Transfertagung 2025
„Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“
4. & 5. Dezember 2025 | GLS Campus Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Die Beitragsformate sind im Programm wie folgt abgekürzt:
Kurzvorträge = KV (rot hinterlegt)
Diskussionsforen = DF (blau hinterlegt)
Werkstattgespräche = WG (gelb hinterlegt)
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Tagesübersicht |
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KV 01: Plattformen und Portale Ort: Workshopraum 129 Chair der Sitzung: Lisette Hoffmann | |
| Präsentation 1 | |
Partizipative Entwicklung einer kollaborativen bundeslandübergreifenden Bildungsplattform: Transferprozesse und erste Ergebnisse 1: Technische Universität Dresden; 2: Universität Leipzig 1. Ziel, Thema oder Leitfrage des Beitrags Die zentrale Leitfrage des Beitrages ist, wie der Transfer von Forschungserkenntnissen und praxistauglichen Produkten in die Bildungspraxis über eine bundeslandübergreifende digitale Plattform gestaltet und unterstützt wird. Dabei wird beleuchtet, welche Rolle die Plattform als zentrale Struktur für die Wissensvermittlung, die Vernetzung sowie die Ko-Konstruktion von Wissen in Bildungs-Communities spielt. Der Kurzvortrag thematisiert im Zuge dessen die vielschichtigen Entwicklungsprozesse der LemaS-Plattform. Die Plattform ist die zentrale Arbeitsgrundlage des deutschlandweiten LemaS Forschungsverbundes und soll Transferprozesse webbasiert unterstützen. 2. Hintergrund des Beitrags (Arbeitskontext, Projektbeschreibung etc.) Die Bund-Länder-Initiative "Leistung macht Schule" ist ein auf zehn Jahre angelegtes und in zwei Phasen aufgeteiltes Projekt (2018-2027), an dem 18 Hochschulen aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen, über 800 Schulen, die 16 Länder und Landesinstitute bzw. Qualitätseinrichtungen der Länder beteiligt sind. Ziel der ersten Phase (2018-2023) war die Entwicklung, Erprobung und Evaluation praxistauglicher Produkte in enger Zusammenarbeit von interdisziplinärer Wissenschaft und der Praxis aller Schularten; in der zweiten Phase (2023-2027) werden diese Produkte in Qualifizierungsformate eingebettet und über ein Multiplikationskonzept in die Bildungspraxis transferiert. Die LemaS-Plattform wird in diesem Kontext als zentrale, projektübergreifende virtuelle Organisationsstruktur konzipiert und umgesetzt. Sie dient der bedarfsgerechten Weitergabe von Inhalten und der Ermöglichung der Vernetzung beteiligter Akteursgruppen. Die Implementierung einer solchen bundeslandübergreifenden Plattform birgt diverse Herausforderungen, die sich aus föderalen Bildungssystemen, unterschiedlichen technischen Infrastrukturen sowie administrativen und juristischen Auffassungen ergeben. 3. Bezug des Beitrags zum Tagungsthema Der Beitrag steht in direktem Bezug zum Tagungsthema „Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“, indem er die zentrale Rolle der digitalen LemaS-Plattform für die effektive Vermittlung und Verbreitung von Forschungserkenntnissen und praxistauglichen Produkten in der Bildungspraxis beleuchtet. Es wird dargelegt, wie die Plattform als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis agiert und welche Potenziale sie für einen umfassenden Wissenstransfer birgt. Dabei werden sowohl die erfolgreichen Aspekte als auch die Herausforderungen der plattformgestützten Transferprozesse diskutiert. Ein zentrales Ergebnis der bisherigen Arbeit ist die Erkenntnis, dass effektiver Transfer über eine digitale Plattform nicht nur auf Top-Down-Wissensvermittlung basieren kann. Akzeptanztestungen der Plattform zeigten einen hohen Bedarf an kollaborativen Arbeits- und Austauschformaten zur Unterstützung der Professionalisierung im Sinne der Ko-Konstruktion von Wissen „auf Augenhöhe“. Entsprechend erfolgten Implikationen für das weitere Design und die Ausrichtung der Plattform, bei der die Verschränkung von Kurslogik zur Wissensvermittlung und kollaborativen Arbeitsräume (Workspaces) fokussiert wird, um einen lebendigen digitalen Ort des Austauschs sowie der gemeinsamen Entwicklung, Reflexion und Adaption zu schaffen. Diskutiert werden zudem die Herausforderungen der Integration der Plattform in föderale Strukturen und es wird aufgezeigt, wie der direkte, partizipative Einbezug der Stakeholder essenziell für die Akzeptanz und Nutzung ist. Der Vortrag bietet somit praktische Einblicke in die Gestaltung von Transferprozessen in der Bildung durch digitale Systeme und liefert theoretisch fundierte Überlegungen zum besseren Verständnis und zur zielführenden Gestaltung dieser Prozesse. | |

