PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
| Datum: Donnerstag, 19.11.2026 | |
| 9:30 - 11:00 | Exkursionen Ort: Exkursionen am anderen Ort Individuelle Anfahrt der Teilnehmenden zu den Exkursionen am anderen Ort. |
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Die Stadt als Labor: Heilung und Gesundheit durch Do-it-yourself-Kulturen 1: TU Berlin, Deutschland; 2: anstiftung, Deutschland Die Exkursion führt in den Heilkräutergarten Hevrîn Xelef in Berlin-Neukölln, einen Ort, der die Potenziale urbaner Do-it-yourself-Kulturen vor dem Hintergrund gesundheitlicher Herausforderungen praxisnah vor Augen führt: Auf einem Teilgelände des Neuköllner Jakobi-Friedhofs verschränken sich Umweltbildung, partizipative Stadtgestaltung und transdisziplinäres Lernen. Inspiriert von den Erfahrungen im Modul „Die Stadt als Labor“ der TU Berlin wird die Exkursion auffächern, wie „Dritte Landschaften“ (Gilles Clément) – vernachlässigte und wirtschaftlich ungenutzte urbane Flächen – zu Räumen des Wissenstransfers, der Heilung, und kollektiver Transformationsarbeit werden. Der Garten, benannt nach der kurdischen Aktivistin Hevrîn Xelef, verbindet traditionelles Heilwissen mit urbaner Permakultur, interkulturellem Dialog und politischer Bildung. Er ist damit ein Erprobungsraum sozialökologischer Transformation, der akademisches, praktisches, situatives und erfahrungsbasiertes Wissen integriert. Die Exkursion beinhaltet einen kurzen Rundgang über das winterliche Gartengelände sowie – in wettergeschütztem Raum – einen Kurzvortrag zu Genese und Programm des Heilkräutergartens und einen multiperspektivischen Austausch zu den didaktischen Erfahrungen an der Schnittstelle von Do-it-yourself-Praxis und Gesundheitsschutz: Der Garten als Ort der Naturheilkunde, der Traumaverarbeitung, der Erfahrung von Selbstwirksamkeit und der Bewältigung von Sozial- und Umweltkonflikten. In der Exkursion verbinden sich theoretische Reflexion (Dritte Landschaft, Stadt als Labor), Gartenrundgang, Vortrag und Diskussion. Sie richtet sich an Wissenschaftler*innen, Praxisexpert*innen und engagierte Bürger*innen, die an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Bildung, Gesundheitsarbeit, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit tätig sind. Weitere Angaben zur Veranstaltung · Treffpunkt: Neuer St. Jakobi-Friedhof, Eingangsbereich, Hermannstr. 103, Neukölln. · Anfahrtszeit zum Konferenzort im Anschluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln: ca. 40 Minuten Der Rundgang findet ungeachtet der Wettersituation statt. Wetterfeste Kleidung erforderlich. Öffentliche Innovationslabore als Experimentierräume für die Stadt der Zukunft 1: CityLAB Berlin / Technologiestiftung Berlin, Deutschland; 2: Berlin University Alliance Öffentliche Labore wie das CityLAB Berlin, ein Projekt der Technologiestiftung Berlin, gefördert durch die Senatskanzlei, stehen vor einer zentralen Frage: Wie können sie als demokratische Infrastruktur wirken, besonders in Zeiten rasanten technologischen Wandels? Seit 2019 entwickeln wir im Tempelhofer Flughafen gemeinwohlorientierte Lösungen, die Technologie, Partizipation und Nachhaltigkeit verbinden. Wir zeigen, wie Experimentierräume nicht nur Innovationen vorantreiben, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. In unserer interaktiven Ausstellung erlebst du, wie Projekte wie BärGPT (KI in der Verwaltung), Parla (KI-Übersicht über parlamentarische Anfragen) oder Gieß den Kiez (Open Source-Tool für Baumpflege) entstehen, immer mit einem Fokus auf Nutzer:innenzentrierung, Wirkungsmessung und offene Zusammenarbeit. Das Kiezlabor ergänzt dies als mobiles Labor, das aufsuchende Beteiligung in die Quartiere trägt. Doch wie gelingt es, solche Räume dauerhaft in der Stadt zu verankern? Wie gestalten wir Policy-Rahmen, die Experimentierfreude fördern, ohne Verantwortung aus den Augen zu verlieren? Und wie schaffen wir ein gemeinsames Verständnis für öffentlich nutzbare Infrastruktur, von der Technologieentwicklung bis zur partizipativen Stadtplanung? Im Austausch mit unseren Expert:innen laden wir dich ein, diese Fragen zu diskutieren: Wie können Labore als Katalysatoren für kollaborative Innovation wirken? Und wie übersetzen wir Lessons Learned in konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis? Komm vorbei! Wir freuen uns auf den Austausch über die Stadt von morgen. Treffpunkt: CityLAB Berlin, Platz der Luftbrücke 4, 12101 Berlin (U6-Platz der Luftbrücke) Anfahrt zum Konferenzort: ca. 22 Minuten Prototyping Infrastructure for a BUA Open Living Lab TU Berlin, Deutschland We will meet in the front of the central library of the TU Berlin at 9:30. Participants will be given a tour and a demonstration of the Mobile Lab and its rapid prototyping machines (3D printer, laser cutter, CNC milling machine). We will then move to the Making Lab inside the library at around 10. We will give a 15 minutes presentation of the BUA open living lab project, and its relation to open source hardware concepts. We will present how past projects output (Open.Make and LAUDS Factories) build the infrastructure to create a BUA open living lab. In a short workshop format, we will then discuss how a prototyping infrastructure can foster participative research, deliberating on how universities can leverage the concept of an open living labs to reach a larger societal impact. At 11h15, we will take the subway to be at noon at the conference venue. Treffpunkt: 09:30 Uhr, Zentralbibliothek der TU und UdK Berlin, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin (U/S-Bahn Zoologischer Garten) Anfahrtszeit zum Konferenzort: > 45 Minuten Gemeinschaftsgärten in Berlin – Einblicke in GardenCoLab Museum für Naturkunde Berlin, Deutschland Diese Exkursion führt in verschiedene Berliner Gemeinschaftsgärten und eröffnet Einblicke in die Forschungsinitiative „GardenCoLab“, die seit 2020 das Museum für Naturkunde Berlin, die Technische Universität München und ein Netzwerk aus 33 Gemeinschaftsgärten verbindet und diese zu gemeinsamen Lern- und Forschungsorten macht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich urbane Biodiversität – insbesondere die Vielfalt von Bestäubern – im Zusammenspiel von Forschung und gärtnerischer Praxis beobachten und fördern lässt. Gemeinschaftsgärten fungieren als wichtige Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, zugleich aber auch als Orte, an denen praktische Herausforderungen sichtbar werden: Wie lassen sich biodiversitätsfördernde Maßnahmen umsetzen? Welche Unterstützung wird benötigt? Im Projekt werden gemeinsam mit Gärtner:innen Maßnahmen entwickelt, erprobt und in ihrer Wirkung untersucht. Die Exkursion bietet die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines partizipativen Forschungsprojekts zu blicken und zu erleben, wie Wissen zwischen Wissenschaft und Praxis entsteht. Wir werden dafür zu Fuß etwa 5 km zwischen den verschiedenen Gemeinschaftsgärten zurücklegen und diese spannenden Orte gemeinsam erkunden. Da es im November schon recht kühl und nass sein kann und wir den gesamten Vormittag draußen sein werden, bitte unbedingt auf wetterfeste Kleidung, geeignetes Schuhwerk und warme Getränke achten.
A Participation Space Odyssey – Begleitet uns auf eine Reise durch unsere neuen Räume für partizipative Forschung am Center for Responsible Research and Innovation Fraunhofer IAO | Center for Responsible Research and Innovation, Deutschland Das Transformation Lab des Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation ist ein Raum in denen wir gemeinsam mit unseren Projektpartner:innen partizipative Forschungs und Entwicklungsprozesse durchführen. Durch partizipativeDesignmethoden und Co-Kreation werden unterschiedliche Erfahrungen und Wissensformen aktiviert und zusammengeführt. Wir arbeiten dabei mit Prototyping und Scenario building, um Zielstellungen zu definieren und konkrete Zukünfte aus unterschiedlichen Perspektiven greifbar zu machen. Im Rahmen der Exkursion möchten wir unsere Laborräume vorstellen und Einblicke in abgeschlossene sowie laufende Partizipationsprojekte geben, die wir im Transformation Lab bearbeiten. Bei der Vorstellung der Projekte wollen wir insbesondere auf die drei Schwerpunkte unseres Labs eingehen:
Im Anschluss an den Rundgang und die Demonstrationen möchten wir in einer moderierten Diskussion mit den Teilnehmenden in den Erfahrungsaustausch treten. In einem Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, welche räumlichen, technischen, methodischen und sozialen Infrastrukturen ein Partizipationslabor benötigt, um Beteiligung qualitativ zu stärken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, wie die Wirkung solcher Infrastrukturen auf Partizipationsprozesse systematisch beobachtet, beschrieben und evaluiert werden kann: Welche Kriterien eignen sich, um Zugänglichkeit, Teilhabequalität, Aushandlungsprozesse, Übersetzungsleistungen, Lernerfahrungen oder konkrete Umsetzungseffekte zu erfassen? Und wie lässt sich evaluieren, ob ein Laborraum tatsächlich zu inklusiveren, reflektierteren und handlungsfähigeren Beteiligungsprozessen beiträgt? Den theoretischen Rahmen bilden dabei Action Design Research (ADR) als gestaltungsorientierter Forschungsansatz zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Partizipationsinfrastrukturen, Jörg Niewöhners Konzept der kollaborativen Forschung sowie Ansätze des partizipativen Designs und neomaterialistische Perspektiven auf die agentielle Wirkmacht materieller Arrangements.
