mit erheblichen technologischen Umbrüchen innerhalb von fünf bis zehn Jahren gerechnet werden muss. In der Praxis wirft dies das Problem auf, wie und für wie lange nach dem Ende der Projektlaufzeit die Ergebnisse gesichert und verfügbar gemacht werden können. Die Problematik ist seit langem bekannt, wird aber in Projekten selten offensiv adressiert. Bislang gibt es noch keine allgemein verbreitete Archivierungslösung für digitale Editionen, wenngleich die „Ending Principles“ einen allgemeinen Ansatz für digitale Ressourcen bieten (Endings 2023). Wir wollen die Herausforderungen zunächst auf einem abstrakten Level analysieren, um die entscheidenden Ansatzpunkte herauszuarbeiten. Anschließend stellen wir einen Entwurf für ein Modell vor, das Lebenszyklen einer digitalen Edition definiert und aus einem funktionalen Blickwinkel Ansatzpunkte für deren Bereitstellung und Archivierung vorschlägt. QUEDEE: Quest for Unrelenting Experimentation of Durable Electronic Editions Huygens Institute – Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences The sustainability of digital scholarly editions remains a critical challenge, with many projects becoming obsolete within a decade due to technical and organizational vulnerabilities. Despite the robust initial infrastructure, digital editions face high obsolescence rates, often outstripping available resources and expertise. The QUEDEE project aims to address this issue by exploring how digital editions can achieve durability comparable to print editions. It proposes a self-contained, low-cost solution using a Raspberry Pi platform, designed to mimic physical features of a book. This approach emphasizes open standards, redundancy, and graceful failure, ensuring longevity through a combination of hardware and software strategies. The project seeks to initiate a broader discussion on the neglected issue of digital edition sustainability and invites feedback to refine its design. A library cooperation is proposed for long-term testing, QUEDEE aims to provide a viable model for durable digital scholarly editions, challenging the current reliance on ephemeral digital infrastructure. | ||
