Konferenz zur Vernetzung und Stärkung von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
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Wie beeinflussen die institutionellen, konzeptionellen und räumlichen Strukturen die Selbstwirksamkeit und Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten?
Präsentation 2
Empowerment in Leitlinien zur Patient*innenbeteiligung: Strukturierung partizipativer Forschungsräume
Imke Schilling, Ansgar Gerhardus
Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung für Versorgungsforschung, Deutschland
Einleitung: Empowerment gilt als ein zentrales Prinzip der Patient*innenbeteiligung (PPI) in der Forschung. Gleichzeitig bleibt unklar, wie Empowerment konkret verstanden und umgesetzt werden soll. Leitlinien spielen eine zentrale Rolle: als Forschungsräume verstanden, strukturieren sie Forschungsprozesse, prägen Erwartungen und definieren, welche Beteiligungsformen gewünscht sind. Dieser Beitrag untersucht, wie Empowerment in PPI-Leitlinien konzeptualisiert und adressiert wird.
Methoden: Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewählter nationaler und internationaler PPI-Leitlinien werden explizite und implizite Bezugnahmen auf Empowerment analysiert.
Ergebnisse: Die laufende Analyse zeigt, dass Empowerment in PPI-Leitlinien unterschiedlich berücksichtigt wird. Nicht alle Leitlinien erwähnen Empowerment explizit. Häufiger finden sich Aspekte wie Beteiligungszugänge für marginalisierte Gruppen, Aufbau von Fähigkeiten der Patient*innen und Machtunterschiede zwischen Patient*innen und Forschenden. Diese Dimensionen werden jedoch unterschiedlich gewichtet und nicht konsequent miteinander verbunden oder methodisch hinterlegt.
Schlussfolgerung: Empowerment wird in PPI-Leitlinien uneinheitlich aufgegriffen und bleibt häufig vage. Dies verweist auf Spannungen zwischen normativen Ansprüchen und institutionellen Rahmenbedingungen, die Handlungsspielräume strukturieren und begrenzen.