Poesie des Provisorischen - Klimawirksamer Transformationsort am Renaissance-Theater 1: TU BERLIN, Deutschland; 2: Bezirksamt Charlottenburg Wilmersdorf; 3: Renaissance Theater; 4: NOIBAU Die Exkursion führt zu einem Reallabor im Campus Charlottenburg, in dem Klimaanpassung, kulturelle Praxis und Bürgerbeteiligung miteinander verknüpft wurden. Ausgangspunkt des Projekts war die notwendige Aufstellung von Technik- und Lagercontainern im Vorgarten des Renaissance-Theaters Berlin, dem einzigen vollständig erhaltenen Art-déco-Theater Europas. Statt diese lediglich als funktionale Infrastruktur zu betrachten, wurde der Standort als Experimentierfeld für klimaresiliente Stadtentwicklung genutzt. Im Rahmen des Projekts entstand ein Freiraumkonzept, das die klimatischen Auswirkungen der Container kompensiert und den öffentlichen Raum aufwertet. Umgesetzt wurden unter anderem Vertikal- und Flächenbegrünungen, Regenwassersammelsysteme, Maßnahmen zur Baumbewässerung, temporäre Verschattungselemente sowie weitere naturbasierte Lösungen. Die technischen Provisorien wurden darüber hinaus durch künstlerisch gestaltete „Container-Kostüme" in identitätsstiftende und atmosphärisch wirksame Stadtraumelemente verwandelt. Eine zentrale Rolle spielte die Zusammenarbeit zwischen dem Renaissance-Theater, der TU Berlin, dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Akteurinnen und Akteuren aus der Nachbarschaft. Im Rahmen des universitären Entwurfsseminars „Poesie des Provisorischen" entwickelten Studierende aus Architektur, Bühnenbild und Szenografie innovative Konzepte, von denen ausgewählte Ideen vor Ort umgesetzt wurden. Workshops und Beteiligungsformate förderten den Dialog zwischen Wissenschaft, Kulturinstitutionen und Stadtgesellschaft. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie organisatorische Anforderungen einer Kulturinstitution mit Nachhaltigkeitszielen verbunden werden können: Durch die Verlagerung von Lager- und Technikcontainern direkt an den Theaterstandort konnten Transportwege, CO,-Emissionen sowie Logistik- und Lagerkosten deutlich reduziert werden. Die Exkursion bietet Einblicke in die praktische Umsetzung einer „Klimanachbarschaft", die durch NOIBAU, einem Kollektiv aus Architek*innen und Tischler*innen begleitet wurde, und diskutiert die Potenziale transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Kultur und Zivilgesellschaft. Das Projekt versteht sich als übertragbares Modell für die klimaresiliente Transformation urbaner Freiräume und Kulturstandorte. Darüber hinaus kann das Werk des Theaterarchitekten Oskar Kaufmann mit dem einzigartigen Intarsienwandbild im Balkonbereich, das Oskar Kaufmann von César Klein entwerfen ließ und das dem Theater den liebevollen Beinamen „Schmuckkästchen in der Hardenbergstraße" eintrug, bewundert werden. Treffpunkt: 09:30 Uhr, Renaissance Theater, Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin Anfahrtszeit zum Konferenzort: ca. 40 Minuten Der Simulierte Mensch: Ein gemeinsamer Forschungsbau 1: Der Simulierte Mensch // Technische Universität Berlin, Deutschland; 2: Der Simulierte Mensch // Charite – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland; 3: Berlin University Alliance Das Forschungszentrum „Der Simulierte Mensch“ (Si-M) etabliert sich als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Ingenieurwissenschaften und Medizin mit dem Ziel, menschliche Physiologie und Pathophysiologie in humanen Modellsystemen in vitro und in silico zu simulieren und damit Diagnostik sowie Therapien ohne Tierversuche weiterzuentwickeln. Das Si-M verfolgt die Vision, ein vertieftes Verständnis von Gesundheit und Krankheit zu generieren, indem innovative Analyseverfahren für humane Zellen und Gewebe entwickelt und klinisch integriert werden, getragen von den Leitprinzipien Exzellenz, Innovation, Transparenz und einer Kultur des Lernens aus Fehlschlägen. Das Zentrum fördert eine hochkollaborative Umgebung, die ingenieurwissenschaftliche, datenwissenschaftliche und medizinische Expertise integriert, um bestehende humane Modelle und Analysemethoden stetig zu verbessern und tierexperimentelle Ansätze zu vermeiden oder zu reduzieren. Die gemeinsame Nutzung von Labor- und Büroflächen durch Charité und TU Berlin ohne institutionelle Trennung ermöglicht reales, teamübergreifendes Arbeiten und überwindet Grenzen zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen. Treffpunkt: 09:30 Uhr, Der Simulierte Mensch, Seestr. 13, 13353 Berlin-Wedding Anfahrtszeit zum Konferenzort: ca. 45 Minuten Die „Ministergärten“ in Berlin als temporäres Reallabor: Gemeinsame Wissensproduktion im politischen Raum 1: Landesregierung Schleswig-Holstein; 2: Freie Universität Berlin Die Ministergärten sind ein historisch mehrfach überformtes Gelände im Herzen Berlins. Heute sind sie ein wichtiger Raum der politischen Koordination, Vermittlung und Aushandlung: Unweit von Bundestag und Bundesrat befinden sich hier – räumlich verdichtet – gleich sieben Vertretungen der Bundesländer. Trotz ihrer zentralen Lage und auffälligen Architektur bleiben die Repräsentationsbauten in den Ministergärten jedoch öffentlich weitgehend unsichtbar. Im Rahmen der Exkursion „besetzen“ wir diesen politischen Ort und widmen ihn in ein temporäres Reallabor für die partizipative Wissensproduktion um. Im Zentrum steht eine explorative Kartierung politischer Prozesse. Ausgehend von der Leitfrage „Wer macht hier eigentlich Politik – und wie?“ arbeiten die Teilnehmenden mit kartografischen Skizzen, Symbolen und relationalen Zuordnungen, um politische Akteure und Prozesse sichtbar zu machen und diese zu strukturieren. Ziel ist es, Karten zu entwickeln, die Lagepläne der Gebäude mit netzwerkartigen Darstellungen von Akteuren und vermuteten Interaktionen verbinden. So identifizieren die Teilnehmenden zentrale Akteure (z. B. Regierungsmitglieder, Beamt*innen, Parteien, Bundesrat), rekonstruieren ihre Beziehungen untereinander (Kooperation, Konflikt, Einflussnahme) und verorten sie im politischen Raum. Die Kartierungen erfolgen bewusst offen: Es gibt keine „richtige“ Darstellung, sondern perspektivgebundene, möglicherweise individuelle Rekonstruktionen durch die Teilnehmenden. Dabei wird ein Austausch in Form kurzer Interviews mit Expert*innen aus Politik und Praxis ermöglicht, die als Verfahrensbeteiligte Einblicke in ihren Arbeitsort geben können. In der Auswertung werden die Karten als heuristisches Instrument genutzt, um Antworten auf die Leitfrage zu finden. Die Exkursion schärft so nicht nur den Blick für die Ministergärten als Schauplatz von Politik, sondern eröffnet neue Perspektiven darauf, wie politische Prozesse als Gegenstand kollektiver Wissensproduktion sichtbar gemacht werden können. Konzipiert wird die Exkursion von einem transdisziplinären Tandem. Dadurch werden konzeptionelle und methodische Zugänge der Wissenschaft mit den institutionellen Einblicken und der Praxisperspektive aus einer Landesregierung miteinander verknüpft. Diese Zusammenarbeit ist selbst ein Experiment und wird als Teil des Formats reflexiv in die Exkursion einbezogen werden.
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| 11:00 - 12:00 | Anfahrt Konferenzort |
| 12:00 - 13:30 | Konferenzanmeldung und Mittagspause Ort: Almaty (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Minsk (OG) |
| 12:00 - 17:30 | Amt für Lassen und Loslassen (ALL) Ort: Jerewan (EG) Eine Dauerinstallation, von Oliver Parodi, Eva Wendeberg, Annika Fricke, Pia Laborgne, Susanne Gerstberger, Wanda Wieczorek & Anna König vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) „Wir werden Verluste erlitten haben.“ (A. Reckwitz) So lauten die beiden Ausgangspunkte für das Amt für Lassen und Loslassen (ALL). Ob es um persönliche oder kollektive Einstellungen, Muster, Strukturen, Gewohnheiten, Weltbilder, Dinge, Privilegien, Rechte, Techniken oder Praktiken geht: Alles steht auf dem Prüfstand und vieles davon wird – wollen wir in Zukunft wirklich nachhaltig leben – vergehen… dürfen. Das Thema Lassen und Loslassen wird uns mit all seinen unangenehmen Begleiterscheinungen (Verlust, Trauer, Ängste) aber auch Hoffnungen (Freiheitsgewinn, Zufriedenheit, Zukunftsfähigkeit) künftig zunehmend begleiten. Der Umgang mit Lassen und Loslassen ist unserer modernen Kultur und Gesellschaft, die auf Fortschritt, Konsum, Wachstum und ein lineares ‚Mehr‘ ausgerichtet ist, weitgehend fremd, vielfach tabuisiert oder zumindest kaum geübt. Vor diesem Hintergrund tritt das Amt für Lassen und Loslassen an, dieses Zukunftsthema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, transdisziplinär zu erforschen und das Loslassen in einer künstlerisch partizipativen Intervention zur staatlichen Aufgabe zu erheben. Das ‚Amt‘ ist als Einrichtung des Buntesministeriums für Nachhaltige Entwicklung, Spiritualität und Resonanz erfrischend anders und übt das Loslassen von individuellen und kollektiven Themen mit den Besucher:innen in einem geleiteten Tiefen-Prozess liebevoll ein. Das Amt kombiniert Selbsterkenntnis, Persönlichkeitsentwicklung und partizipative Forschung. Es besteht aus einer Installation, die während der drei Konferenztage für Teilnehmende zugänglich und von ‚Beamt:innen‘ besetzt sein wird. Natürlich werden amtsgemäß auch Wartenummernautomat, Formulare, Aktenvernichter und ähnliche Elemente zum Einsatz kommen. |
| 12:00 - 20:00 | Ruheraum Ort: Chisinau C (OG) Während der Konferenzzeiten offen zugänglicher laptop- und telefonfreier Ruheraum für die Konferenzteilnehmenden |
| 13:30 - 14:30 | Exponate 1 Poster |
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Wenn der Garten zum Labor wird: Wie Citizen Science Wissenschaftsidentität im Alltag verändert Ernst-Abbe-Hochschule Jena University of Applied Sciences, Deutschland Eine partizipative Beteiligungsstation zur mentalen Gesundheit. KOMMIT-Kids sammelt Themen 1: Freie Universität Berlin; 2: Philipps-Universität Marburg; 3: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technischen Universität Dresden Partizipation mit Nebenwirkungen: Wenn hehre Ziele an ihre Grenzen stoßen Eurac Research, Italien Evaluierung einer Citizen Science-basierte Methode zur Messung der Aktivität des Bodenlebens TU Berlin, Deutschland SPEZZI – Episodische Kurzzeitpartizipation als neuer partizipativer Handlungsraum Technische Universität Dresden, Deutschland Orientierung für Citizen Science an Forschungs-Institutionen – eine Handreichung mit Ressourcen, Informationen und Praxistipps 1: AFoReg Interchange, Freital, Sachsen; 2: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin; 3: AG Multiplikator*innen Netzwerk bei mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen |
