PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge A2: Gestaltung experimenteller Räume – Methoden, Herausforderungen und epistemische Innovationen Ort: Asgabat B (EG) Wie werden experimentelle Räume in der Praxis gestaltet und welche methodischen und epistemischen Herausforderungen ergeben sich dabei? | |
| Präsentation 4 | |
Urban Health: Reallabore als Lernräume Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Kommunen stehen vor der komplexen Aufgabe, die Folgen des Klimawandels zu adressieren und dabei auch Aspekte der sozialen Gerechtigkeit und öffentlichen Gesundheit einzubeziehen. Der Ansatz der Planetary Health fordert hierfür integrierte Lösungen. Doch wie lassen sich diese unter realen Bedingungen mit hoher Akzeptanz und Wirksamkeit umsetzen? Das Präventionsprojekt „URBAN SusHealth – Klimaresiliente Gesundheitsförderung und Prävention im urbanen Raum" (ein Präventionsprojekt von BARMER und Wuppertal Institut) adressiert diese Herausforderung durch einen partizipativen Dreiklang: die systematische Verknüpfung von Gesundheitsförderung und Prävention, Klima- und Umweltschutz sowie gesundheitlicher Chancengleichheit. Der Beitrag beleuchtet kritisch die methodische Umsetzung dieses transdisziplinären Ansatzes in drei Kommunen. Im Zentrum stehen Reallabore als Forschungs- und Interaktionsräume, die klassische Trennungen zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft aufbrechen. Der Beitrag beleuchtet, wie Expert*innenwissen mit dem Alltagswissen vulnerabler Gruppen und den Umsetzungslogiken der Verwaltung transdisziplinär und produktiv verschnitten werden kann. Es wird diskutiert, wie Reallabore methodisch so moderiert werden können, dass die Vielfalt der Perspektiven und die inhärenten Widersprüche nicht als Hindernis, sondern als ressourcenorientierter Treiber für kreative Wissensproduktion dienen. Eine zentrale methodische Herausforderung ist hierbei das Spannungsfeld zwischen der ergebnisoffenen, prozessorientierten Dynamik der Reallaborforschung und der Forderung nach evidenzbasierten Kennzahlen. Hierzu wird aufgezeigt, wie eine Theory-of-Change-basierte Wirklogik als Brücke fungiert, um Reallabore als „Lernräume“ zu etablieren, die methodische Lücke zwischen Prozess und Outcome zu schließen und Synergien (Co-Benefits) systematisch abschätzbar zu machen. Abschließend werden die Erfolgsfaktoren und Barrieren der transdisziplinären Zusammenarbeit und Anforderungen an eine transformative Evaluation herausgearbeitet. Das Projekt liefert damit Impulse für die Weiterentwicklung partizipativer Forschung in Zeiten multipler Krisen. | |