PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Vorträge: Ressourcen und Überwindung – Wie individuelle Stärken institutionelle Defizite kompensieren Ort: Riga (OG) Wie können individuelle Ressourcen – wie Empathie, Kreativität oder Lebenserfahrung – institutionelle Defizite kompensieren, deren Fehlen ausgleichen oder normative Grenzen überwinden? | |
| Präsentation 2 | |
WissenschaftlerInnen in der transformativen Forschung: Zwischen Transformationsdruck und Personaler Nachhaltigkeit Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland Die Beschleunigungsdiagnose des Soziologen Rosa (2013) beleuchtet die Auswirkungen der Steigerungslogiken in modernen Gesellschaften: Sie führten zu einer fortschreitenden Entfremdung, da Menschen den Kontakt zu sich selbst, anderen und zur Welt verlieren. Als Antwort stellte Rosa (2016) die Resonanztheorie auf. Auch die transformative Wissenschaft kann sich der Beschleunigung nicht entziehen; vielmehr wird eine Große Transformation (WBGU 2011) hin zu Nachhaltigkeit immer dringlicher und damit auch der Anspruch an eigene transformative Beiträge. Gleichzeitig wirken auch hier die Be- und Entlohnungsmechanismen der optimierten, verwertungsorientierten Wissenschaft. Vor diesem Hintergrund hat das interdisziplinäre Forschungsteam des Karlsruher Transformationszentrum (KAT) für das Jahr 2024 eine Entschleunigungsprogrammatik ins Leben gerufen, um sich diesem Spannungsfeld anzunähern und das eigene beschleunigte Tun im Selbstexperimenten zu erspüren, erforschen und hinterfragen. Die analog eines Aktionsforschungszyklus strukturierte Programmatik beinhaltete die Umsetzung einzelner Interventionen im KAT-Team. Zudem wurden im Rahmen einer Begleitforschung Erfahrungen dokumentiert, Daten erhoben, analysiert und reflektiert. Die analytischen Ebenen der Reflexion waren: Individuum, Teamdynamiken und das KAT als Teil des Wissenschaftssystems. Eine Hypothese war, dass Entschleunigung geeignet sein könnte, um Raum für Reflexion zu ermöglichen und Resonanzachsen zu etablieren, die das Erfahren von Resonanz wahrscheinlicher machen. Eine weitere Hypothese war, dass Resonanz gleichsam als Bedingung und Bestandteil für Nachhaltige Entwicklung angesehen werden könnte und damit für die transformative Arbeit essenziell ist. In unserem Vortrag präsentieren wir die gemachten Erfahrungen und leiten übergreifende Lessons Learned ab. Zudem reflektieren wir diese im Kontext unserer eigenen Involviertheit in der transformativen Forschung und beleuchten sie unter dem Konzept der Personalen Nachhaltigkeit (Parodi & Tamm 2018). | |