| 13:30 - 14:30 | Festivalformate |
| 13:30 - 14:30 | Performance 1 Ort: Asgabat (EG) |
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Harte Meinung oder Hassbotschaft – was nun? 1: Scicomm-Support gGmbH, Deutschland; 2: TU Chemnitz & GTPF AG Part. Wisskomm & Public Engagement; 3: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) & GTPF AG Part. Wisskomm & Public Engagement Partizipative Formate und transdisziplinäre Forschungsprozesse möchten wissenschaftliche Perspektiven mit Wissen und Erfahrungen aus der Praxis verbinden. Sie haben meist den Anspruch, möglichst vielfältige Akteur:innen einzubinden und zum Austausch über unterschiedliche Ansichten und Werte einzuladen. Angesichts zunehmend polarisiert geführter gesellschaftlicher und politischer Debatten treffen Wissenschaftler:innen und Kommunikator:innen immer häufiger auf eine konfliktbeladene Umgebung, in der die gesellschaftliche Wertebasis sehr heterogen ist. Vertreter:innen mit rechtskonservativer bis zu antidemokratischer Einstellung treten als Teilnehmende in Erscheinung. Ein pauschaler Ausschluss aus partizipativen Prozessen scheint jedoch kaum zielführend. Gleichzeitig stellt sich aber für die Gestalter:innen partizipativer Prozesse die Frage, wie ein sicherer und demokratischer Diskursraum bewahrt und ein produktiver Dialog gefördert werden kann: Wann endet eine kontroverse Äußerung und wann beginnt eine Anfeindung? Wie viel Raum kann und soll unterschiedlichen Stimmen gegeben werden? Kann ein Minimalkonsens für den Dialog miteinander gefunden werden? In der Wissenschaftskommunikation erfahren nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie Anfeindungen gegen Forschende mehr Aufmerksamkeit und werden in den Communities intensiv diskutiert. Gibt es Erfahrungen und Erkenntnisse, die sich auf die Gestaltung partizipativer Forschungsprozesse übertragen lassen? In einer interaktiven Performance mit verteilten Rollen erproben wir eine beispielhafte partizipative Situation: eine Bürger:innenversammlung, die im Rahmen eines Realexperiments mit einem verkehrsberuhigten Superblock stattfindet. Der Wegfall von Stellplätzen führt zu blanken Nerven und Wut bei Autofahrer:innen. Wie reagieren sie in der Versammlung? In der Performance wollen wir die Vielschichtigkeit unterschiedlicher, kontroverser aber demokratischer, Positionen erkunden – in einer Exploration ohne Anfeindungen zu legitimieren. Gemeinsam wollen wir reflektieren: Wie hat sich die Diskussion entwickelt? Welchen Einfluss hatte der Kontext? Wie fühlen sich die Teilnehmenden? Wie könnte man reagieren? Zum Abschluss der Diskussion stellen wir einige Handreichungen und Materialien zum Umgang mit Anfeindungen und konfliktbehafteten Situationen vor. |
| 13:30 - 14:30 | Training-Format 1 Ort: Bischkek A (EG) |
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Reallabore als Beziehungsräume - Partizipation gestalten Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Die Zusammenarbeit mit Adressat:innen ist ein zentraler Erfolgsfaktor für soziale Innovationen in der Pflege und Gesundheitsversorgung, zugleich aber mit praktischen Herausforderungen verbunden. In dieser kollegialen Beratung stellen wir praxisnahe Methoden und Lessons Learned aus einem Jahr Pilotierung der Maker- und Education LABs vor. Als Grundlage dienen aktuelle Interviewergebnisse aus der Veranstaltungsreihe SmInT (Smarte Hilfe vor Ort) zur Zusammenarbeit mit Senior:innenvereinen und -gruppen. Im Fokus stehen konkrete Ansätze zur erfolgreichen Einbindung, Begleitung und langfristigen Aktivierung zivilgesellschaftlicher Partner. Vorgestellt werden erprobte Strategien der zielgruppenspezifischen Ansprache, niedrigschwellige Zugänge sowie flexible Beteiligungsformate. Gemeinsam diskutieren wir: Wie gelingt nachhaltige Einbindung? Welche Formate werden heterogenen Bedarfen gerecht? Wir laden die Teilnehmenden ein, eigene Herausforderungen, etwa in der Akquise, im Ehrenamtsmanagement oder im Umgang mit heterogenen Erwartungen und Konflikten, mitzubringen. Ziel ist es, konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten und übertragbare Methoden kennenzulernen, die direkt in die eigene Praxis integriert werden können. Die Einreichenden verfügen über umfangreiche, mehrjährige Erfahrung in der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation partizipativer Formate im Kontext verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung. |
| 13:30 - 14:30 | Training-Format 2 Ort: Bischkek B (EG) |
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Reallabore für Einsteiger*innen Eine Schulung für Neue und Neugierige in der Reallaborforschung , Kurztitel: Reallaborschulung Klarsruher Institut für Technologie (KIT) Abt. Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel, Deutschland Das Format „Reallabor“ hat Konjunktur und wurde in vielfältigen Forschungs- und Praxiszusammenhängen erprobt. Die Arbeit in Reallaboren ist jedoch komplex, vielseitig und anspruchsvoll – für Forschende und Praxispartner*innen gleichermaßen. Ausgehend von über einem Jahrzehnt Reallabor-Erfahrung bieten Mitglieder des Karlsruher Transformationszentrums ein Schulungsformat für Einsteiger*innen an. Ziel der Kurzschulung ist es, über Einblicke in Theorie und Praxis ein Verständnis für Reallaborarbeit zu vermitteln, erste handlungsleitende Orientierungen zu bieten und den Umgang mit Reallaboren in kleinen Übungseinheiten zu erproben. Teilnehmende können eigene Fragen und Themen einbringen. Anwendungsorientierte Einheiten lockern das Format auf und thematisieren Besonderheiten, Erwartungen und mögliche Herausforderungen der Reallaborarbeit. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Personen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kommunen, Unternehmen und Verwaltung. Spezifisches Vorwissen oder Vorarbeiten sind nicht notwendig. Das Format ist ein Angebot des Netzwerks Reallabore der Nachhaltigkeit und der GTPF AG Reallabore, wurde bereits mehrfach umgesetzt und stieß auf breite Resonanz. Die Schulung ist wie folgt strukturiert: Einführung: Rahmen, Anlass und Ziele werden vorgestellt Theorieeinheit: Was ist ein Reallabor? Einblicke in das Reallabor „Quartier Zukunft“, Vertiefung der Themen „Partizipation im Reallabor“ und „Realexperiment“. Praxiseinheit: Reflexion zur Anschlussfähigkeit im Arbeitskontext, Konzeption von Realexperimenten. Dialog: Austausch zu Fragen der Teilnehmenden und Schlaglichter aus der Praxis, weiterführende Literatur und Abschluss |
| 13:30 - 14:30 | Exponate 1 Ort: Duschanbe (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Foyer Tiflis (OG) |
| 13:30 - 14:30 | Experimente 4 Ort: Chisinau A (OG) |
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Mit Knete denken - Potenziale partizipativer Forschung für Wissenschaftseinrichtungen 1: Berlin University Alliance, Deutschland; 2: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung In der Debatte um Rahmenbedingungen partizipativer Forschung steht zumeist die Frage danach im Raum, wie Wissenschaftseinrichtungen partizipative Forschung unterstützen können. Hierzu hat insbesondere das Positionspapier der GPTF „Institutionalisierung und Etablierung von partizipativer und transdisziplinärer Forschung im Wissenschaftssystem“ wichtige Handlungsfelder aufgezeigt. Bisher weniger im Fokus steht die Frage, welche Potenziale partizipative Forschung den Wissenschaftseinrichtungen bietet, um sich zu profilieren, lokale Netzwerke zu etablieren oder Synergieeffekte zu anderen Strategien zu nutzen. Welche Anknüpfungspunkte bieten beispielsweise partizipative Forschungsansätze für die Campusentwicklung? Welche für Wissenschaftseinrichtungen nützlichen lokalen Netzwerke werden in partizipativen Forschungsprojekten aufgebaut? Wie lassen sich kommunikative und methodische Fähigkeiten für interne Partizipationsprozesse in Wissenschaftseinrichtungen nutzen? Wie lässt sich partizipative Forschung strategisch für Aufgaben des Wissenschaftsmanagements wie Wissenschaftliche Weiterbildungen, Hochschulentwicklung, Wissens- und Technologietransfer, Internationales oder Qualitätsmanagement nutzen? In einem Experiment widmen sich die Teilnehmenden der Frage, welche Potenziale sie in partizipativer Forschung für Wissenschaftseinrichtungen sehen. Dafür werden die Teilnehmenden mit Knete ein Modell bauen, das beispielsweise das Verhältnis von partizipativer Forschung zu einem oder mehreren Aufgaben des Wissenschaftsmanagements zeigt, darstellt, welche Effekte durch das Zusammendenken der unterschiedlichen Bereiche zu erwarten sind oder besonders wichtige Schnittstellen identifiziert. Die Experimente werden nach einem Ablaufplan durchgeführt und in einen Experimentierbogen dokumentiert. Die Knetmodelle werden in der Gruppe vorgestellt und diskutiert. Sie tragen dazu bei, den Diskurs um institutionelle Rahmenbedingungen zu erweitern, in dem nicht nur auf die Erfordernisse partizipativer Forschung geschaut wird, sondern auch auf die von Wissenschaftler*innen und außer-wissenschaftlichen Forschenden erarbeiteten Mehrwerte für Wissenschaftseinrichtungen. Damit werden die Teilnehmenden ermächtigt, mit neuen Impulsen in ihre Einrichtungen zurückzugehen. Das Experiment schließt an ein Impulspapier an, das aktuell im Netzwerk Wissenschaftsmanagement erarbeitet wird und Ideen für die Ausgestaltung von Schnittstellen zwischen partizipativer Forschung und Wissenschaftsmanagement gibt. |
| 13:30 - 14:30 | Experimente 5 Ort: Chisinau B (OG) |
