Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 10: Schulleitung und Führung Ort: Workshopraum 123 Chair der Sitzung: Florian Amon | |
| Präsentation 3 | |
S4 – Schule stärken, starke Schule: Schulentwicklung in Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage am Beispiel Rheinland-Pfalz IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Um einen gelingenden Schulentwicklungsprozess zu initiieren, setzte das Projekt „S4 – Schule stärken, starke Schule“ zum einen auf die Professionalisierung der Schulleitung und zum anderen auf die Optimierung der schulischen Strukturen und Prozesse. Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit sich beide Aspekte gegenseitig beeinflussen. Erste Analysen zeigen, dass der Effekt der professionellen Entwicklung der Schulleitung (MZPII) auf das Gesamtfazit (MZPIV) des Projekts (erfolgreicher Abschluss) durch die wahrgenommenen Auswirkungen der Projektarbeit auf die schulischen Strukturen und Prozesse (MZPIII) im Längsschnitt erklärt wird. Dieser Mediationseffekt ließ sich über den Längsschnitt nochmals bestätigen, indem auch der Effekt der Entwicklung der Schulleitung (MZPIII) auf das Gesamtfazit (MZPIV) durch die wahrgenommenen Auswirkungen der Projektarbeit auf die schulischen Strukturen und Prozesse (MZPIV) erklärt wird. S4 – Schule stärken, starke Schule Im Rahmen des Transfers von „Impact Schulleitung“ aus Nordrhein-Westfalen in andere Bundesländer („PerspektivSchulen“ in Schleswig-Holstein; „Ganztagsschule gemeinsam gestalten“ in Berlin) haben das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz und die Wübben Stiftung von 2020 bis 2024 das Programm „S4 – Schule stärken, starke Schule“ in Rheinland-Pfalz durchgeführt, wobei Grundschulen, Realschulen plus und Integrierte Gesamtschulen in sozialräumlich deprivierter Lage unterstützt werden sollten. Im Rahmen des Programms sollte die Schulentwicklung in diesen Schulen vorangetrieben werden, indem (1) die Schulleitungen professionalisiert (Akademie-Veranstaltungen und Coaching) und (2) die schulischen Strukturen und Prozesse durch Schulentwicklungsberatung optimiert werden sollten. Hierdurch sollten die Schulen befähigt werden, die aktuellen und auch künftige Herausforderungen besser bewältigen zu können und die Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern. Das Programm wurde vom IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel wissenschaftlich begleitet, wobei Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler*innen sowie Eltern zu vier Messzeitpunkten befragt wurden. Für die vorliegenden Analysen wurden die Selbstberichte der Lehrkräfte aus drei Messzeitpunkten verwendet. Erste Ergebnisse aus dem Projekt „S4 – Schule stärken, starke Schule“ bestärken die wichtige Rolle von Schulleitungen als Change Agents in Verbindung mit gesamtschulischen Entwicklungsprozessen. Besonders an Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage bildet dies durch die hohe Fluktuation der Schulleitungen jedoch auch eine Herausforderung, weshalb es empfehlenswert erscheint, das ganze Schulleitungsteams fortzubilden. Im Berliner Projekt „Ganztagsschule gemeinsam gestalten“ wurde dies z.B. über die Fortbildung von Leitungstridems (Schulleitung, Konrektor*in, Koordinator*in) realisiert. Künftig könnte dabei das Zusammenspiel von Fortbildungen und gesamtschulischen Entwicklungsprozessen unter Rückgriff auf die Diffusions- und Kommunikationstheorien methodisch zielführend längsschnittlich untersucht werden, indem (1) die Begleitung bereits vor dem Start des Transferprozesses beginnt, (2) Tagebuchstudien, Netzwerkanalysen oder digitale Erhebungsinstrumenten (Apps) genutzt werden und (3) das Augenmerk auf die unterschiedlichen Expertisen, Rollen und Perspektiven der verschiedenen Akteure gelegt wird. | |

