Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
Wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
KV 08: Transferansätze im Kompetenzverbund lernen:digital Ort: Workshopraum 129 Chair der Sitzung: Julia Jennek | |
| Präsentation 3 | |
Transfer auf institutioneller Ebene: wie der Kompetenzverbund lernen:digital die Hürden angeht Universität Potsdam Im Beitrag werden die institutionellen Rahmenbedingungen für Transfer im Bildungskontext analysiert. Anschließend werden einige Highlights aus der Transferstrategie des Kompetenzverbund lernen:digital vorgestellt, mit denen diese Rahmenbedingungen angegangen werden. Transfer steht im Bildungskontext vor besonderen Herausforderungen, die auch bedingt sind durch unterschiedlichen Systemlogiken von Wissenschaft und Schule, etwa in Bezug auf zeitliche Rhythmen, Reward-Systeme und unterschiedlichen Handlungslogiken sind (für weitere Gründe siehe auch Schrader, Hasselhorn, Hetfleisch & Goeze, 2020). Hinzu kommen große administrative Herausforderungen: Wissenschaftliche Untersuchungen an Schulen bedürfen komplexer ministerieller Genehmigungsverfahren, die für zusätzlichen Zeitverzug sorgen. Vor diesen Herausforderungen steht auch der Kompetenzverbund lernen:digital. In 24 Projektverbünden werden hier Fortbildungen für Lehrkräfte, Schulleitungen und weiteres pädagogisches Personal mit dem Fokus auf Digitalisierung entwickelt. Die übergeordnete Transferstelle hat unter anderem die Aufgabe, Transferwege für die entwickelten Fortbildungen zu öffnen und entwickelt daher verschiedene Transferstrategien für unterschiedliche Akteursgruppen (Scheiter & Richter, 2024). Eine dieser zentralen Akteursgruppen, auf die der Kompetenzverbund sein Augenmerk richtet, sind die Landesinstitute und Qualitätseinrichtungen der Länder, die auch zuständig für die Lehrkräftefortbildungen sowie den Transfer in die Schulen sind. Nach ihrem Selbstverständnis richten die Landesinstitute ihre Arbeit auf den konkreten Bedarf schulischer Praxis aus (Bieber et al., 2018), jedoch stehen sie in direkter Abhängigkeit des jeweilig zuständigen Kultusministeriums, welche die Arbeit konkret steuert (Manititus, 2023). Mit Einverständnis der Kultusministerkonferenz bereist die Transferstelle alle 16 Landesinstitute, um den Kompetenzverbund und die zu erwartenden Fortbildungen vorzustellen und dauerhafte Transfermöglichkeiten zu erörtern. Im Sinne einer materiellen Transferstrategie werden die entstehenden Fortbildungsprodukte den Landesinstituten über ihre eigene Plattform moodlebasiert zur Verfügung gestellt, sodass sie die Fortbildungen ohne große Hürden in die landesinternen Plattformen übertragen, angepasst und ins reguläre Fortbildungsprogramm übernommen werden können. Weitere Transferansätze werden ebenfalls angerissen. Für das Kompetenzzentrum Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft stellt sich zusätzlich die Herausforderung, dass die beteiligten Fächer aus sehr unterschiedlichen Fächerkulturen kommen und auch innerhalb der schulischen Stundentafel ein sehr unterschiedliches Ansehen genießen. Während sowohl Deutsch als auch Englisch als Hauptfächer und mit den Grundkompetenzen Lesen und Schreiben von Seiten der Landesinstitute stark nachgefragt sind, stellt sich die Situation für die Gesellschaftswissenschaften, die Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung anders dar. Der Beitrag analysiert die unterschiedlichen Systemlogiken von Wissenschaften und Schulsystem und leitet daraus die Herausforderungen für gelungen Transfer im schulischen Bildungsbereich ab. Anhand der Transferstrategie des Kompetenzverbund lernen:digital wird an ausgewählten Beispielen aus dem Kompetenzzentrum Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft erläutert, wie die jeweiligen Herausforderungen angegangen werden. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick dahingehend, was bisher erreicht wurde und welche Aspekte bis zum Ende der Projektlaufzeit noch angegangen werden. | |

