PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge: Kreative und digitale Formate als neue Wege der Wissensproduktion und gesellschaftlicher Transformation Ort: Asgabat A (EG) Wie eröffnen experimentelle, künstlerisch-kreative oder digitale Formate und Tools neue Kommunikationsformen und Wege der Wissensproduktion und welche Beiträge leisten sie für die gesellschaftliche Transformation? | |
| Präsentation 4 | |
Museumsräume ko-kreativ erschließen: Raumwahrnehmung und inklusive Wissensproduktion bei der Entwicklung der CompanionApp 1: Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Deutschland; 2: Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Ein transdisziplinäres Team aus Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen (IB), Wissenschaftler:innen der Fachbereiche Soziale Arbeit und Informatik sowie Museumsexpert:innen entwickelte in den Ausstellungsräumen des Deutschen Schifffahrtsmuseums eine Navigationsapp (CompanionApp). Als assistive Technologie, die bei der räumlichen Orientierung unterstützt, fördert sie kulturelle Teilhabe. Zugleich verbindet die CompanionApp Raumwahrnehmung mit leicht verständlichen Informationen zu den im Museum inszenierten Inhalten und eröffnet so neue inklusive Wissenszugänge. Menschen mit IB sind häufig von Orientierungsstörungen betroffen und profitieren daher besonders von derartigen Unterstützungsangeboten. Eine zentrale methodische Komponente im Entwicklungsprozess war die Interaktion mit den physischen Museumsräumen. Das Museum fungierte als Inspirations- und Erfahrungsraum, etwa in theaterpädagogischen Improvisationen oder in der explorativen Auseinandersetzung mit den Exponaten. Die Erschließung des Museumsraums durch die Menschen mit IB förderte Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit. Der langfristige Entwicklungsprozess ermöglichte wechselseitiges Lernen und Verstehen. Dabei wurden neben Inhalten auch Methoden gemeinsam erprobt und weiterentwickelt. Storytelling erlaubte eine besonders gleichberechtigte Form der Wissensproduktion, bei der Narrative im Zusammenspiel von Fachwissen und der Alltagserfahrung von Menschen mit IB entstanden. Die so entwickelten Texte wurden als Tour durch den Museumshafen in die CompanionApp integriert. Auf diese Weise entstand ein inklusives Vermittlungsangebot, das es ermöglicht, sich entlang einer Exponat-zu-Exponat-Navigation durch den Raum zu bewegen und Inhalte zu den Ausstellungsstücken wahlweise zu lesen oder auditiv abzurufen. Der Vortrag stellt den Co-Creation-Prozess im Museumsraum, die methodischen Ansätze sowie die CompanionApp als Beispiel partizipativer Technikentwicklung vor. | |