PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Exkursionen Ort: Exkursionen am anderen Ort Individuelle Anfahrt der Teilnehmenden zu den Exkursionen am anderen Ort. | |
| Präsentation 8 | |
Die „Ministergärten“ in Berlin als temporäres Reallabor: Gemeinsame Wissensproduktion im politischen Raum 1: Landesregierung Schleswig-Holstein; 2: Freie Universität Berlin Die Ministergärten sind ein historisch mehrfach überformtes Gelände im Herzen Berlins. Heute sind sie ein wichtiger Raum der politischen Koordination, Vermittlung und Aushandlung: Unweit von Bundestag und Bundesrat befinden sich hier – räumlich verdichtet – gleich sieben Vertretungen der Bundesländer. Trotz ihrer zentralen Lage und auffälligen Architektur bleiben die Repräsentationsbauten in den Ministergärten jedoch öffentlich weitgehend unsichtbar. Im Rahmen der Exkursion „besetzen“ wir diesen politischen Ort und widmen ihn in ein temporäres Reallabor für die partizipative Wissensproduktion um. Im Zentrum steht eine explorative Kartierung politischer Prozesse. Ausgehend von der Leitfrage „Wer macht hier eigentlich Politik – und wie?“ arbeiten die Teilnehmenden mit kartografischen Skizzen, Symbolen und relationalen Zuordnungen, um politische Akteure und Prozesse sichtbar zu machen und diese zu strukturieren. Ziel ist es, Karten zu entwickeln, die Lagepläne der Gebäude mit netzwerkartigen Darstellungen von Akteuren und vermuteten Interaktionen verbinden. So identifizieren die Teilnehmenden zentrale Akteure (z. B. Regierungsmitglieder, Beamt*innen, Parteien, Bundesrat), rekonstruieren ihre Beziehungen untereinander (Kooperation, Konflikt, Einflussnahme) und verorten sie im politischen Raum. Die Kartierungen erfolgen bewusst offen: Es gibt keine „richtige“ Darstellung, sondern perspektivgebundene, möglicherweise individuelle Rekonstruktionen durch die Teilnehmenden. Dabei wird ein Austausch in Form kurzer Interviews mit Expert*innen aus Politik und Praxis ermöglicht, die als Verfahrensbeteiligte Einblicke in ihren Arbeitsort geben können. In der Auswertung werden die Karten als heuristisches Instrument genutzt, um Antworten auf die Leitfrage zu finden. Die Exkursion schärft so nicht nur den Blick für die Ministergärten als Schauplatz von Politik, sondern eröffnet neue Perspektiven darauf, wie politische Prozesse als Gegenstand kollektiver Wissensproduktion sichtbar gemacht werden können. Konzipiert wird die Exkursion von einem transdisziplinären Tandem. Dadurch werden konzeptionelle und methodische Zugänge der Wissenschaft mit den institutionellen Einblicken und der Praxisperspektive aus einer Landesregierung miteinander verknüpft. Diese Zusammenarbeit ist selbst ein Experiment und wird als Teil des Formats reflexiv in die Exkursion einbezogen werden.
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