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Gamifizierung partizipativer Forschungsdesigns: Ein interaktiver „Taste Test“ des Partizipationsparcours Evangelische Hochschule Freiburg, Deutschland Der Beitrag stellt ein interaktives Experiment vor, das Gamification gezielt als Methode einsetzt, um partizipative Forschungsdesigns antizipier- und erfahrbar zu machen. Im Zentrum steht ein „Partizipationsparcours“, der als begehbare Intervention eine konkrete Laborsituation erzeugt, in der Teilnehmende aller Statusgruppen zentrale Aspekte und Dimensionen partizipativer Forschung spielerisch durchlaufen. Das 60-minütige Experiment ist als interaktiver Parcours angelegt. Die Teilnehmenden verlassen die rein kognitive Ebene und bewegen sich physisch als „Spielfiguren“ auf einer lebensgroßen Bodenmatte oder arbeiten in Kleingruppen mit der Spielbrettvariante. Durch das Ziehen von Reflexions- und Aktionskarten sowie das Bearbeiten problembasierter Szenarien werden reale Phasen des Forschungszyklus durch die „Partizipationslinse“ betrachtet. Der Parcours fungiert als geschützter Möglichkeitsraum, in dem Themen wie Akteursidentifikation, Methodenwahl, Machtverhältnisse, Beteiligungsformate, Verantwortung und Ethik nicht abstrakt diskutiert, sondern situativ durchgespielt werden. Die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Entscheidungssituationen, antizipieren Konflikte und reflektieren die Übertragbarkeit auf eigene Projekte. Im Sinne einer reflexiven Praxis dient der Parcours als Werkzeug der Wissensgenerierung. Er macht partizipative Logiken niedrigschwellig zugänglich und lädt dazu ein, Hindernisse im „Off“ zu durchdenken und zu antizipieren. Das Experiment bietet die Gelegenheit, den Parcours unter Anleitung der Entwickler*innen hands-on zu testen und zu diskutieren, wie gamifizierte Elemente Projektplanung und Wissenschaftskommunikation bereichern können. Das Experiment richtet sich an alle, die partizipative Forschungspraxis durch Bewegung, Dialog und Spiel kennenlernen oder weiterentwickeln möchten. Der Parcours macht partizipative Forschungsdesigns sichtbar und verbindet Wissenschaftskommunikation mit Gamification. Der Parcours wurde entwickelt im Rahmen der Fortbildungsreihe partX. partX ist ein Angebot von mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. |
| 13:30 - 14:30 | Training-Format 3 Ort: Vilnius A (OG) |
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Facilitation: Partizipation braucht Strukturen 1: Universität Tübingen, Deutschland; 2: KIT Karlsruhe, Deutschland Partizipative Forschung braucht strukturell dauerhaft verankerte deliberative und co-kreative Gelingensräume. In diesen Räumen kann die Forschung gemeinsam mit den passenden Stakeholdern aus der Zivilgesellschaft eine für beide Seiten relevante Forschungsfrage entwickeln. Wenn dieser Prozess durch erfahrene Facilitator:innen angeleitet, begleitet, moderiert und vorangetrieben wird, erhöht sich die Qualität und der Erfolg der partizipativen Forschung. Dieser Prozess der Facilitation beginnt idealerweise bereits mit den Vorüberlegungen zu einer Antragsskizze und endet mit der Verstetigung eines stabilen Vertrauensverhältnisses zwischen Forschung und Zivilgesellschaft. |
| 13:30 - 14:30 | Training-Format 4 Ort: Vilnius B (OG) |
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Gemeinschaftliche Selbstwirksamkeit in partizipativen Forschungsprojekten ermöglichen: Was gutes Freiwilligenmanagement leisten kann 1: Wissenschaft im Dialog gGmbH / mit:forschen!; 2: bagfa (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e. V.) Freiwilliges Engagement in partizipativen Forschungsprojekten bewegt sich im Spannungsfeld zwischen individueller Motivation, wissenschaftlichen Normen und institutionellen Rahmenbedingungen. Selbstwirksamkeit entsteht dabei nicht spontan, sondern wird durch die Gestaltung von Forschungsräumen – organisatorisch, sozial und epistemisch – aktiv ermöglicht oder begrenzt. In diesem Training beleuchten wir, wie institutionelle Rahmenbedingungen die Handlungsspielräume von Freiwilligen (und Projektverantwortlichen) prägen und welche Rolle Freiwilligenmanagement als strukturierende Methode dabei spielt. Wir gehen davon aus, dass Freiwilligenmanagement nicht nur Beteiligung organisiert, sondern auch implizite Normen setzt, Teilhabe ermöglicht oder einschränkt und damit beeinflusst, wessen Wissen in partizipativen Forschungsprozessen sichtbar und erfahrbar wird. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung im Freiwilligenmanagement und in der Citizen-Science-Praxis arbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen heraus, welche Haltungen, Planungen und Rahmenbedingungen gemeinschaftliche Selbstwirksamkeit fördern können. Ein kurzer Input stellt zentrale Prinzipien und Handlungsfeldern im Freiwilligenmanagement im Kontext von Wissenschaft als Engagementfeld vor. Darauf aufbauend stehen im Anschluss Praxisfälle der Teilnehmenden aus geplanten oder bereits laufenden Forschungsvorhaben im Fokus, um im Format der „Wise Crowds“ Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. |
| 13:30 - 14:30 | Training-Format 5 Ort: Tallinn A (OG) |
| 13:30 - 14:30 | Experimente 1 Ort: Tallinn B (OG) |
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Kreise, Pfeile, Dimensionen – Mapping-Praktiken im Experiment 1: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Deutschland; 2: TD-Lab – Labor für transdisziplinäre Forschung, Berlin University Alliance Mapping-Praktiken sind als Werkzeuge der Visualisierung und Exploration in unterschiedlichen Forschungszusammenhängen weit verbreitet. Insbesondere in partizipativen und transdisziplinären Kontexten werden sie in der Zusammenarbeit mit Praxisakteur*innen sowie unter Forschenden als epistemische Objekte eingesetzt: Sie lokalisieren und ordnen Wissen, vermitteln zwischen Gruppen und dienen der Analyse von Netzwerken und Beziehungen. Doch was verbirgt sich hinter bunten Karten, Pfeilen und Wollfäden? Was machen Mappings sichtbar und was bleibt verborgen? Welche Probleme werden bearbeitet, und zu welchen Lösungen tragen sie bei? In einem experimentellen Format laden wir dazu ein, diese Fragen gemeinsam zu erkunden. Aufbauend auf empirischen Einblicken in den Einsatz von Mappings in verschiedenen fachlichen Kontexten (basierend auf Methodenbeschreibungen internationaler und nationaler Konferenzen) entwickeln die Teilnehmenden eigene Mapping-Skizzen entlang der zentraler Fragen der Konferenz: Wo und mit wem forschen wir? Unter welchen individuellen und institutionellen Bedingungen? Dadurch entstehen neue Bezüge zu lokalen Kontexten, globalen Herausforderungen und unterschiedlichen Akteur:innen. Die entstandenen Skizzen bilden die Grundlage für eine gemeinsame Reflexion darüber, welches Wissen durch Mapping generiert wird und wie die Methode Problemstellungen und Erkenntnisprozesse mitgestaltet. In einem dritten Schritt wechseln wir auf die Meta-Ebene und befragen Mapping als Methode: Welche Annahmen, Perspektiven und Ausschlüsse schreiben sich in die Visualisierungen ein? Welches Potenzial entfaltet Mapping für transdisziplinäre und partizipative Forschung? Das Format versteht Mapping als kollektive Versuchsanordnung, in der Wissen nicht nur dargestellt, sondern im Prozess erzeugt wird. Ziel ist es, Perspektiven für offenere, reflexivere und kontextsensible Forschungspraxen zu entwickeln und die methodischen Möglichkeiten und Grenzen von Mapping kritisch zu diskutieren. In Absprache mit den Teilnehmenden sollen Prozess und Ergebnisse in eine geplante Publikation einfließen. |
| 13:30 - 14:30 | Experimente 2 Ort: Riga A (OG) |
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Wer erzählt? – Ein Experiment zur Wahrnehmung von Geschichten aus der Psychiatrie 1: SCI:MOVE - Science on the Move, Deutschland; 2: SCI:MOVE - Science on the Move, Deutschland Die Anwendung von Zwang in der Psychiatrie steht exemplarisch für zentrale ethische Konflikte zwischen Schutzpflicht, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die sog. Ordnungsfunktion der Psychiatrie – der Schutz vor Gefährdung durch Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Dritte gefährden - auch mittels Zwangsmaßnahmen – markiert ein ethisches Spannungsfeld zwischen Freiheitsrechten und gesellschaftlicher Sicherheit. Das kürzlich gestartete und hier zu Grunde liegende Diskursprojekt greift diese Kontroverse auf und initiiert eine breite, partizipativ gestaltete Debatte über Chancen und Dilemmata einer zwangsfreien Psychiatrie, die Perspektiven von Betroffenen, Fachkräften und marginalisierten Gruppen (z. B. Personen, die im Maßregelvollzug untergebracht sind) integriert. Die Umsetzung des Projektes erfolgt in drei aufeinander aufbauenden Phasen mit unterschiedlichen Methoden und Formaten, um die heterogenen Zielgruppen, Interessen und Erfahrungen zu berücksichtigen. Eines der Formate des Projektes ermöglicht es Stimmen und Perspektiven aus dem Maßregelvollzug mithilfe von Digital Storytelling einzufangen. In Form von Video- und Audiobeiträgen, digitalen Collagen und anderen kreativen Formaten, können die Menschen, die im Maßregelvollzug untergebracht sind, so ihre Sichtweisen zum Thema Zwang in der Psychiatrie teilen. In diesem partizipativen Experiment untersuchen wir, wie diese Geschichten über Zwang in der Psychiatrie wahrgenommen werden – abhängig davon, wer sie erzählt. Teilnehmende begegnen anonymisierten Storytelling-Beiträgen und reflektieren ihre Deutungen, bevor sie Hintergrundinformationen zu den Autor*innen erhalten. Das Experiment macht implizite Vorannahmen sichtbar und eröffnet Diskussionen über Macht, Zuschreibung und Glaubwürdigkeit in Wissensproduktion. |
| 13:30 - 14:30 | Experimente 3 Ort: Riga B (OG) |
