Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Session 2: Perspektive der Bürger*innen
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Politische Kommunikation und Partizipation in Gemeinden: Die Perspektive der Bürger:innen zur Teilnahme am politischen Geschehen Universität Innsbruck, Österreich s. Extended Abstract Resilienz durch Repräsentation? Der Zusammenhang von Mediennutzung, wahrgenommener politischer Repräsentation und politischer Unterstützung Johannes Gutenberg-Universität Mainz/ Institut für Publizistik, Deutschland Im Kontext einer vermeintlichen Krise der liberalen Demokratie wird die Rolle der Medien ambivalent bewertet: einerseits wird ihnen vorgeworfen zu democratic backsliding beizutragen, etwa indem sie Narrative populistischer oder extremistischer Akteure normalisieren oder bestehende Unzufriedenheiten mit dem Funktionieren der Demokratie verstärken. Andererseits wird insbesondere journalistischen Nachrichtenmedien normativ der Auftrag zugeschrieben, zum Gelingen der liberalen Demokratie beitragen. Der vorliegende Beitrag knüpft an die zweite Perspektive an und argumentiert, dass journalistische Medien über die Repräsentation der politischen Ansichten, salienten Themen und zugehörigen Meinungen der Bürger:innen zur Unterstützung demokratischer politischer Systeme beiträgt. Dieser Zusammenhang wird ebenso empirisch ausgeleuchtet wie die Frage, inwiefern verschiedene Typen journalistischer Medien diese normative Funktion unterschiedlich gut erfüllen. Die Risiken fehlender Repräsentation – Wahrgenommene politische und mediale Repräsentation und ihre Auswirkungen auf die Wahl extremer Parteien RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Der vorliegende Beitrag untersucht wahrgenommene politische und mediale Repräsentation. Basierend auf den theoretischen Konzepten von Pitkin, Weissburg und De Mulder werden mehrdimensionale Messinstrumente entwickelt und mithilfe mehrerer Erhebungswellen validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich wahrgenommene Repräsentation entlang zweier Facetten - dyadisch und kollektiv - abbilden lässt. Im Anschluss werden die Effekte auf die Wahl extremer Parteien untesucht. Dabei zeigt sich, dass wahrgenommene Repräsentation ein relevanter Einflussfaktor für die Wahlentscheidung darstellt sowie die Relevanz der Unterscheidung der verschiedenen Facetten. Abgehängt und unterrepräsentiert? Zum Zusammenhang von medienvermittelten Ungleichheitserfahrungen und gesellschaftlichem Zusammenhalt 1Johannes Gutenberg-Universität Mainz; 2GESIS Leibniz-Institut für Sozialforschung, Köln; 33 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Der vorliegende Beitrag untersucht, inwiefern Erfahrungen sozialer Ungleichheit - insbesondere solche, die medienvermittelt sind - mit der Wahrnehmung gesellschaftlichen Zusammenhalts verknüpft sind. In linearen Regressionsmodellen auf Grundlage bevölkerungsrepräsentativer Befragungen in drei Jahren (2022, 2023, 2024) zeichnet sich ab, dass sowohl relative Deprivation als auch wahrgenommene mediale Misrepräsentation, also die medienvermittelte Wahrnehmung von Ungleichheit, konsistent negative mit der Einschätzung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zusammenhängen. Die mediale Misrepräsentation erweist sich dabei konsistent als stärkster Prädiktor. Damit erweitert sich der Blick auf medienvermittelte Einflüsse auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, die im individuellen Zusammenspiel mit medialen Botschaften ansetzen und über kollektive Prozesse wie Agenda Setting oder Gruppenrepräsentation hinausgehen. Digital Micro Publics: The Building Blocks of Publicness under Platformized Conditions Abstract submitted 1Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Deutschland; 2Universität Hamburg; 3University of Leeds We introduce Digital Micro Publics (DMPs) as a framework for analyzing how democracy is enacted—and sometimes endangered—through the micro-practices of digital communication. DMPs are small, platform-bound publics formed around single acts of publication and the interactions they generate. Within these arenas, users, algorithms, and infrastructures jointly produce visibility and negotiate meaning. Extending theories of the public sphere (Habermas, Fraser, Amin), DMPs highlight the affective and relational practices through which publicness emerges. The framework enables empirical analysis of actors, meaning, resonance, and structures, offering new insights into democratic resilience and polarization in platform societies. | ||