Conference Agenda
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Session Overview |
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Mittwoch, 1:2: Mittwoch, 1:2 – Doctoral Consortium
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Möglichkeiten und Potenziale von inter- und transmedialen Editionen Universität Paderborn, Deutschland Hybride Editionen versprechen die Verbindung von gedruckter und digitaler Edition – in der Praxis bleibt diese Beziehung jedoch oft unverbindlich und fragmentiert. Am Beispiel der Korngold-Werkausgabe forscht das Vorhaben nach konkreten Ansätzen zur engeren Verzahnung beider Formate. Diese Trans- und Intermedialität wird zum Anlass genommen, um weiterführende multimediale und geräteübergreifende Nutzungsmöglichkeiten zu konzeptionieren, die eine neue Qualität der Interaktion mit digitalen Editionen in Aussicht stellen. Die Dissertation verfolgt das Ziel, theoretische Konzepte mit praktischen Lösungen zu verbinden, Prototypen zu entwickeln und zukünftige Nutzungsformen intermedialer Editionen, Konsequenzen für die Editionspraxis und Softwarearchitektur aufzuzeigen. Die Vergangenheit umgibt uns University of Applied Sciences St. Pölten, Austria Digitale Kulturerbe-Sammlungen enthalten Millionen historischer Objekte, die oft von ihren ursprünglichen räumlichen Kontexten getrennt sind. Diese Dissertation entwickelt Methoden der situierten und eingebetteten Visualisierung, um digitalisierte audio-visuelle Kulturobjekte wieder in ihre physischen Kontexte einzubetten und authentische Erfahrungen vor Ort zu schaffen. Methodisch folgt die Arbeit einem Design Science Research Ansatz durch iterative Zyklen von Design, Implementierung und Evaluation. Drei Use-Cases werden entwickelt: die KZ-Gedenkstätte Mauthausen (mit historischen Befreiungs-Aufnahmen), der Wiener Prater (mit Topothek-Fotografien) und "Mapping Austrofascism" (politische Ereignisse der Zwischenkriegszeit). Die Evaluation erfolgt durch Mixed-Method-Ansätze mit qualitativen und quantitativen Metriken. Die Arbeit adressiert eine Forschungslücke an der Schnittstelle von situierter Visualisierung, Mixed Reality und digitalem Kulturerbe beim Umgang mit großen Datenmengen. Sie entwickelt übertragbare Designprinzipien für situierte Visualisierungen und zeigt, wie technische Innovationen neue geisteswissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen können. Not only hybrid? Not only interactive? - Dimensionen musealer Ausstellungspraxis im Fokus der Digital Humanities Technische Universität Chemnitz, Deutschland Die Digitalisierung verändert nicht nur museale Arbeitsweisen, sondern auch die Erfahrungsräume der Besuchenden. Hybride und interaktive Ausstellungskonzepte, die analoge und digitale Elemente verbinden, eröffnen neue Möglichkeiten der Vermittlung – stellen kuratorische Praxis aber auch vor konzeptionelle Herausforderungen. Die vorliegende Studie untersucht hybride und interaktive Ausstellungen systematisch aus einer museumswissenschaftlichen sowie multimodalen Perspektive, differenziert beide Konzepte methodisch und verortet sie innerhalb einer Museumstypologie, indem Raum- Inhalts- und Kunstmuseen in den Blick genommen werden. Aufbauend auf multimodalen Analyseansätzen und empirischen Daten aus 150 Fragebögen (50 je Museumstyp) werden konkrete Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Digitalität und Interaktivität sinnvoll kombiniert werden können. Ziel ist ein praxisorientierter Orientierungsrahmen für Ausstellungsmachende und eine theoretische Grundlage zur musealen Hybridität im Kontext der Digital Humanities. Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur Diskussion über digitale Realitäten, kuratorische Entscheidungsprozesse und die Transformation musealer Räume im Zeitalter vernetzter Kulturvermittlung. | ||