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Fehlerquellen erfahren: Nachstellung einer Citizen Science-Kampagne zur Aktivität des Bodenlebens TU Berlin, Deutschland Böden sind ein relativ neues Feld in der Citizen Science. Aufgrund ihrer Undurchsichtigkeit, Heterogenität und der zahlreichen wechselwirkenden physicochemischen Variablen sind selbst professionelle Messkampagnen mit Messfehlern behaftet, die sich in der Citizen Science aufgrund fehlenden Rahmenwissens substanziell vergrößern können. Daher sind Citizen Science-basierte Messungen in der Bodenkunde häufig auf qualitative und einige wenige einfache quantitative Ansätze beschränkt. Der Bait-Lamina-Test ist ein Ködertest zur Messung der Fraßaktivität des Bodenlebens und ein vielversprechender Kandidat für partizipatorische Forschung in der Bodenkunde. In einer Reihe von Feldkampagnen zwischen Frühjahr 2024 und Herbst 2025 haben Mitglieder von fünf ostdeutschen Gärtnereien, die als Solidarische Landwirtschaften betrieben werden, Bait-Lamina-Tests auf ihren Flächen und den Acker- und Grünlandflächen interessierter Nachbarhöfe durchgeführt. Die gewonnenen Daten wurden parallel professionell geprüft, Unterschiede mit den Citizen Scientists sukzessive besprochen und das Probenahmesystem kooperativ angepasst. In unserem Experiment sind Teilnehmende eingeladen, die Beprobung, Auswertung und Fehleranfälligkeit der Tests zu entdecken, die Entwicklung des Probenahmevorgehens nachzuvollziehen und herauszufinden, wie die Einbindung von Citizen Scientists professionelle Messungen sogar verbessern kann. |
| 14:30 - 15:00 | Kaffeepause Ort: Almaty (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Minsk (OG) |
| 15:00 - 16:00 | Festivalformate 2 |
| 15:00 - 16:00 | Projekt-Meet-Ups 1 Ort: Asgabat (EG) |
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‚Vom toten Tier zum lebenden Körper‘: wie transformiert und aktiviert man einen Raum als Open Lab für partizipative Forschung, Lehre und Praxis? Humboldt Universität, Zentrum für Kulturtechnik, Deutschland Transformation eines Raums: Tier, Objekt, Körper (Kurztitel) Das Objektlabor am Zentrum für Kulturtechnik bietet Raum für transdisziplinäre und partizipative Forschung an der HU Berlin, in der materielle Praktiken und körperzentrierte Zugänge im Fokus stehen. Hierbei spielt der Wissensaustausch mit der Gesellschaft und der Einbezug außeruniversitärer Wissensträger:innen eine zentrale Rolle. In dem Erweiterungsbau zum Tieranatomischen Theater wurde ursprünglich vor allem am Tierkörper gelehrt und dabei immer schon handwerkliches mit akademischem und gestalterischem Wissen verbunden. Die Herausforderung bestand darin, nach der Abwanderung des Instituts für Lebensmittelhygiene, einer Zeit des Leerstands seit den 90er Jahren und der Sanierung ab 2015 ihn neu zu aktivieren, auszustatten und für eine gemeinsame Wissensproduktion zwischen Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft zu öffnen. Dies verlangte nach technischen, finanziellen und personellen Ressourcen, um einen Durchgangsraum mit viel Potenzial für unterschiedliche Lehr-, Forschungs- und Veranstaltungsformate zu öffnen- darunter Performances, Installationen, künstlerisch-wissenschaftliche Versuchsanordnungen und partizipative Forschung. Ein zentrales Learning war, dass es uns vor allem über ein Seed Funding für partizipative Lehre sowie und ein Resident Artist Programm gelungen ist, den Raum für Forschende und zivilgesellschaftliche Partner:innen nutzbar zu machen. Gerne möchten wir uns über weitere Potenziale solcher Räume sowie alternative Modelle und Konzepte der regionalen, überinstitutionellen Zusammenarbeit (z.B. i.d. BUA) austauschen. Designing Insect Identities – Reimagine the Hidden 1: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), Deutschland; 2: Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Deutschland Das Projekt Designing Insect Identities – Reimagine the Hidden versteht sich als experimenteller Lern- und Forschungsraum an der Schnittstelle von Design, Natur, Wissenschaft und Gesellschaft. Im Kontext des Moduls „Design und Identität“ entwickeln Designstudierende in Kooperation mit den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden narrative und gestalterische Konzepte, die das Image heimischer Insekten transformieren und neue Formen der Wahrnehmung und Empathie eröffnen. Ausgangspunkt ist die kritische Auseinandersetzung mit dem fragilen Mensch-Natur-Verhältnis vor dem Hintergrund des globalen Insektenrückgangs sowie einer wachsenden Distanz zwischen Mensch und Natur. Urbane Brachen dienen als Experimentierfelder und Schnittstellen zwischen Stadt und urbaner Natur. Als Reallabor angelegt, verbindet das Projekt forschendes Lernen mit partizipativen und transdisziplinären Ansätzen. Unterschiedliche Wissensformen wie wissenschaftliche Expertise, gestalterische Praxis und subjektive Erfahrungen werden gleichberechtigt integriert und in iterative Entwurfsprozesse überführt. Gestaltung fungiert dabei als Medium der Wissensproduktion und -vermittlung und ermöglicht es, komplexe ökologische Zusammenhänge sinnlich erfahrbar zu machen. Ergebnisse werden im Rahmen einer Pop-up-Ausstellung öffentlich zugänglich und zur Diskussion gestellt. Im Projekt-Meet-Up werden Einblicke in die didaktische Konzeption, die Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen sowie ausgewählte studentische Arbeiten gegeben. Ziel ist es, den Ansatz als Modell für ko-laborative Wissensproduktion zu diskutieren und gemeinsam Impulse für eine kritische Reflexion und mögliche Publikation im Ausstellungskontext zu entwickeln. Leerstand als Labor: Partizipation im Pop-Up Store Universität Tübingen, Deutschland Mit dem Pop-Up-Store ECKSTEIN erprobte das CIVIS Open Lab und die Universität Tübingen von Mai bis Juli 2025 eine leerstehende Ladenfläche in der Innenstadt als temporären Begegnungs-, Dialog- und Experimentierraum zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Ziel war es, neue Räume für partizipative und transdisziplinäre Forschung außerhalb des Universitätscampus zu schaffen und bislang schwer erreichbare Zielgruppen des Public Engagements anzusprechen. Der Pop-Up-Store verband Forschende, Studierende, lokale Initiativen, Kulturakteure und Bürgerinnen und Bürger in niedrigschwelligen Formaten wie offenen Sprechstunden, Science Snacks, interaktiven Ausstellungen, Dialogveranstaltungen und studentisch gestalteten Programmen. So entstand ein urbaner Raum, in dem Austausch, Themenentwicklung und neue Kooperationen ermöglicht wurden, die teilweise über den ECKSTEIN hinaus vertieft wurden. Im Meet-Up stellen wir zentrale Erfahrungen des Projekts vor: Welche Ressourcen benötigen temporäre Beteiligungsräume? Welche Zielgruppen werden tatsächlich erreicht? Welche Spannungen entstehen zwischen Offenheit, Organisation und institutionellen Routinen? Wie kann städtischer Leerstand als Infrastruktur für Wissenschaftskommunikation und ko-kreative Forschung genutzt werden? Diskutiert werden Erfolgsfaktoren, Herausforderungen, organisatorische Fragen, Transferpotenziale für andere Hochschulstandorte sowie erste Evaluationsergebnisse. Das Projekt zeigt, wie Stadtzentren zu Laboren für neue Beziehungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft werden können. Nachhaltigkeitstransformation in Niedersachsen - gelebte Partizipation im Verbundprojekt Universität Vechta, Deutschland Das Verbundvorhaben "Zukunft durch Wandel: Nachhaltigkeitstransformation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen“ (agri:change) hat Mitte 2025 begonnen. zu bearbeitende Themenfelder sind u.a.:
Diese werden in vier Reallaboren (agri:labs) und drei übergreifenden Querschnittsthemen bearbeitet. Fünf Verbundpartner und > 80 Individuen (Forschende, PhDs, Proffessor:innen, und Koordinierende) formen das institutionsübergreifende Konsortium. Jedes Arbeitspaket hat mehrere Forschungsthemen, bei denen Stakeholder aus Praxis, Zivilgeselllschaft, Politik und Verwaltung gefragt sind. Co-Creation mit der Praxis ist zentraler Teil des Vorschungsvorhabens, jedoch haben nicht alle Beteiligten dies automatisch verinnerlicht. Alle Mitglieder im Konsortium werden daher gezielt in Co-creation, Design Thinking, und passenden Interaktionsformaten geschult. Es gibt ein Koordinationsteam, welches die Bedarfe abfragt, die Schulungen organisiert, und den Forschenden wird ein Helpdesk zur Verfügung gestellt. Wir teilen unsere Erfahrungen, wie und mit welchen Ansätzen wir Co-Creation in einem derart großen Verbundprojekt installieren und freuen uns auf Austausch mit/Erfahrungen von ähnlich anfangenden Verbundvorhaben, wie dort Partizipation oder Transdisziplinarität integriert ist, sowie Anregungen bezüglich des Managements eines so großen und diversen Konsortiums. Im Folgejahr können wir mehr aus den einzelnen agri:labs berichten. Dieser Beitrag eignet sich ggf. auch als Impulsvortrag. |
| 15:00 - 16:00 | Training-Format 1 Ort: Bischkek A (EG) |
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Ko-Kreatives Methodentraining: Zielkonflikte in transdisziplinären Forschungsprojekten verstehen & bearbeiten mit Konstellationsanalyse und Embedded Agency Perspective Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent), Deutschland Urbane Nachhaltigkeitstransformationen sind von komplexen Aushandlungsprozessen geprägt, in denen unterschiedliche ökologische, soziale und ökonomische Zielsetzungen miteinander konkurrieren. Zielkonflikte sind dabei nicht nur situativ, sondern oftmals Ausdruck tieferliegender struktureller Dilemmata. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen wird eine explizitere Auseinandersetzung mit Zielkonflikten in der transdisziplinären (td) Forschung zunehmend wichtig. Diese bietet Raum für kritische Reflexion, Aushandlung und Integration unterschiedlicher Perspektiven, und damit die Möglichkeit, transformative Lösungsansätze zu entwickeln, die wissenschaftliche Erkenntnisproduktion mit gesellschaftlichem Impact zu verbinden. Dazu bedarf es jedoch geeigneter Methoden, um Zielkonflikte zunächst systematisch zu identifizieren und analytisch einzuordnen, um anschließend einen produktiven Umgang mit ihnen zu entwickeln. Im Training stellen wir einen Ansatz vor, der die Konstellationsanalyse (Schön et al. 2007) mit einer Embedded Agency Perspective (Augenstein et al. 2022) kombiniert. Wir verbinden konzeptionelle Inputs mit ko-kreativer Anwendung und kollegialem Austausch: Teilnehmende kartieren Zielkonflikte aus eigenen Forschungskontexten und testen die Anwendung des kombinierten Ansatzes. Ziel ist die Weiterentwicklung einer gleichermaßen pragmatischen wie systematischen Forschungspraxis. Der methodische Ansatz wurde im Rahmen des Forschungsprojekts NaQZiel im Kontext eines Reallabors gemeinsam mit Stakeholdern aus Wohnungswirtschaft, Mietervertretung, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft empirisch getestet. Am transzent werden seit mehr als 10 Jahren transdisziplinäre Forschungsprozesse in Reallaboren für städtische und regionale Transformationsprozesse erprobt und weiterentwickelt. |
