Conference Agenda
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Session Overview |
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Freitag 1:4: Freitag 1:4 – Digitale Editionen II
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Generische Editionen – Bottom up? Ein static-site-basiertes Template für die synoptische Darstellung der Textversionen von Wernhers driu liet von der maget – und anderer Texte. 1Universität Wien, Österreich; 2ÖAW Dieser Beitrag untersucht einen Bottom-up-Ansatz zur Entwicklung generischer Interfaces für digitale Editionen am Beispiel der synoptischen Darstellung mittellhochdeutscher Textzeugen. Digitale Editionen bieten zwar erhebliche Vorteile gegenüber Druckeditionen, insbesondere für die variantenreiche Überlieferung mittelalterlicher Texte, doch erschweren die hohe Wartungsintensität und Obsoleszenz maßgeschneiderter Interfaces ihre breite Akzeptanz. Zur Lösung dieses Problems schlagen wir ein teilgenerisches Modell vor, das zwischen Generalisierung und Individualisierung vermittelt und dabei spezifischen Domänen gerecht wird. Im Rahmen des Projekts wurde ein Prototyp-Interface modularisiert und in das DSE Static Cookiecutter-Framework integriert, um eine flexible und nachhaltige Implementierung zu ermöglichen. Das Interface erlaubt die synoptische Darstellung von Textzeugen mit frei wählbarer Auswahl, Reihenfolge und Zitierbarkeit, basierend auf Prinzipien des Minimal Computing. Ein Proof-of-Concept zeigte die Übertragbarkeit auf andere TEI-codierte Texte und unterstreicht das Potenzial für eine breitere Anwendung. Der Bottom-up-Ansatz betont praxisorientierte Abstraktion zur Schaffung wiederverwendbarer, domänenspezifischer Lösungen. Vom Close Reading zum Distant Reading bei der Erforschung paläographischer Besonderheiten in Torarollen 1Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland; 2Freie Universität Berlin Die Virtuelle Torarolle ist ein digitales Forschungswerkzeug zur Analyse paläographischer Besonderheiten in mittelalterlichen Torarollen, insbesondere der dekorierten Buchstabenformen tagin und otijjot meshunnot. Durch manuelle Annotationen, ein strukturiertes Vokabular und ein webbasiertes Interface ermöglicht sie eine skalierbare Analyse – vom Close Reading einzelner Verse bis zum Distant Reading ganzer Textkorpora. Im Zentrum steht das Konzept des Scalable Viewing, das die interaktive Navigation zwischen Mikro- und Makroperspektive erlaubt. So lassen sich visuelle Muster, Schreibtraditionen und exegetische Zusammenhänge erkennen und kontextualisieren. Die Plattform bietet neue Forschungszugänge für Judaistik, Paläographie und Digital Humanities. Ein Fallbeispiel zu Genesis 41:45 illustriert das Potenzial der Methode. Die Virtuelle Torarolle verbindet hermeneutische Tiefe mit quantitativer Auswertung und eröffnet neue Perspektiven auf die Materialität heiliger Texte. Translations and the gender gap in the German National Library: A case study for women writers Univserity of Vienna, Austria From the German National Library's (DNB) online catalogue, I curated a dataset of all translations between 1980 and 2020 by authors who have “female” as their gender tag in the Gemeinsame Normdatei (GND). My analysis shows that only 20% of the translations in my dataset are by authors tagged as “female”. The absence of women writers in the translated canon is therefore immediately apparent. How can we contextualize this gender gap in the national canon, and how can we make visible women writers and their role in the literary transfer of translations? In this article, I address these questions and make the gender gap in the national canon of translation, as well as its women writers in the DNB, visible. By presenting new findings on the gender gap and drawing on bibliographic translation data and statistical analysis, my aim is to visualize the trajectories of women writers on the map of literary transfer. | ||
