Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 11: Künstliche Intelligenz Ort: Workshopraum 129 Chair der Sitzung: Judith Erlmann | |
| Präsentation 3 | |
Evaluation einer KI-Fortbildung für Lehrkräfte: Eine Zusammenarbeit zwischen EdTech-Unternehmen und Wissenschaft 1: Universität zu Köln; 2: Universität Potsdam, Transferstelle lernen:digital Immer mehr Unternehmen im Bereich Educational Technologies (EdTech) treten als neue Akteure im Bildungsbereich auf und entwickeln Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Schul- und Unterrichtsalltag. Besonders deutlich wird dies beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Anbieter wie fobizz, schulKI und FellowFish ermöglichen den datenschutzkonformen Einsatz von KI-Tools im Unterricht und bieten Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte an. Dieser Beitrag beschreibt ein kooperatives Projekt zwischen einem EdTech-Unternehmen und der Bildungsforschung, welches die Wirksamkeit von KI-Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte untersucht. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Online-Trainingsprogramme zu KI auf die Professionalisierung von Lehrkräften auswirken und welche Potenziale die Zusammenarbeit verschiedener Bildungsakteure für nachhaltigen Wissenstransfer bietet. Die Studie entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der AG Digitale Bildung mit Schwerpunkt KI unter der Leitung von Prof. Sebastian Becker-Genschow an der Universität zu Köln und dem Fortbildungsanbieter fobizz. Untersucht wurde das Online-Trainingsprogramm "Zusatzqualifikation Künstliche Intelligenz (KI) im Schul- und Unterrichtsalltag für Lehrkräfte", in dem sich Lehrkräfte über mehrere Wochen hinweg Grundlagen zum Thema KI im Bildungskontext erarbeiteten. Die Fortbildung behandelte neben datenschutzkonformen Einsatzmöglichkeiten auch Chancen und Grenzen von KI-Anwendungen sowie die Rolle von Prompts bei der Erstellung von Lehr-Lernmaterial. Im Kern der Fortbildung setzen sich die Lehrkräfte mit der zentralen Frage auseinander, wie KIden eigenen Unterricht positiv beeinflussen kann und welche Herausforderungen sie dabei im Blick behalten sollten. Mittels eines Prä-Post-Designs wurden die Auswirkungen auf KI-Kenntnisse, Nutzungsverhalten und Einstellungen der teilnehmenden Lehrkräfte evaluiert. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte sowohl bezogen auf die KI-Kenntnisse als auch auf das Nutzungsverhalten der Teilnehmenden. Zudem entwickelten die Lehrkräfte nach der Fortbildung eine differenziertere und kritischere Sicht auf mögliche Risiken bei der Integration von KI im Unterricht. Im Rahmen des Projekts kooperierten Akteure verschiedener Bereiche: Das EdTech-Unternehmen fobizz trägt mit praxisnaher Expertise zu dem Projekt bei und bietet zudem Zugang zu den teilnehmenden Lehrkräften, während die Universität als Forschungseinrichtung das Studiendesign und die wissenschaftliche Evaluation übernahm. Durch die Transferpartnerschaft konnte das Trainingsprogramm erfolgreich evaluiert und das so erworbene Wissen in Form einer wissenschaftlichen Publikation dokumentiert und ins Bildungssystem getragen werden. Akteure im Bereich der Lehrkräftebildung profitieren von den evidenzbasierten Erkenntnissen zur Wirksamkeit von KI-Fortbildungen, während das EdTech-Unternehmen datengestützte Rückmeldungen zur Optimierung seiner Angebote erhält. Diese bidirektionale Wissensübertragung zwischen Wissenschaft und Praxis stellt einen innovativen Ansatz für nachhaltigen Transfer im Bildungsbereich dar. Der Beitrag gliedert sich in vier Abschnitte: Zunächst wird das Online-Trainingsprogramm vorgestellt. Anschließend wird die Transferpartnerschaft zwischen EdTech-Unternehmen und Wissenschaft beschrieben, wobei der methodische Zugang und die Gestaltung des Transferprozesses im Fokus stehen. Darauffolgend werden die empirischen Ergebnisse der Studie präsentiert. Abschließend wird Raum zur Diskussion der Zukunftsfähigkeit ähnlicher Transferpartnerschaften gegeben und Implikationen für die Bildungspraxis abgeleitet. | |

