Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 05: Akteure und Strukturen im Transfer Ort: Workshopraum 115 Chair der Sitzung: Dominique Krebs-Oesch | |
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Transferstrukturen reflektieren - Eine mehrperspektivische Betrachtung der Nutzungspotenziale von Netzwerkvisualisierungen 1: IPN Kiel – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik; 2: Universität Potsdam; 3: Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz Hintergrund des Beitrags Den Landesinstituten für Lehrkräftefortbildung und Schulentwicklung kommt eine besondere Rolle bei der Dissemination von Wissen und Erkenntnissen im Bildungssystem zu (Bieber et al., 2018). Sie sollen als Schnittstellenakteur zwischen Institutionen aus Wissenschaft, Schulpraxis und Bildungsadministration wirken und Transferprozesse unterstützen (Düllberg et al., 2023). Wie diese Institutionen in der Praxis wirken, ist bislang jedoch wenig untersucht (Manitius, 2023). Entgegen ihrer postulierten Relevanz für Transferprozesse (KMK, 2016) bleibt beispielsweise bislang offen, auf welche Art Landesinstitute in Kooperations- und Abstimmungsprozesse eingebunden sind. Um diese Prozesse besser zu verstehen, wurden ausgewählte Vertreter*innen von Landesinstituten und Qualitätsagenturen im Rahmen einer Sozialen Netzwerkanalyse zu ihren Kooperationspartnern und -beziehungen befragt. Kooperation im Sinne wiederholter Interaktion gilt als vertrauensfördernd und daher als wichtige Voraussetzung für die Qualität von Transferprozessen (Fritsch & Kauffeld-Monz, 2010). Die Ergebnisse wurden visualisiert und im Zuge eines partizipativen Rückmeldeprozesses an die Befragten zurückgespielt (member check). Ziel war eine Stärkung der Daten, da Forschende und Befragte die Daten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten können (Korstjens & Moser, 2018). Als Ergebnis des member check wurden die entstandenen Netzwerkvisualisierungen überarbeitet und angepasst. Ziel, Thema oder Leitfrage des Beitrags Die entstandenen Netzwerkabbildungen können – so die Hypothese für diesen Beitrag – Reflexionsangebote für die befragten Institutionen bereitstellen (Kothari et al., 2014). Konkret sollen diese Visualisierungen hilfreich für die betroffenen Praxisakteure sein, „um durch den Blick von außen auf die Strukturen der eigenen Zusammenarbeit neue Ideen zu entwickeln und Entwicklungs- sowie Handlungsstrategien abzuleiten“ (Kolleck, 2022, S. 8). Bezogen auf Transferprozesse ist damit das Ziel verbunden, dass die – durch die Netzwerkabbildungen initiierten – Reflexionsprozesse dazu beitragen können, die bestehenden Kooperationsbeziehungen bewusster zu gestalten und ggf. blinde Flecken zu adressieren. Im Beitrag möchten wir exemplarische Ergebnisse und Learnings aus dem Forschungsprozess skizzieren und diese Schilderungen mithilfe der Eindrücke einer Vertreterin aus dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz erweitern. Dabei wird die Frage im Fokus stehen, welche Reflexionsangebote die Untersuchung und die entstandenen Netzwerkabbildungen bereithalten können und ob daraus ggf. konkrete Rückschlüsse mit Blick auf die Gestaltung der Kooperationen gezogen werden können. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der visuellen Aufbereitung diskutiert, um sie für die Wissenschaft und Praxis praktisch nutzbar zu machen. Bezug zum Tagungsthema Wir nähern uns dem Transfer im Bildungssystem über die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Institutionen und nehmen damit die interorganisationalen Bedingungen für Transfer in den Blick (Flerlage et al., i.V.). Unsere Erkenntnisse versprechen einerseits spannende Rückschlüsse für Forschende, die Kooperations- und Transferprozesse im Bildungssystem unter partizipativer Einbindung unterschiedlicher Akteure untersuchen möchten. Darüber hinaus bietet die Soziale Netzwerkanalyse aus unserer Sicht eine vielversprechende Methode für Akteure sowohl aus der Forschung als auch aus der Administration und Schulpraxis, um Transferprozesse besser auszuleuchten und konkrete Handlungsschritte daraus abzuleiten (Kolleck, 2022). | |

