Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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WG 01: Werkstattgespräche Ort: Aula | |
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Transferprozessen auf der Spur - Potentiale und Herausforderungen in der Systematisierung von Transfer am Beispiel des Landesprogrammes Zukunft Schule im digitalen Zeitalter 1: Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH); 2: IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik; 3: Universität Potsdam Eine erfolgreiche Teilhabe an unserer im digitalen Wandel befindlichen Gesellschaft erfordert digitalisierungsbezogene Kompetenzen. Gleichzeitig verändert die digitale Transformation die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen. Um diesen Transformationsprozess zu begleiten, wurde in Schleswig-Holstein das Landesprogramm Zukunft Schule im digitalen Zeitalter initiiert. In Zusammenarbeit beider Landesinstitute sowie der vier lehrkräftebildenden Hochschulen im Land unterstützt das landesweite Programm die Kompetenzentwicklung von (angehenden) Lehrkräften sowie Schüler*innen für das Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität. Hierzu werden innovative Unterstützungsstrukturen auf personaler, materialer und systemischer Ebene über alle Phasen der Lehrkräftebildung aufgebaut (Roesken-Winter et al., 2021), mit dem Ziel, (angehende) Lehrkräfte zu befähigen, das Potenzial digitaler Medien zur Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Prozessen systematisch zu erschließen und in die Unterrichtspraxis zu implementieren. Durch die langfristige Anlage, die phasenübergreifende Ausrichtung sowie die institutionsübergreifende Zusammenarbeit aller an der Lehrkräftebildung in Schleswig-Holstein beteiligten Institutionen bietet das Programm besonderes Potenzial für die systematische Untersuchung von Transferprozessen in komplexen (hoch-)schulbezogenen Kontexten. Bisherige Forschung im Kontext Transfer fokussiert meist darauf, wie erfolgreich sich Innovationen im Bildungssystem verbreiten und wie nachhaltig sie implementiert werden (z.B. Coburn, 2003). Wie Prozesse zwischen den unterschiedlichen beteiligten Akteur*innen ausgestaltet sind, ist hingegen kaum systematisch untersucht, obwohl hier großes Potenzial besteht, um Erfolg oder Nicht-Erfolg von Transfer besser zu verstehen. Um sich dieser Fragestellung im Landesprogramm zu nähern, wurde ein theoriebasiertes Prozessmodell entwickelt, das verschiedene Schritte und Akteur*innen des Transfers von Bildungsinnovationen differenziert in den Blick nimmt. Dabei wird Transfer als systematischer Entwicklungs-, Implementations- und Skalierungsprozess verstanden, in dem Akteur*innen auf verschiedenen Systemebenen und unter unterschiedlichen Kontextbedingungen Innovationen austauschen, anpassen und reflektieren (vgl. Cohen-Vogel et al., 2015; Roesken-Winter et al., 2021). In einem multiperspektivischen Analyseansatz wird das Modell genutzt, um ausgewählte Transferprozesse im Landesprogramm systematisch zu beschreiben und zu reflektieren. Hierbei stehen sowohl Fragen der Passung zwischen Zielen, Zielgruppen, Formaten und erwarteten bzw. erwartbaren Wirkungen im Fokus als auch der Blick auf individuelle bzw. gruppenspezifische Voraussetzungen für einen gelingenden Transfer bzw. die Gestaltung transferfreundlicher Strukturen in digitalen Bildungsinnovationen. Im Rahmen des Werkstattgesprächs möchten wir das Landesprogramm, das entwickelte Modell sowie erste Ergebnisse der systematischen Beschreibung und Reflexion von Transferprozessen vorstellen und die Teilnehmenden zur Diskussion über theoretische und praxisbezogene Perspektiven auf den Transfer von Bildungsinnovation sowie das Potenzial und die Herausforderungen des vorgestellten Ansatzes für die Gestaltung, Evaluation und Weiterentwicklung großangelegter Transfervorhaben einladen. | |

