PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Workshop 9 Ort: Tallinn (OG) | |
| Präsentation 1 | |
Moving Manni Festo(s) – eine soziale Choreografie transdisziplinärer Forschung 1: ASH Berlin, AG Performative Soziologie in der GtpF; 2: LMU München, AG Performative Soziologie in der GtpF; 3: anstiftung München, AG Performative Soziologie in der GtpF Transdisziplinäre Forschung verspricht Austausch auf Augenhöhe, geteilte Räume, gemeinsame Zukünfte. Doch was spiegelt leibliche Erfahrungen wider – und was bleibt auf Papier statt sich in Körper einzuschreiben? Wir greifen Leitlinien transdisziplinärer Forschung als Ausgangspunkt auf und diskutieren Erfahrungen der Teilnehmenden in gelebter Praxis nicht, sondern verkörpern sie. Durch performative Soziologie (Jende 2020), embodied thinking (Schoeller et al. 2023) und zeitgenössische Praxistheorien (Schäfer 2023) explorieren wir gemeinsam, wie gängige Choreografien der Transdisziplinarität Bewegungen und Gedanken (prä-)konditionieren, lenken, blockieren oder ermöglichen (Eder 2026). Zum Einstieg führen geskriptete embodied reflections in einen leiblichen Modus des Denkens – nach Innen lauschend, tastend, spürend (20 Min). Den Kern bildet eine kollektive Performance, in der Teilnehmende ausgewählte Fragen aus dem Themenschwerpunkt in körperliche, theatrale oder tänzerische Anordnungen übersetzen (50 Min): Wie beeinflussen institutionelle Strukturen, z.B. Richtlinien, Vergabekriterien von Fördermitteln, institutionelle Abläufe, Zeithorizonte von Projekten, räumliche Anordnungen, architektonische Vorgaben, gesellschaftliche Normen oder Arbeits-Kulturen die Forschungspraxis? Aus den verkörperten Erinnerungen entstehen neue Anordnungen, verkörperte Manni Feste – lebendige Bilder, die die Dichotomie zwischen Ermöglichung und Begrenzung erfahrbar dynamisch machen. Abschließende Reflexion - Was war das? Was hat der somatisch körperliche Vollzug uns für die transdisziplinäre Praxis gezeigt? Was bleibt in den Körpern? Wie lässt es sich in Forschungsalltag übersetzen, wenn Erfahrung zur Erinnerung wird? (20 Min) Als Abschlussbild überdauernder Erkenntnissicherung formt die Gruppe einen Kollektivkörper für die transdisziplinäre Zukunft. Methodisch verbinden wir interventionelle Feldforschung, Aktionskunst und performative Aktionsforschung. Als Kollaborationspartner:innen sind Tänzer:innen angefragt, um mit ihrer Expertise den Leib als Erkenntnis- und Gestaltungsinstrument (Wacquant 2003) einzusetzen und jene Spannung zwischen individueller Positionalität und institutionellen Rahmenbedingungen somatisch auszuloten, die Forschung meist unbewusst strukturiert. Die Teilnehmenden verlassen den Raum nicht mit neuen Thesen – sondern mit Gespür für Choreografien, die sie in der Wissenschaft mittanzen und zukünftig anders tanzen könnten. | |