PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
Experimente 2 Ort: Riga A (OG) | |
| Präsentation 1 | |
Reallabore für urbane Landwirtschaft?! Innovationsareal Öjendorf 1: Hafen City Universität Hamburg, Deutschland; 2: Universität Kassel, Deutschland; 3: Julius Kühn Institut; 4: Arinet GmbH Urbane Ernährungssysteme prägen die nachhaltige Entwicklung von Städten (Moargues-Faus et al. 2026). Teil dessen ist die Urbane Landwirtschaft mit ihren Potentialen u.a. im Bereich Gesundheit, Klimaschutz und Klimaanpassung, Lebensqualität und Erholung (Gulyas and Edmonson 2021, Feldmann et al. 2023). Um diese Potentiale zu entwickeln, müssen naturbasierte Lösungen zu Lösungsmodulen und -paketen verbunden und integriert werden (McCornick et al. 2024). Dazu gehören institutionelle und öffentliche Unterstützung, eine ausreichende Wissensbasis, Ressourcenausstattung, Kommunikation und die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren (Gulyas and Edmonson 2021). Dazu werden bottom-up und grass root Initiativen und Start-ups untersucht, oft mit partizipativen oder experimentellen Ansätzen (s. Feldmann et al., 2023; Specht et al.; 2021; Mumenthaler, C., 2019; Artmann, M. et al., 2018; Olbertz, M. et al., 2025, Säumel et al. 2026). Jedoch sind urbanes Experimentieren und die Urbane Landwirtschaft trotz ihrer Potentiale mit Herausforderungen konfrontiert (Defila and DiGiulio 2018, Raven et al. 2026, Karpe et al. 2025). Dannemann et al. (2024) argumentieren, dass es nicht plausibel sei zu erwarten, dass Realexperimente ohne signifikante Veränderungen in der Bedeutung und Funktionalität heutiger Experimente und gesellschaftlicher Bedingungen zu einer Nachhaltigkeitstransformation beitragen können. Wir stellen das Innovationsareal Öjendorf in Hamburg vor, wo auf zwei Ebenen an der Schnittstelle zwischen Agrarwissenschaft und Landschaftsplanung ko-kreativ geforscht wird. Ausgehend von landwirtschaftlichen Restflächen im peri-urbanen Raum wird neuer Freiraum-Typ entwickelt, um landwirtschaftliche Flächen zu sichern und deren Ökosystemleistungen zu entwickeln. Wir stellen unseren ko-kreativen Raum und verwendete Methoden vor und diskutieren Schlussfolgerungen für dessen Weiterentwicklung im Licht von Raven et al. (2026) und Dannemann et al. (2024). Anhand eines Modells des Innovationsareals planen wir mit den Teilnehmenden ein ‚ideales‘ Reallabor für die Urbane Landwirtschaft. | |