PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Exkursionen Ort: Exkursionen am anderen Ort Individuelle Anfahrt der Teilnehmenden zu den Exkursionen am anderen Ort. | |
| Präsentation 6 | |
Poesie des Provisorischen - Klimawirksamer Transformationsort am Renaissance-Theater 1: TU BERLIN, Deutschland; 2: Bezirksamt Charlottenburg Wilmersdorf; 3: Renaissance Theater; 4: NOIBAU Die Exkursion führt zu einem Reallabor im Campus Charlottenburg, in dem Klimaanpassung, kulturelle Praxis und Bürgerbeteiligung miteinander verknüpft wurden. Ausgangspunkt des Projekts war die notwendige Aufstellung von Technik- und Lagercontainern im Vorgarten des Renaissance-Theaters Berlin, dem einzigen vollständig erhaltenen Art-déco-Theater Europas. Statt diese lediglich als funktionale Infrastruktur zu betrachten, wurde der Standort als Experimentierfeld für klimaresiliente Stadtentwicklung genutzt. Im Rahmen des Projekts entstand ein Freiraumkonzept, das die klimatischen Auswirkungen der Container kompensiert und den öffentlichen Raum aufwertet. Umgesetzt wurden unter anderem Vertikal- und Flächenbegrünungen, Regenwassersammelsysteme, Maßnahmen zur Baumbewässerung, temporäre Verschattungselemente sowie weitere naturbasierte Lösungen. Die technischen Provisorien wurden darüber hinaus durch künstlerisch gestaltete „Container-Kostüme" in identitätsstiftende und atmosphärisch wirksame Stadtraumelemente verwandelt. Eine zentrale Rolle spielte die Zusammenarbeit zwischen dem Renaissance-Theater, der TU Berlin, dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Akteurinnen und Akteuren aus der Nachbarschaft. Im Rahmen des universitären Entwurfsseminars „Poesie des Provisorischen" entwickelten Studierende aus Architektur, Bühnenbild und Szenografie innovative Konzepte, von denen ausgewählte Ideen vor Ort umgesetzt wurden. Workshops und Beteiligungsformate förderten den Dialog zwischen Wissenschaft, Kulturinstitutionen und Stadtgesellschaft. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie organisatorische Anforderungen einer Kulturinstitution mit Nachhaltigkeitszielen verbunden werden können: Durch die Verlagerung von Lager- und Technikcontainern direkt an den Theaterstandort konnten Transportwege, CO,-Emissionen sowie Logistik- und Lagerkosten deutlich reduziert werden. Die Exkursion bietet Einblicke in die praktische Umsetzung einer „Klimanachbarschaft", die durch NOIBAU, einem Kollektiv aus Architek*innen und Tischler*innen begleitet wurde, und diskutiert die Potenziale transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Kultur und Zivilgesellschaft. Das Projekt versteht sich als übertragbares Modell für die klimaresiliente Transformation urbaner Freiräume und Kulturstandorte. Darüber hinaus kann das Werk des Theaterarchitekten Oskar Kaufmann mit dem einzigartigen Intarsienwandbild im Balkonbereich, das Oskar Kaufmann von César Klein entwerfen ließ und das dem Theater den liebevollen Beinamen „Schmuckkästchen in der Hardenbergstraße" eintrug, bewundert werden. Treffpunkt: 09:30 Uhr, Renaissance Theater, Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin Anfahrtszeit zum Konferenzort: ca. 40 Minuten | |