PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge: Gestaltung experimenteller Räume – Methoden, Herausforderungen und epistemische Innovationen Ort: Asgabat B (EG) Wie werden experimentelle Räume in der Praxis gestaltet und welche methodischen und epistemischen Herausforderungen ergeben sich dabei? | |
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Zeit, Vertrauen, Care: Eine Ethnographie unsichtbarer Ressourcen im Real-Labor Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland Partizipative und transdisziplinäre Forschung wird meist im Hinblick auf ihre Innovationspotenziale, ihre gesellschaftliche Relevanz sowie ihre institutionellen und materiellen Ressourcen diskutiert. Deutlich seltener geraten jedoch die Ressourcen in den Blick, die für das Gelingen entsprechender Projekte zentral sind, ohne systematisch erfasst, benannt oder anerkannt zu werden. Der Beitrag untersucht am Beispiel des Projekts OpenCultures. Design Principles for Transformative Spaces (TU Braunschweig, JKI, UOL), welche „unsichtbaren Ressourcen“ die Wissensproduktion in einem Real-Labor nachhaltiger Stadtentwicklung tatsächlich tragen. Auf Grundlage ethnographischer Forschung werden die alltäglichen Praktiken, Interaktionen und Aushandlungsprozesse innerhalb des Projekts rekonstruiert. Dabei wird gezeigt, dass insbesondere zeitliche Flexibilität, affektive und relationale Arbeit, kontinuierliche Übersetzungsleistungen sowie informelle Praktiken der Koordination und Konfliktbearbeitung konstitutiv für partizipative Forschungsprozesse sind. Diese Formen von Arbeit und Ressourcen entziehen sich bisher weitgehend etablierten Logiken wissenschaftlicher Evaluation und Förderstrukturen. Der Vortrag argumentiert, dass eine stärkere Sichtbarmachung und Anerkennung dieser Ressourcen notwendig sind, um die Nachhaltigkeit und Qualität transdisziplinärer Forschung zu sichern. Der Beitrag schließt mit einer Reflexion darüber, wie sich diese Spannungen im Projekt OpenCultures konkret zeigen und bearbeiten lassen – und welche Fragen sich daraus für die Gestaltung und Unterstützung vergleichbarer transdisziplinärer Forschungssettings ergeben. | |