Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 10: Schulleitung und Führung Ort: Workshopraum 123 Chair der Sitzung: Florian Amon | |
| Präsentation 2 | |
Schul- und Unterrichtsentwicklung durch ‚Schule macht stark‘: Nutzen verschiedener Formate der Wissenschafts-Praxis-Zusammenarbeit Universität Potsdam Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis wird zunehmend als vielversprechender Ansatz zur Bewältigung komplexer Herausforderungen in Bildungssystemen angesehen (Sliwka & Klopsch, 2024). So wurden in den letzten Jahren große Schul- und Unterrichtsentwicklungsvorhaben von Bund und Ländern als Wissenschafts-Praxis-Partnerschaften angelegt (z.B. Schule macht stark, Leistung macht stark). In solchen groß angelegten Programmen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Akteur*innen besteht die zentrale Herausforderung darin, geeignete Formate für die Organisation der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu entwickeln. Bislang ist wenig darüber bekannt, welche Formate der Zusammenarbeit von Seiten der Praxis tatsächlich als nützlich erlebt werden – und warum. Am Beispiel des Programms Schule macht stark geht der vorliegende Beitrag der Frage nach, welche Formate der Wissenschafts-Praxis von Schulleitungen der teilnehmenden Schulen als hilfreich für Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse wahrgenommen wurden. Datengrundlage bilden die Dokumentationen datengestützter Reflexionsgespräche zwischen Schulleitungen und wissenschaftlichen Prozessbegleiter*innen, in deren Rahmen schulische Entwicklungsprozesse gemeinsam analysiert und gezielt weiterentwickelt wurden. Die Gespräche erfolgten in drei aufeinanderfolgenden Jahren (2023, 2024 und 2025). Die Dokumentationen von insgesamt 305 Reflexionsgesprächen wurden von den wissenschaftlichen Prozessbegleiter*innen angefertigt und beziehen sich auf die Aussagen der Schulleitungen. Das Material wurde qualitativ-inhaltlich ausgewertet und über Systematisierung kategorialer Zusammenhänge weiter analysiert (Kuckartz & Rädiker, 2022). Das resultierende Kategoriensystem wurde induktiv entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Formate der Wissenschafts-Praxis-Zusammenarbeit (einmalige Tagungen, wissenschaftlich initiierte Qualifizierungen, längerfristig angelegte Schulleitungsnetzwerke, die punktuelle Zusammenarbeit zur Schulentwicklung sowie intensive, kontinuierliche Kooperation in design-basierten Werkstätten) auf je eigene Weise zur Unterstützung schulischer Entwicklungsprozesse im Rahmen der Initiative Schule macht stark beigetragen haben. Treffen im Rahmen der Schulleitungsnetzwerke wurden von den Beteiligten insbesondere dann als nützlich erlebt, wenn sie nicht nur dem Erfahrungsaustausch dienten, sondern auch Anregungen für neue Entwicklungsmaßnahmen gaben. Die punktuelle Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen – etwa im Rahmen der gemeinsamen Auswertung von Daten zu den aktuellen Schulentwicklungen – wurde vor allem deshalb geschätzt, weil hierdurch Entwicklungsprozesse strukturiert werden konnten. Der Nutzen von Formaten war dabei vor allem davon abhängig, wie gut sie zur aktuellen Schulentwicklungsphase und zum konkreten Bedarf der Schule passten. Darüber hinaus zeigen die Berichte, dass durch die Teilnahme an den Formaten schulinterne Entwicklungskapazitäten gestärkt wurden – etwa durch den Kompetenzzuwachs bei Schulleitungen, den Aufbau neuer schulischer Strukturen oder eine gesteigerte Motivation zur Weiterarbeit an Entwicklungsprozessen. Der Beitrag verdeutlicht dies anhand ausführlicher Fallbeispiele, über die herausarbeitet wird, welche Formate von einzelnen Schulen in Zusammenhang mit welchen Herausforderungen als nützlich empfunden wurden. Damit rückt die Frage nach der Gestaltung der Formate ebenso in den Fokus wie das Verhältnis von wissenschaftlicher Expertise und schulischer Eigenlogik. Der Beitrag liefert am Beispiel von Schule macht stark empirisch fundierte Einblicke in die wirksame Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Bildungsforschung und Schulpraxis. Die Befunde legen nahe, dass die Wirksamkeit von Formaten der Wissenschafts-Praxis-Zusammenarbeit weniger durch deren formale Ausgestaltung als vielmehr durch ihre situative Einbettung und Resonanzfähigkeit im Schulentwicklungsprozess bestimmt wird. | |

