PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Experimente 3
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Das „Logbuch der Veränderungen“ als digitaler und metaphorischer Raum zur Beobachtung gesellschaftlichen Wandels während der Corona Pandemie 1: Universität Kassel, Österreich; 2: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Das Logbuch der Veränderungen war ein bürgerwissenschaftliches Forschungsprojekt, in dem während und nach der Corona Pandemie (03/2020 bis 06/2023) Veränderungen im Alltag in Form eines Tagebucheintrages festgehalten werden konnten (König et al. 2025). Durch das Aufschreiben des Erlebten konnten empirische Erkenntnisse zu Veränderungen sozialer Praktiken und materiellen Voraussetzungen, Kompetenzen und Sinnzuschreibungen gewonnen werden. Gleichzeitig reiht sich das Logbuch in Forschungsarbeiten in Krisenzeiten ein, die das Reflexionspotential für Nachhaltigkeitsforschung deutlich machen (Nölting et al. 2022). Ein bisher nicht thematisierter, unerwarteter Effekt war die Wirkung des Logbuchs als „stummer Austausch“ zwischen der Wissenschaft und den Bürger*innen: Teilnehmer*innen schufen einen solchen Raum mit Einträgen, die quasi ein fiktionales Zwiegespräch mit Wissenschafter*innen darstellten. Im Experiment wollen wir Einblicke zu den Effekten geben, die das Logbuch geschaffen hat. Wir laden Kolleg*innen ein, mit uns solche digitalen, partizipativen und bürgerwissenschaftlichen Räume in Zeiten von Krisen zu schaffen und weiterzuentwickeln. Insbesondere wollen wir zu methodologischen Fragen, Schlussfolgerungen für die (Wissenschafts-)Kommunikation und über die Art der Forschung, in welcher digitale oder imaginierte Räume geschaffen werden, reflektieren:
Ablauf: Beim Experiment laden wir die Teilnehmer*innen zum Einstieg ein, (online) einen kurzen Logbucheintrag aus Perspektive von Bürgerwissenschaftler*innen zu verfassen, welche gesellschaftliche Veränderung im Zuge der Corona-Pandemie besonders prägend für sie war. Anschließend reflektieren die Teilnehmenden in Kleingruppen über Logbuchzitate zum „stummen“ Dialog mit Wissenschaftler*innen und zur Reflexion von Wissenschaft in Krisenzeiten. Vor dem Hintergrund dieser Eindrücke werden die genannten Fragen gemeinsam diskutiert. Als Ergebnis nehmen die Teilnehmenden Impulse für die Gestaltung partizipativer und bürgerwissenschaftlicher Forschung zu gesellschaftlichen Krisenphänomen mit in Bezug auf Methoden, Formate und ethische Fragen. | ||