| 15:00 - 16:00 | Training-Format 2 Ort: Bischkek B (EG) |
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Photovoice in der partizipativen Forschung: Perspektiven von Menschen mit Lernschwierigkeiten sichtbar machen Technische Universität Dortmund, Deutschland Photovoice ermöglicht als partizipative Methode einen Zugang zu individuellen Wahrnehmungen und öffnet gleichzeitig einen Raum, diese mit anderen zu teilen und gesellschaftlich sichtbar(er) zu machen. Für die Methode nehmen Co-Forscher*innen unter Berücksichtigung einer vorab (gemeinsam) festgelegten Fragestellungen Fotografien ihrer Umwelt auf. Eine Vorstellung der Fotos sowie ihrer subjektiven Bedeutung gegenüber Mitforschenden dienen als Grundlage der Entwicklung von Handlungsempfehlungen. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend in einem größeren gesellschaftlichen Rahmen präsentiert werden. Die Methode ist vielseitig einsetzbar und besonders für die gemeinsame Forschung mit vulnerablen Personengruppen wie Menschen mit Lernschwierigkeiten ein geeignetes Instrument für die Umsetzung partizipativer Forschung. Im Training wird die Fragestellung verfolgt, wie Photovoice mit vulnerable Personengruppen wie Menschen mit Lernschwierigkeiten ein- und umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer*innen erhalten einen kurzen theoretischen Input zur Methode und Einblick in Beispielprojekte. Darüber hinaus soll Photovoice im Rahmen des Trainings und der Konferenz erprobt und kritisch diskutiert werden. Moderiert wird das Training durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Marie-Christin Lueg und Lukas Baumann der TU Dortmund, die im partizipativen Projekt KARLA gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten Photovoice ausprobiert, adaptiert und kritisch diskutiert haben. Abschließend erhalten die Teilnehmer*innen ein kurzes Handout sowie eine Literaturliste mit relevanten Informationen zur Methode. |
| 15:00 - 16:00 | Exponate 2 Ort: Duschanbe (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Foyer Tiflis (OG) |
| 15:00 - 16:00 | Experimente 4 Ort: Chisinau A (OG) |
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The Elephant Outside the Room – Ein Reflexionsspiel zu Meaningful Participation in Reallaboren TU Dortmund, Deutschland Wer gehört dazu – und wer nicht? Und wie fühlt sich das an? The Elephant Outside the Room ist ein iterativ entwickeltes Reflexionsspiel, das strukturelle Ausschlussmechanismen in partizipativen Forschungsprozessen sichtbar und verhandelbar macht. Es entstand im Kontext einer laufenden Dissertation an der TU Dortmund zur Frage, wie Meaningful Participation im Reallabor inklusiv gestaltet werden kann. Das Experiment lädt 1-4 Gruppen à 4–7 Teilnehmende ein, anhand eines konkreten Szenarios aus der Reallaborpraxis in Rollen zu schlüpfen und ihre Figuren – kleine Holzelefanten – auf einem soziometrischen Spielbrett zu positionieren. Die Entfernung vom Zentrum repräsentiert den erlebten Grad der Beteiligung; die Bewegungsgeschichte der Figuren über mehrere Runden macht sichtbar, wer sich bewegt, wer bleibt – und warum. Emotionskarten ermöglichen es, die gefühlte Qualität der eigenen Position zu benennen: Gleichgültigkeit, Scham, Wut, Motivation oder Erschöpfung sind keine individuellen Zustände, sondern strukturell erzeugte Affekte (Ahmed, 2004). Indikatorkarten aus dem Index für Inklusion in Reallaboren (Booth & Ainscow, 2016 -adaptiert) dienen als Reflexionsanker – nicht als Checkliste, sondern als gemeinsame Sprache für inklusive Qualität. Das Spielziel ist nicht, alle Figuren ins Zentrum zu bringen. Es geht darum, zwischen gewählter Distanz und strukturellem Ausschluss zu unterscheiden – und Verantwortung für verbleibende Ausschlüsse zu übernehmen. Das Spiel funktioniert als niedrigschwelliges Instrument der partizipativen Aktionsforschung und als Wirkungsforschungsinstrument: Die bespielten Bretter werden fotografisch dokumentiert und bilden eine auswertbare Datenbasis. Das Experiment dauert 60 Minuten und umfasst eine kurze Einführung, zwei Spielrunden sowie eine moderierte Abschlussreflexion. Es richtet sich an Forschende und Praxisakteur:innen, die in partizipativen und transdisziplinären Prozessen arbeiten und strukturelle Ausschlüsse nicht nur benennen, sondern erfahrbar machen wollen. |
| 15:00 - 16:00 | Experimente 5 Ort: Chisinau B (OG) |
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KI als Teammitglied? Ein interaktives Experiment zu Teamdynamiken in der Zusammenarbeit mit und ohne KI 1: Technische Hochschule Nürnberg; 2: DATEV eG; 3: University of Corporate Education, Deutschland Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Künstliche Intelligenz nicht nur als Werkzeug, sondern als aktiver Teil von Teamprozessen auftritt? Der Beitrag schafft einen experimentellen Erfahrungsraum, in dem Teilnehmende selbst Teil der Wissensproduktion werden. In Kooperation mit dem Praxispartner DATEV eG werden zwei parallel arbeitende Gruppen gebildet, die für ca. 15 Minuten eine identische Aufgabenstellung bearbeiten : eine Gruppe ohne, die andere mit Unterstützung eines KI-Systems, das aktiv Vorschläge einbringt und in die Zusammenarbeit eingebunden ist. Das Setting macht unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit unmittelbar erfahrbar und eröffnet einen direkten Vergleich von Kommunikation, Rollenverteilung, Entscheidungsfindung und wahrgenommener Effizienz. Im Anschluss werden die Erfahrungen gemeinsam reflektiert und als Ausgangspunkt für eine kollektive Analyse genutzt: Welche neuen Dynamiken entstehen, wenn KI als Akteur in Teamprozesse eingebunden wird? Welche Ressourcen und Rahmenbedingungen sind notwendig, um solche Formen der Zusammenarbeit sinnvoll zu gestalten? Der Beitrag versteht sich damit als experimenteller Raum für partizipative und transdisziplinäre Forschung, in dem wissenschaftliche aus sozialwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, praktische Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden zusammengeführt werden. Die im Experiment gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine weiterführende Feldstudie mit Praxispartnern wie der DATEV eG ein und werden zugleich für die Entwicklung zukunftsbezogener Kompetenzen in Forschung und Lehre genutzt. Interessierte Teilnehmende und Organisationen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und gemeinsam zu erkunden, wie Teams aus menschlichen und digitalen Akteuren gestaltet werden können. |
| 15:00 - 16:00 | Performance 2 Ort: Chisinau B (OG) |
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Stürme in co-kreativen Forschungsprozessen umsegeln. Eine performative Expedition. Kurztitel: Stürme in co-kreativen Forschungsprozessen umsegeln 1: GTPF-AG Zivilgesellschaft / Praxispartner:innen; 2: Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde; 3: IZW; 4: NABU Auf dem „weiten Meer“ der partizipativen und transdisziplinären Forschungsegeln viele Akteur:innen aus der Wissenschaft und Praxis. Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit erfordert ein wechselseitiges Verständnis sowie die Berücksichtigung der unterschiedlichen Handlungslogiken, Rahmenbedingungen und Motivationen aller Beteiligten. In bestehenden Handreichungen werden die Sichtweisen von Praxisakteur:innen jedoch häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund entwickelt die GTPF-Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft/Praxispartner:innen aktuell ein „Onboarding-Tool“, das Praxisakteur:innen eine informierte Entscheidung über die Beteiligung an Forschungsprojekten ermöglicht und die gemeinsame, reflektierte Projektgestaltung unterstützt. Anhand zentraler Fragen fördert das Tool den Perspektivwechsel und das Verständnis zwischen Wissenschaft und Praxis. Zusammen mit Praxisakteur:innen und Wissenschaftler:innen sammelte die AG typische „Stürme“, bspw. Ressourcen- oder Erwartungskonflikte, und entwickelte Fragen, die Projektbeteiligten helfen sollen, diese Stürme bereits beim „Auslaufen aus dem Hafen“ vorausschauend umschiffen zu können. Im Rahmen einer performativen Expedition testen die Teilnehmenden spielerisch ausgewählte Elemente des Tool-Prototyps, lernen so verschiedene Herausforderungen in co-kreativen Forschungsprojekten kennen und erhalten Inspirationen, diese zu bewältigen. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung an Board der „Co-Kreativa“ stechen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen auf dem Campus bzw. dem Konferenzgelände in See. Unterwegs begegnen ihnen unterschiedliche kreative Aufgaben (z.B. Rätsel, Fotoaufgaben, Expression mit Kreide - und zuweilen auch Charaktere, die in Verbindung zu den im Onboarding-Tool adressierten Stürmen stehen und zu lösen sind. Jede Gruppe erreicht zum Ende eventuell einen anderen Ort. Den gemeinsamen Reiseweg halten wir in einem bunten Logbuch fest – Kreidemarkierungen auf dem Weg, Fotos, Andenken, Berichte etc. verdeutlichen die Vielfalt der Herausforderungen und ihrer Lösungen. Zum Abschluss der Expedition laufen die Teilnehmenden mit ihren Eindrücken, Erfahrungen und neuen Erkenntnissen für eine gemeinsame Reflexion „zurück in den Hafen“ ein. Moderiert durch die Sessionleiter*innen, widmen sie sich hier den Fragen: Was nehme ich mit? Was lasse ich hier? Die Ergebnisse der Session fließen direkt in die iterative Entwicklung des Tools ein. Ahoi – lichtet die Anker! |
| 15:00 - 16:00 | Training-Format 3 Ort: Vilnius A (OG) |
