Conference Agenda
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Donnerstag 4: Donnerstag 4 – Poster Session 2 Location: Main Ceremonial Hall (Grosser Festsaal) | |
| Presentation 6 | |
„Nomen est… wer?“ FB Germanistik, Universität Salzburg, Österreich Das Poster präsentiert ein hybrides Analysemodell zur Erhebung und Interpretation von Benennungsformen – insbesondere Antonomasien und Epitheta – in der mittelhochdeutschen Epik. Im Zentrum steht ein semi-automatisiertes Python-Tool, das aus TEI-kodierten Texten Benennungen extrahiert, typologisiert, normalisiert und kollationiert. Ziel ist es, poetologische Strategien der Figurenbenennung systematisch sichtbar zu machen. Antonomasien, verstanden als charakterisierende Umschreibungen anstelle von Eigennamen, eröffnen besondere Einblicke in Figurenkonstitutionen literarischer Text. Die Kombination aus maschinengestützter Erhebung und hermeneutischer Auswertung erlaubt nicht nur die Analyse großer Textkorpora, sondern fördert neue Einsichten in narratologische Muster, die Einzeltextlektüren verborgen bleiben. Das Poster versteht sich als Beitrag zur methodologischen Verschränkung von Text und Daten– und als Einladung zur Diskussion über die Potentiale digitaler Philologie. | |
