PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge: Ressourcen für nachhaltige Experimentier- und Laborräume – Infrastruktur, Kompetenz, Anerkennung
Sitzungsthemen: 1. Labore, experimentelle Räume & Technologien – Wie forschen wir?
Welche Ressourcen – Technik, Infrastruktur, Zeit, Kompetenz, Anerkennung – sind nötig, um Experimentier- und Laborräume nachhaltig zu gestalten? | ||
| Präsentationen | ||
Sanitärwende durch eine open source Hardware abgeleitete Methode TU Berlin, Deutschland Hier stellen wir eine partizipative Forschungsmethode vor, die auf "best practices" aus der Entwicklung von Open-Source-Hardware-Projekten basiert. Ähnlich wie bei der „Enrich by Co-Design“-Methode durchlaufen die Teilnehmenden den Prozess der gemeinsamen Gestaltung eines Objekts. Anstatt jedoch die Prototypenentwicklung eines Objekts als Bereicherungsmethode zu nutzen, stehen die Hardware und ihre Entwicklung im Mittelpunkt des partizipativen Forschungsprojekts, und die Gemeinschaft bildet sich um die Gestaltung und Nutzung der Hardware herum. Die Hardware selbst soll dabei helfen, die gesellschaftliche Struktur zu verändern, indem sie künstlerische Forschung, akademische Forschung und Fertigungsstrukturen miteinander verbindet, um eine Einheit zu schaffen, die gesellschaftliche Probleme hinterfragt, aufzeigt oder sogar löst. HerbaTour: lokalen Biodiversitätswandel gemeinsam erforschen Senckenberg Institut für Pflanzenvielfalt Jena, Deutschland Das Herbarium Haussknecht am Senckenberg Institut für Pflanzenvielfalt Jena beherbergt eine der größten Pflanzensammlungen Europas und bildet eine einzigartige Grundlage für die Forschung. Es eröffnet zudem Potenziale für Wissensvermittlung und gesellschaftlichen Dialog. Gleichzeitig nimmt die „Pflanzenblindheit“ zu – Pflanzen werden kaum wahrgenommen, ihre Bedeutung für Ökosystemen und Klima wird unterschätzt. Hier setzt das partizipative Projekt HerbaTour an, das das Herbarium gezielt „zugänglich“ macht. Gemeinsam mit Bürgerwissenschaftler*innen werden in co-kreativen Prozessen historische jenaer Pflanzenbelege mit persönlichen Erfahrungen, lokalem Wissen und wissenschaftlichen Perspektiven verknüpft. Diese Inhalte werden als narrative, digitale Stationen entlang bestehender Wanderwege vermittelt und ermöglichen Reflexionen zu Biodiversitätswandel und Umweltveränderungen im eigenen Naturerleben. Der Beitrag stellt das Projekt in seiner Anfangsphase vor, in der Herbarium und Landschaft als miteinander verbundene Räume partizipativer Wissensproduktion verstanden werden. Im Fokus steht die Frage, wie Transformationswissen aus der Verschränkung persönlicher Narrative, historischer Quellen und wissenschaftlichem Wissen entsteht, welches Sensibilität für Biodiversitätswandel und Artenverlust nachhaltig stärkt. Myco-Blocks TU Berlin, Deutschland Myco-Blocks ist ein Werkzeug für transdisziplinäre Zusammenarbeit und Co-Design. Im Zentrum stehen Bausteine aus Myzel, einem biologisch gewachsenen, zirkulären Material, die als Medium dienen, um komplexe Gestaltungs- und Herstellungsprozesse erfahrbar zu machen. Durch spielerische Herausforderungen bauen Besucher:innen gemeinsam dreidimensionale Strukturen aus begrenzten geometrischen Elementen. Dieser niedrigschwellige Einstieg bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen und baut Hemmschwellen zwischen Disziplinen ab. Menschen aus Gestaltung, Wissenschaft und Handwerk begegnen sich auf Augenhöhe. Der Mehrwert liegt im Prozess: Myco-Blocks führt vom spielerischen Erkunden über das Verstehen des Materials bis hin zum Entwerfen eigener Anwendungen. Dabei lernen Teilnehmende, ihre Ideen zu kommunizieren und gleichzeitig andere Denk- und Arbeitsweisen nachzuvollziehen. So wird Myco-Blocks zu einem Übersetzungswerkzeug zwischen Expertisen, das hilft, Wissen aktiv zu verbinden und gemeinsam nachhaltige, materialbasierte Lösungen zu entwickeln. | ||