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Digital Storytelling in sensiblen Kontexten – Methoden und Haltung für neue Perspektiven aus schwierigen Lebenslagen 1: SCI:MOVE - Science on the Move, Deutschland; 2: SCI:MOVE - Science on the Move, Deutschland Die Anwendung von Zwang in der Psychiatrie steht exemplarisch für zentrale ethische Konflikte zwischen Schutzpflicht, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die sog. Ordnungsfunktion der Psychiatrie – der Schutz vor Gefährdung durch Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Dritte gefährden - auch mittels Zwangsmaßnahmen – markiert ein ethisches Spannungsfeld zwischen Freiheitsrechten und gesellschaftlicher Sicherheit. Das hier zu Grunde liegende Diskursprojekt greift diese Kontroverse auf und initiiert eine breite, partizipativ gestaltete Debatte über Chancen und Dilemmata einer zwangsfreien Psychiatrie, die Perspektiven von Betroffenen, Fachkräften und marginalisierten Gruppen (z. B. Personen, die im Maßregelvollzug untergebracht sind) integriert. Die Umsetzung des Projektes erfolgt in Form von unterschiedlichen Methoden und Formaten, um die heterogenen Zielgruppen, Interessen und Erfahrungen zu berücksichtigen. Dieses Training vermittelt praxisnah, wie Digital Storytelling - eines der Formate - in vulnerablen Kontexten eingesetzt werden kann. Zunächst wird im Training ein kurzer Abriss zum Projekt gegeben mit dem Fokus auf die Erläuterung des Formats Digital Storytelling anhand einiger Projektbeispiele. Der Schwerpunkt des Trainings liegt anschließend im Ausprobieren und Experimentieren mit den Materialien und digitalen Tools des Formates. Neben methodischen Schritten, stehen ethische Fragen, Vertrauensaufbau und Co-Creation im Fokus. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Mini-Formate, die auf den methodischen Überlegungen des Formats beruhen (z.B. Collagen, Audio-Aufnahmen). |
| 15:00 - 16:00 | Training-Format 4 Ort: Vilnius B (OG) |
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Persönliche und projektspezifische Umgangsstrategien mit Widersprüchen und Konflikten in Beteiligungsverfahren 1: USP Projekte GmbH, Deutschland; 2: Hans Sauer Stiftung, Deutschland; 3: Technische Universität München, Deutschland Partizipative Prozesse, kollektive Experimente und transformative Forschungsansätze, in denen Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft gemeinsam Transformationsprozesse gestalten, sehen sich regelmäßig mit Widersprüchen, Spannungen und Konflikten konfrontiert. Gerade in emotional ausgetragenen Transformationsfeldern wie der Mobilitätswende, welche in hohem Maße in der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, führt dies häufig zu einer Überforderung und kann darin resultieren, potenzielle gesellschaftliche Spannungsfelder zu meiden. Diese Trainingseinheit soll partizipativ und transformativ Forschenden Haltungen, Methoden und konkrete Gesprächstechniken für den konstruktiven Umgang mit Widersprüchen in Beteiligungsprozessen vermitteln. Dadurch soll die Überzeugung weitergegeben werden, dass Widersprüche nicht primär Konflikte darstellen, sondern eine zentrale Ressource für kreative, zukunftsfähige Wissensproduktion und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse sind. Das Training besteht aus Impulsvortrag und Übung. Die Inhalte beruhen auf den langjährigen Erfahrungen der USP Projekte GmbH, einer in der Stadtentwicklung verorteten Innovations- und Managementgesellschaft mit Kompetenzschwerpunkt im Bereich Transformationsmanagement, und der operativ arbeitenden Hans Sauer Stiftung, deren Hauptaugenmerk der ko-kreativen Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation gilt. Das Training wurde im Rahmen des aus der TU München heraus geleiteten Projekts MCube WiPa (Wirksame Partizipation für Mobilitätsinnovationen) entwickelt. Es richtet sich an alle, die partizipative Innovations- und Forschungsprozesse planen und initiieren, sich im Dialog mit Akteur*innen mit heterogenen und potenziell konfliktären Perspektiven befinden oder partizipative Formate und Veranstaltungen moderieren. |
| 15:00 - 16:00 | Training-Format 5 Ort: Tallinn A (OG) |
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Vom Kennenlernen zu ersten Projektideen - Konzept und Reflexion zu Ideenwerkstätten für Wissenschafts-Praxis-Kollaborationen 1: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung /ZALF) e.V., Deutschland; 2: Technische Universität Dresden Ideenwerkstätten sind ein etabliertes Instrument, um in (Klein-)Gruppen gemeinsame Ideen zu zuvor definierten Fragestellungen zu erarbeiten. Sie können aber zugleich eingesetzt werden, um potenzielle Partner aus Wissenschaft und Praxis miteinander in den Austausch zu bringen, die zu Kollaborationen führen. Zu diesem Zwecke müssen mehrere Methoden miteinander kombiniert werden. Unser Ideenwerkstättenkonzept wurde in drei Durchgängen im Herbst 2025 am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) durchgeführt. Jede Werkstatt dauerte etwa 3 Stunden und hatte das Ziel, Kollaborationen zwischen Akteuren aus der Agrarpraxis und WissenschaftlerInnen des ZALF anzuregen. Konzeptionell wurden dabei Methoden kombiniert, die das Kennenlernen der Teilnehmenden, eine auf Themen fokussierte Kleingruppenbildung sowie den Austausch von normativen Zielvorstellungen gewährleisten sollte. Dies wurde unter anderem mittels der Methoden "tell your story through an object" und das "outcome spaces framework" erreicht. Jede der drei Werkstätten wurde von den Vortragenden reflektiert, für die Folgeveranstaltung angepasst und sukzessive verfeinert. |
| 15:00 - 16:00 | Experimente 1 Ort: Tallinn B (OG) |
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Verkörperte Reflexion empirischer Ergebnisse in experimentellen Transferräumen der AlterPerimentale 1: Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Deutschland; 2: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 3: Hochschule Zittau/Görlitz Ziel des interdisziplinären Transferprojekts AlterPerimentale (Alter-Peripherie-Experiment) ist es, die Lebensqualität älterer Menschen in ländlich-peripherisierten Räumen der deutsch-polnischen Grenzregion zu verbessern. Dazu wurden in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße (inkl. Cottbus) und Görlitz „Praxisforschungsstellen“ (PFS) eingerichtet. Eine zentrale Aufgabe der PFSen ist es, experimentelle Transferräume zu konzipieren. Dabei soll sowohl Netzwerkarbeit stattfinden als auch ko-kreativ und partizipativ mit älteren Menschen, deren Angehörigen und Praktiker:innen an den konkreten Herausforderungen des demographischen und strukturellen Wandels gearbeitet werden. Diese lokale Arbeit wird wissenschaftlich im Rahmen eines Teilprojekts an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin begleitet. Empirische Daten werden mittels informeller Gespräche, Interviews, Fokusgruppen und teilnehmender Beobachtung erhoben, um das Transferhandeln der PFSn zu beforschen. Aufbauend auf den Erhebungen werden Ergebnisse im Rahmen der Konferenz in einem partizipativen Format zur verkörperten Reflexion (Embodiement) aufgegriffen. Auswertungsergebnisse werden dabei an die Beforschten aus den PFSn zurückgespielt, räumlich-szenisch umgesetzt und gemeinsam mit den Konferenzteilnehmenden reflektiert. So werden projektexterne Praktiker:innen und Forschende Teil der Reflexion und können ihre Erfahrungen und Erkenntnisse einbringen: nicht nur verbal, sondern auch körperlich, um auch subjektive Erfahrungen, die in lokalen Transferprozessen eine Rolle spielen können, sichtbar zu machen. Die Ergebnisse des Experiments werden dokumentiert und fließen in die wissenschaftliche Begleitung der Praxisforschungsstellen ein. Ziel des Experiments ist die gemeinsame Reflexion empirischer Ergebnisse in einem partizipativen, performativ-verkörpernden Format gemeinsam mit Beforschten, sowie Konferenzteilnehmer:innen aus Praxis und Forschung, um Erkenntnisse über die Gestaltung experimenteller Transferräume sowie deren Einfluss auf Selbstwirksamkeit und Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu vertiefen. |
| 15:00 - 16:00 | Experimente 2 Ort: Riga A (OG) |
| 15:00 - 16:00 | Experimente 3 Ort: Riga B (OG) |
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Das „Logbuch der Veränderungen“ als digitaler und metaphorischer Raum zur Beobachtung gesellschaftlichen Wandels während der Corona Pandemie 1: Universität Kassel, Österreich; 2: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Das Logbuch der Veränderungen war ein bürgerwissenschaftliches Forschungsprojekt, in dem während und nach der Corona Pandemie (03/2020 bis 06/2023) Veränderungen im Alltag in Form eines Tagebucheintrages festgehalten werden konnten (König et al. 2025). Durch das Aufschreiben des Erlebten konnten empirische Erkenntnisse zu Veränderungen sozialer Praktiken und materiellen Voraussetzungen, Kompetenzen und Sinnzuschreibungen gewonnen werden. Gleichzeitig reiht sich das Logbuch in Forschungsarbeiten in Krisenzeiten ein, die das Reflexionspotential für Nachhaltigkeitsforschung deutlich machen (Nölting et al. 2022). Ein bisher nicht thematisierter, unerwarteter Effekt war die Wirkung des Logbuchs als „stummer Austausch“ zwischen der Wissenschaft und den Bürger*innen: Teilnehmer*innen schufen einen solchen Raum mit Einträgen, die quasi ein fiktionales Zwiegespräch mit Wissenschafter*innen darstellten. Im Experiment wollen wir Einblicke zu den Effekten geben, die das Logbuch geschaffen hat. Wir laden Kolleg*innen ein, mit uns solche digitalen, partizipativen und bürgerwissenschaftlichen Räume in Zeiten von Krisen zu schaffen und weiterzuentwickeln. Insbesondere wollen wir zu methodologischen Fragen, Schlussfolgerungen für die (Wissenschafts-)Kommunikation und über die Art der Forschung, in welcher digitale oder imaginierte Räume geschaffen werden, reflektieren:
Ablauf: Beim Experiment laden wir die Teilnehmer*innen zum Einstieg ein, (online) einen kurzen Logbucheintrag aus Perspektive von Bürgerwissenschaftler*innen zu verfassen, welche gesellschaftliche Veränderung im Zuge der Corona-Pandemie besonders prägend für sie war. Anschließend reflektieren die Teilnehmenden in Kleingruppen über Logbuchzitate zum „stummen“ Dialog mit Wissenschaftler*innen und zur Reflexion von Wissenschaft in Krisenzeiten. Vor dem Hintergrund dieser Eindrücke werden die genannten Fragen gemeinsam diskutiert. Als Ergebnis nehmen die Teilnehmenden Impulse für die Gestaltung partizipativer und bürgerwissenschaftlicher Forschung zu gesellschaftlichen Krisenphänomen mit in Bezug auf Methoden, Formate und ethische Fragen. |
