PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Workshop 1 Ort: Asgabat A (EG) | |
| Präsentation 1 | |
Partizipativ forschen im ländlichen Ostdeutschland – Ein interaktives Rollenspiel 1: Technische Universität Berlin, Deutschland; 2: RIFS Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit | am GFZ In Zeiten multipler Krisen partizipativ zu Nachhaltigkeitsthemen in ländlichen Räumen zu forschen, birgt Potentiale und Herausforderungen. Im Workshop wollen wir Erfahrungen aus der partizipativen Forschungspraxis, Gelingensfaktoren, Schwierigkeiten und den möglichen Umgang damit anhand einer fiktiven Forschungssituation zu nachhaltiger Regionalentwicklung im ländlichen Ostdeutschland reflektieren. Geplant ist ein Dreiklang aus Erfahrungsaustausch, kurzem Rollenspiel und gemeinsamem Fazit. Zunächst sammeln wir Fallbeispiele aus verschiedenen partizipativen Forschungsprojekten. Anschließend nehmen die Teilnehmenden verschiedene fiktive Rollen ein. Im letzten Drittel reflektieren wir das Erlebte und ziehen Schlüsse für Gelingensbedingungen partizipativ-transformativer Forschung. Im Rollenspiel forschen eine*e Post-Doc und ein*e Doktorand*in einer Berliner Uni zu nachhaltiger Regionalentwicklung im ländlichen Ostdeutschland und haben zu einer Fokusgruppe eingeladen. Wir befinden uns im Gemeindesaal eines kleinen Ortes in einem ostdeutschen Flächenbundesland. Der Ort hat 7.000 Einwohner*innen, etwas Handwerk, keine Industrie, zwei Discount-Märkte, einen Bäcker; einen Fleischer, eine Kita, eine Schule, einen Imbiss, einen Gasthof. Bis zur nächsten Mittelstadt sind es ca. 20 Minuten Fahrzeit mit dem Auto. Die Umgebung ist geprägt von Flächen der Agrargenossenschaft. Ein Solarpark ist in Planung. Die kommunale Kasse ist klamm und der demographische Wandel greift um sich. Wie stellen sich die Bewohner*innen den Ort in 20 Jahren vor und wie könnte der Weg dahin aussehen? An der fiktiven Fokusgruppe beteiligen sich der Bürgermeister, die Schulleiterin, ein Landwirt, eine Rentnerin, ein*e Azubi, eine Gastwirtin, ein Handwerker, eine Mitarbeiterin aus dem Pflegeheim und der Hausarzt – alle mit ihren Erfahrungshintergründen, Sorgen und Wünschen. Wie ist es, als in der Hauptstadt lebende*r Forschende*r im ländlichen Ostdeutschland eine Fokusgruppe zu nachhaltiger Regionalentwicklung zu moderieren? Wie fühlt es sich an, von Akademiker*innen aus der Großstadt „beforscht“ zu werden und in angespannter Welt- und Finanzlage über nachhaltige Regionalentwicklung nachzudenken sowie Vorstellungen zu verhandeln? Was kann partizipative Forschung mit Praxispartnern in abgesteckten Projektzeiträumen (nicht) leisten? Wir reflektieren unsere Erfahrungen und ziehen Schlüsse für Gelingensfaktoren. | |