Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 03: Transfer und Implementation Ort: Workshopraum 119 Chair der Sitzung: Nora Fröhlich | |
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Implementation evidenzbasierter Interventionen als Transferaktivität – Lessons Learned 1: Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg; 2: Eberhard Karls Universität Tübingen Thema Die Implementation von evidenzbasierten Interventionen in der Praxis (als Transferaktivität) ist eine Möglichkeit, Transferarbeit zu leisten und wissenschaftliche Erkenntnisse in Form von Maßnahmen direkt in die Bildungspraxis einzubringen. Bei den Evaluationen wissenschaftsbasierter Interventionen wird allerdings häufig nur die Wirksamkeit untersucht, ohne Aspekte der Umsetzung oder Rahmenbedingungen zu beleuchten (z. B. Connolly et al., 2018). Die Berücksichtigung eben dieser Aspekte kann jedoch entscheidende Informationen für Forschende, Bildungsadministration, Schulleitungen und Lehrkräfte, liefern, wenn es um die Untersuchung der Wirksamkeit sowie die Entwicklung, Auswahl, Anpassung und Umsetzung von Interventionen geht (Century & Cassata, 2016; Edovald & Nevill, 2021; Humphrey et al., 2016). Hintergrund Im Pilotprojekt „Textprofis – Stärkung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben der Klassenstufe 5 an Haupt- und Werkrealschulen“ (kurz „Die Textprofis“) arbeiteten verschiedenste Akteure zusammen: das Kultusministerium initiierte das Projekt und beauftragte das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache die Intervention zu konzeptualisieren, Multiplikator*innen zu trainieren und das Material zu entwickeln. Die beiden Landesinstitute in Baden-Württemberg begleiteten das Projekt, das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung in Hinblick auf die Organisation (z.B. Materialbereitstellung), das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) in Sachen Evaluation. In der Evaluation wurde der gesamte Implementationsprozess (vgl. Meyers et al., 2012) sowie die Zusammenarbeit zwischen den Akteur*innen beleuchtet, indem die Personen aus den o.g. Institutionen sowie Fachberatungen und Lehrkräfte interviewt und über weitere Datenquellen (z.B. Fragebögen, Feedback- und Diskussionsrunden, E-Mails) qualitative Daten erhoben wurden. Über die Erhebung und Analyse quantitativer Daten wurden Erkenntnisse zur Umsetzung und Wirksamkeit der einzelnen Bausteine, sowie zu Aspekten welche die Wirksamkeit beeinflussen (Merkmale SuS, Implementation, Unterstützungssystem) gewonnen. In Hinblick auf die Wirksamkeit konnten nur für zwei der Interventionen bessere Outcomes in der Interventionsgruppe nachgewiesen werden. Wir konnten keine systematischen Effekte von bspw. der Implementation (z.B. Häufigkeit der Umsetzung) oder des Unterstützungssystems (z. B. Nützlichkeit der Betreuung durch Fachberatungen) auf die jeweiligen Zielkompetenzen finden. Bezug zum Tagungsthema Insgesamt liefern die Daten des Projekts wertvolle Hinweise zur Implementation evidenzbasierter Interventionen in die Praxis unter Zusammenarbeit verschiedenster Akteur*innen. Wie oben beschrieben verstehen wir die Implementation von Interventionen als eine Transferaktivität. Die Erkenntnisse hierzu und weiterführende Überlegungen mit Blick auf Konsequenzen für mögliche zukünftige Forschung und Praxis werden in dem Beitrag vorgestellt und diskutiert. Durch die Verknüpfung von qualitativen und quantitativen Daten können vertiefte Einblicke in die Umsetzung der Intervention gegeben werden. Außerdem können aufgrund des Forschungsdesigns Aspekte der Umsetzung und Rahmenbedingungen mit der Wirksamkeit in Verbindung gebracht werden. Zwar entsprechen einige (quantitative) Ergebnisse nicht den Erwartungen, allerdings macht das Projekt deutlich, welche (forschungs-)methodischen Ansätze notwendig sind, um Implementations- und Transferprozesse besser zu verstehen und relevantes Wissen für die Bildungspraxis und -administration zur Verfügung zu stellen. Die unerwarteten Ergebnisse werfen auch die Frage auf, wie wir mit Ergebnissen und Erfahrungen aus einzelnen Projekten in Hinblick auf Implementation und Transfer umgehen wollen. | |

