PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge: Stadt-Land-Verbindungen – Gemeingüter, Stoffkreisläufe & gemeinsame Zukunftsvisionen
Sitzungsthemen: 2. Stadt, Land & Natur – Wo und mit wem forschen wir?
Wie können Forschungsräume die Verbindung zwischen Stadt und Land stärken – in Bezug auf Stoffkreisläufe, Gemeingüter oder gemeinsame Zukunftsvisionen? | ||
| Zusammenfassung der Sitzung | ||
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| Präsentationen | ||
Herausforderungen der Gestaltung von Reallaboren im ländlichen und touristischen Raum: Das Beispiel Vorarlberg School of Transformation and Sustainability, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland Am 26. und 27. März 2026 hat in Götzis/Vorarlberg das interaktive Symposium „Lebensraum Zukunft: Wie wir Wandel im Tourismus gemeinsam gestalten“ als Kooperation zwischen dem Land Vorarlberg, vertreten durch die Landestourismusorganisation „Vorarlberg Tourismus“, und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt stattgefunden. Es war die Abschlusskonferenz des Projektes „Reallabor Vorarlberg: Ein Experimentierraum für nachhaltige Innovationen“ der KU Eichstätt-Ingolstadt im Rahmen des digitalen Masterprogrammes „Transformation und nachhaltige Lebensraumentwicklung – Tourismus neu gestalten“. Dieses Masterprogramm ist in die neue KU-Fakultät „School of Transformation and Sustainability“ eingebettet und ist damit Teil einer Ausbildung für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung als zentraler Hebel, um Veränderungsprozesse in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft wirksam zu unterstützen. Über drei Semester haben Studierende des genannten Masterprogrammes mit sechs Tourismus-Regionen des Landes Vorarlberg zusammengearbeitet mit dem Projektziel, auf der Basis der bestehenden Vision der Tourismusstrategie Vorarlberg Experimentier- und Lernräume zu ermöglichen und erste inhaltliche Aussagen zu Zukunftsthemen zu treffen. Das aktive Miteinander von Wissenschaft und Gesellschaft ist dabei ein leitender Gedanke. Die Herausforderung lag darin, bestehende Routinen des Planens und Umsetzens der Strategien von Tourismus- und Regionalentwicklung im Spannungsfeld von Landes- und Regionalorganisationen zu durchbrechen sowie Transformations-Wissen zu generieren. Der wissenschaftliche Fachvortrag beschreibt die Schritte des Projektes und diskutiert die Ergebnisse der Reflexion mit Fokus auf die Herausforderungen eines Reallabor-Projektes im ländlichen sowie touristischen Raum. Tools for co-creating urban-rural futures Technische Universität Berlin, Deutschland In times of multiple crises and profound transformational challenges, spatial visions are key to proactively shaping socio-ecological transitions – particularly at regional scales, where urban-rural metabolic flows and socio-economic interdependencies can be integrated. Collaborative processes are essential for producing robust transdisciplinary knowledge and widely supported regional visions. When diverse actors participate – across sectors, governance levels, and knowledge domains – the resulting visions are richer, more communicable and better anchored in local realities. International case studies reveal variations in how such processes can be designed, facilitated, and equipped with tools. This paper will present insights from two transdisciplinary, living lab-based research projects funded by the BMBFTR – PolyUrbanWaters (2019–2027) and Urban-Rural Assembly (2019–2025) – which explore spatial transformation in the rapidly urbanizing regions of Huangyan (China) and Sleman (Indonesia). Both projects apply vision-building with communities and municipalities to generate action-oriented knowledge for sustainable regional futures. A broad range of tools was developed, tested and evaluated across the two contexts, including collaborative mapping and sketching, voting and narration, and the use of film. The strengths, limitations and transferability of selected tools will be assessed. Particular attention will be given to the relevant spaces and resources, the context-specific and imaginative nature of the tools, their value for co-creation, and how they mediate between short-term community concerns and long-term regional transitions. The comparison will contribute to debates on methodologies for transformative research, futuring, and co-creation, highlighting how universities can act as laboratories for experimenting with new tools of imagination to support inclusive and transformative regional governance. Governance der Kulturlandschaft im Stadtumland: Zwischen EU-Zielen und lokaler Praxis 1: UFZ - iDiv, Deutschland; 2: CoKnow Das Projekt LAFERIA untersucht die Transformation urban geprägter Agrarräume sowie des städtischen Hinterlands durch die Wiederherstellung von Landschaftselementen in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Gebieten. Im Fokus stehen Hecken, Blühstreifen, Kleingewässer und Bauminseln als sozio-ökologische Strukturen an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Wohn- und Erholungsraum sowie Naturschutz. Diese Landschaftselemente tragen zur Bewältigung zentraler Herausforderungen wie Biodiversitätsverlust, Klimawandel und konkurrierender Flächennutzungen in städtisch beeinflussten Agrarräumen bei. Vor dem Hintergrund aktueller politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen – insbesondere der EU-GAP-Reform sowie der laufenden Planungsphase zur nationalen Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur – wird Landschaftstransformation als mehrskaliger Governance-Prozess in Stadtregionen verstanden. Dabei wird deutlich, dass nicht nur landwirtschaftliche Betriebe im städtischen Umland, sondern auch Städte, Kommunen und Großgrundbesitzer über Pacht- und Flächensteuerung maßgeblich auf Landnutzung und ökologische Aufwertung einwirken. Das Projekt verfolgt einen transdisziplinären Ansatz, der Akteure aus Landwirtschaft im Stadtumland, Verwaltung, Politik, Naturschutz, Agrarberatung und Zivilgesellschaft zusammenbringt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche Wissensformen integriert und partizipative Prozesse gestaltet werden können, um Nutzungskonflikte zwischen ökologischen Zielen und gesellschaftlichen Interessen in urban-ruralen Agrarräumen zu verhandeln und gemeinsam zukunftsorientierte Visionen zu entwickeln. LAFERIA untersucht damit, wie Stadtregionen als zusammenhängende Landschaftsräume verstanden werden können und unter welchen Bedingungen lokale Ansätze zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlich geprägter Landschaften skaliert und in nachhaltige Raumentwicklungsstrategien überführt werden können. | ||