Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
AV12: Besichtigung: Landschaftsgemälde "Alexanderschlacht" von Albrecht Altdorfer
Zeit:
Dienstag, 06.03.2018:
18:30 - 20:00

Chair der Sitzung: Manfred Buchroithner
Ort: Alte Pinakothek München
Barer Straße 27 (Eingang Theresienstraße), 80333 München
Albrecht Altdorfer gilt als Hauptmeister der sogenannten Donauschule, einer Stilbewegung entlang der Donau in Bayern und Österreich, und als einer der Begründer und Hauptvertreter der Landschaftsmalerei. Ab 1522 entstanden seine ersten reinen Landschaftsgemälde und -zeichnungen.
Altdorfer hat in der europäischen Malerei erstmals die Landschaft zum eigentlichen und selbständigen Bildthema gemacht. In sein berühmtestes Gemälde „Alexanderschlacht“ (Schlacht bei Issus, 333 n. Chr.) hat Altdorfer eine bemerkenswerte topographische Darstellung des östlichen Mittelmeers eingearbeitet. Hierzu werden bei der Besichtigung kartographische Erläuterungen gegeben.

Treffpunkt am Tagungsbüro um 18:30 Uhr, gemeinsamer Spaziergang (ca. 5 Minuten) zur Alten Pinakothek.
Kosten: 4 Euro Eintritt (berechtigt zur Besichtigung der gesamten Kunstsammlung) werden individuell an der Kasse der Alten Pinakothek entrichtet.

Zusammenfassung der Sitzung

Im Keller des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung befindet sich ein Archiv, das in seiner Art und Ausdehnung weltweit einzigartig ist: Das Lithographiesteinarchiv.

Die aus 26.634 Steinen bestehende Steinbibliothek steht seit 1980 unter Denkmalschutz.

Die Ergebnisse der ersten flächendeckenden Grundstücksvermessung in Bayern wurden ab Beginn des 19. Jahrhunderts in diese Kalksteinplatten graviert. Die Lithographiesteine dienten ab Beginn der amtlichen bayerischen Vermessung und bis weit in das 20. Jahrhundert hinein zur Vervielfältigung und Fortführung von Plänen und Karten. Der Vervielfältigung lag das 1798 von Aloys Senefelder (1771-1834) erfundene Steindruckverfahren zugrunde. Senefelder beschrieb die Steinplatten spiegelverkehrt mit Fettkreide und ätzte sie mit "Gummiwasser", einer Lösung aus Gummiarabicum und Eisenvitriol. Nur die mit der Kreide gezeichneten Stellen nehmen beim Einfärben die Druckfarbe an.

Die Steine waren quasi vor Ort in Bayern erhältlich, nämlich im Solnhofener Steinbruch im Altmühltal. Ihre Beschaffung war damals wesentlich günstiger als die bis dahin sehr verbreiteten Platten für den Kupferdruck, die Vervielfältigung von Karten damit auch erheblich wirtschaftlicher. Die Einsatzgebiete lagen im Druck von Flurkarten, Landkarten und Bildern. Heute wird der Steindruck vorwiegend im künstlerischen Bereich angewandt.




 
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