PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Performance 1
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Harte Meinung oder Hassbotschaft – was nun? 1: Scicomm-Support gGmbH, Deutschland; 2: TU Chemnitz & GTPF AG Part. Wisskomm & Public Engagement; 3: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) & GTPF AG Part. Wisskomm & Public Engagement Partizipative Formate und transdisziplinäre Forschungsprozesse möchten wissenschaftliche Perspektiven mit Wissen und Erfahrungen aus der Praxis verbinden. Sie haben meist den Anspruch, möglichst vielfältige Akteur:innen einzubinden und zum Austausch über unterschiedliche Ansichten und Werte einzuladen. Angesichts zunehmend polarisiert geführter gesellschaftlicher und politischer Debatten treffen Wissenschaftler:innen und Kommunikator:innen immer häufiger auf eine konfliktbeladene Umgebung, in der die gesellschaftliche Wertebasis sehr heterogen ist. Vertreter:innen mit rechtskonservativer bis zu antidemokratischer Einstellung treten als Teilnehmende in Erscheinung. Ein pauschaler Ausschluss aus partizipativen Prozessen scheint jedoch kaum zielführend. Gleichzeitig stellt sich aber für die Gestalter:innen partizipativer Prozesse die Frage, wie ein sicherer und demokratischer Diskursraum bewahrt und ein produktiver Dialog gefördert werden kann: Wann endet eine kontroverse Äußerung und wann beginnt eine Anfeindung? Wie viel Raum kann und soll unterschiedlichen Stimmen gegeben werden? Kann ein Minimalkonsens für den Dialog miteinander gefunden werden? In der Wissenschaftskommunikation erfahren nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie Anfeindungen gegen Forschende mehr Aufmerksamkeit und werden in den Communities intensiv diskutiert. Gibt es Erfahrungen und Erkenntnisse, die sich auf die Gestaltung partizipativer Forschungsprozesse übertragen lassen? In einer interaktiven Performance mit verteilten Rollen erproben wir eine beispielhafte partizipative Situation: eine Bürger:innenversammlung, die im Rahmen eines Realexperiments mit einem verkehrsberuhigten Superblock stattfindet. Der Wegfall von Stellplätzen führt zu blanken Nerven und Wut bei Autofahrer:innen. Wie reagieren sie in der Versammlung? In der Performance wollen wir die Vielschichtigkeit unterschiedlicher, kontroverser aber demokratischer, Positionen erkunden – in einer Exploration ohne Anfeindungen zu legitimieren. Gemeinsam wollen wir reflektieren: Wie hat sich die Diskussion entwickelt? Welchen Einfluss hatte der Kontext? Wie fühlen sich die Teilnehmenden? Wie könnte man reagieren? Zum Abschluss der Diskussion stellen wir einige Handreichungen und Materialien zum Umgang mit Anfeindungen und konfliktbehafteten Situationen vor. | ||