| 16:00 - 16:30 | Kaffeepause Ort: Almaty (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Minsk (OG) |
| 16:30 - 17:30 | Exponate 2 Poster |
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From Zero to Hero: Comic zum Aufbau von Reallaboren Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland Comicbasierte Aufklärung bei Demenz Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V., Deutschland Vom Mitreden zum Mitforschen – Kinder als Ko-Forschende im Reallabor Hochschule Darmstadt, Deutschland Verletzlich 1: Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, Deutschland; 2: selbstständige Grafikerin |
| 16:30 - 17:30 | Festivalformate 3 |
| 16:30 - 17:30 | Projekt-Meet-Ups 2 Ort: Asgabat (EG) |
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Perspektiven im Wandel: Partizipative Sammlungen als Zukunftslabore im Anthropozän Museum für Naturkunde Berlin, Deutschland Vorgestellt wird das neu gestartete deutsch-französische Vorhaben „Perspektiven im Wandel – Naturbeziehungen verstehen, gemeinsam handeln“ als experimenteller, transdisziplinärer Laborraum. Aufbauend auf einer digitalen und partizipativen Sammlungsinfrastruktur, mit der Interessierte eingeladen sind, ihre eigenen Perspektiven auf Umweltveränderungen in Form von Sammlungsbeiträgen digital zu teilen und zu archivieren, arbeitet das Projekt an der Implementierung partizipativer Formen von Wissensproduktion im Rahmen europäischer Sammlungs- und Kulturinstitutionen. Im Fokus stehen drei miteinander verschränkte Entwicklungslinien: Erstens wird das partizipative Sammeln durch Open Educational Resources und Kooperationen mit lokalen Multiplikatoren in Stadt und Land systematisch erweitert und je nach Kontext angepasst werden, um vielfältige gesellschaftliche Perspektiven einzubinden. Zweitens entsteht ein Praxismodell für den Umgang mit digitalen, partizipativ erhobenen Daten, das Fragen von Qualitätssicherung, KI-gestützter Verarbeitung, Übersetzung sowie Datenethik adressiert und in Standardisierungsprozesse eingebracht wird. Drittens zielt das Vorhaben auf die Etablierung partizipativer Sammlungen im europäischen Kontext durch institutionelle Vernetzung und gemeinsame Reflexion zukünftiger Sammlungspraxen. Der Beitrag versteht diese Infrastruktur als kollektives Experiment, das methodische und epistemische Herausforderungen – etwa im Umgang mit widersprüchlichem, pluralem Wissen – produktiv macht. Er gibt einen Ausblick darauf, wie digitale und soziale Experimentierräume gestaltet werden können, um gesellschaftliche Teilhabe an wissenschaftlichen und politischen Prozessen in Zeiten einer krisenhaften Gegenwart zu fördern. Teamtagebücher als Multifunktionstool Johannes Kepler Universität Linz, Österreich Mit dem Projekt “How to explain AI” haben wir für uns etablierte Wege unserer Forschungstätigkeit verlassen und neue Räume geöffnet, um eine kreative, künstlerische Form der Wissensvermittlung zu Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Dazu haben wir in einem anfangs sehr offenen partizipativen Prozess 20 Co-Researchers (Citizen Scientists, Künstler:innen und AI-Expert:innen) eingebunden und sowohl Inhalte als auch Format gemeinsam erarbeitet. Herausgekommen ist ein Song, der frei verfügbar ist und in einem interaktiven Ausstellungsstand sowie zahlreichen Workshops verwendet wird. Neben diesem konkreten Projektergebnis brachte der partizipative Prozess Erfahrungen und Erkenntnisse, die uns in weiteren Projekten nutzen und die wir gerne mit der PartWiss-Community teilen. Viele der eingesetzten Methoden und Werkzeuge sind projekt- und domänenunabhängig anwendbar. Dieses Projekt-Meetup greift die Teamtagebücher heraus: Nach jedem Workshop und zu jedem Monatsende haben die Teammitglieder nach strukturierter Vorlage mit Impulsfragen das Geschehene dokumentiert und reflektiert. Ursprünglich als Messinstrument für die Begleitevaluierung eingeführt, haben sich die Tagebücher als wertvolles Multifunktionstool herausgestellt. Sie boten Raum für die Aufzeichnung von informellem Feedback der Mitwirkenden genauso sowie der eigenen Beobachtungen und Eindrücke, legten Aufmerksamkeit und Wertschätzung auf wichtige Kleinigkeiten, dienten als Informationsquelle zur Projektsteuerung, hielten Learnings jenseits formaler Projektberichte fest und zeigten sich als unerwartete Kommunikationsunterstützung im Team. Alle mitnehmen – wie gelingt inklusiver Austausch im Kinder- und Jugendrat? 1: Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZJK), Deutschland; 2: Technische Universität Dresden; 3: Universität Leipzig Am Standort Leipzig/Dresden des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) wird aktuell ein Kinder- und Jugendrat aufgebaut. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche (10–17 Jahre) mit möglichst unterschiedlichen Hintergründen und Lebensrealitäten in Forschungsprozesse einzubeziehen. Dies umfasst verschiedene Altersgruppen, soziale und kulturelle Kontexte, städtische und ländliche Lebensräume sowie unterschiedliche Erfahrungen mit Krankheit. Vor diesem Hintergrund soll der Kinder- und Jugendrat online stattfinden, um Teilnahmebarrieren zu reduzieren. Die bisherige Konzeptarbeit zeigt: Eine zentrale Herausforderung liegt in der Gestaltung von Beteiligungsformaten, die alle Kinder und Jugendliche gleichermaßen einbeziehen, unabhängig von Alter, Vorerfahrung oder Kommunikationsstil. Wie verhindern wir das einzelne Stimmen dominieren und andere verstummen, insbesondere im Online-Setting? In einem Projekt-Meet-Up werden diese Fragen gemeinsam erarbeitet, indem eine Methode ausprobiert wird, die genau das leisten soll: Nach einem Pitch bearbeiten die Teilnehmenden die Frage im Format einer ‚Silent Discussion‘: Ideen werden gleichzeitig auf einem Papierbogen festgehalten in Form von Stichpunkten, Sätzen, Skizzen oder Kommentaren. In einem abschließenden Blitzlicht reflektieren die Teilnehmenden die Möglichkeiten und Grenzen des Formats. Der Beitrag verortet sich im Themenschwerpunkt Subjektivität & Strukturen und fragt, wie Beteiligungsformate individuelle Selbstwirksamkeit fördern oder einschränken. Die gesammelten Ideen fließen in die weitere Konzeptentwicklung ein. Everyone Will Grief! Berlin University Alliance, X-Tutorial Grief and Society, Deutschland As social and ecological crises intensify, societies are increasingly confronted with experiences of loss. Yet, grief is highly psychologized and individualized in contemporary Western societies. Our project explores the relationship between grief and society. It creates a transformative space that combines lived experience and academic inquiry. It simultaneously inquires about the way neoliberalism permeates grief as well as its transformative potential. An interdisciplinary setting with students from psychology, the social sciences, linguistics etc. expands the narrow psychological discourse on grief. A central question is how to connect theory and practice at the intersection of individual and collective, as well as personal and academic experiences. How much space can research hold for emotions? It seems paradoxical to exclude emotions from the research process when they are the subject itself. The project employs qualitative and creative methods, including (audio)visual approaches, allowing space for subjectivity, creativity, and experimentation. It attempts to illuminate conditions that are often erased by quantitative, ostensibly objective research. The results will be presented in an exhibition. The accessibility of results aims to bridge the gap between academia and society. Interactive elements within the exhibition attempt to overcome institutional deficits and expand the meaning of interdisciplinarity beyond academia. Das KARLA Projekt: Partizipative Entwicklung einer KI-gestützten App als Hilfestellung für schwierige Texte Technische Universität Dortmund, Deutschland Im Projekt KARLA entwickeln Menschen mit Lernschwierigkeiten als Peer-Forscher*innen gemeinsam mit Praktiker*innen, technischen Entwickler*innen und Wissenschaftler*innen eine KI-gestützte App, die als Hilfestellung zum Verständnis für Texte in schwere Sprache genutzt werden kann. Die App erleichert das Verständnis komplexer Texte, beispielsweise durch Übersetzungen in Einfache Sprache oder das Hervorheben wichtiger Informationen. Unter dem Einsatz verschiedener partizipativer Methoden in der technischen Entwicklung, der Forschung und in der Prozessgestaltung im transdisziplinären Team ist ein erster App-Prototyp entstanden, der zurzeit mit verschiedenen Personengruppen getestet und auf der Konferenz ausprobiert und diskutiert werden kann. Im Projekt KARLA zeigt sich deutlich, wie wichtig der Einbezug von Co-Forscher*innen als End-Nutzer*innen für die Technikentwicklung ist, um ein für die Praxis relevantes (digitales) Produkt zu entwickeln, institutionelle Hürden zu überwinden und Selbstwirksamkeit und Perspektivenerweiterung von allen am Projekt beteiligten Personen zu stärken. Zusätzlich können im Rahmen der Projekt-Meet-Ups erste Ergebnisse aus dem Folgeprojekt KAPIERT vorgestellt und diskutiert werden. In KAPIERT wird das Ziel verfolgt, die Funktionen der KARLA App verbessern und zu erweitern um bspw. Inhalte in eine von Behörden akzeptierte Sprache zu übertragen um die schriftliche Kommunikation mit Behörden zu vereinfachen. |
| 16:30 - 17:30 | Training-Format 1 Ort: Bischkek A (EG) |
| 16:30 - 17:30 | Training-Format 2 Ort: Bischkek B (EG) |
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Transdisziplinäres Storytelling – Let´s talk im Interimsraum! Ein Kommunikationraum für Wissenschaftler*innen in frühen Qualifizierungsphasen 1: Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund; 2: 10370, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. Mit der zunehmenden Anwendung transdisziplinärer Forschungsansätze in unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten, insbesondere in den Nachhaltigkeitswissenschaften, steigt auch die Anzahl von Personen, die sich im Rahmen entsprechender Projekte qualifizieren. Sie stehen häufig vor der Herausforderung, sich innerhalb einer wissenschaftlichen Disziplin zu spezialisieren, während sie zugleich in einer eher „undisziplinierten“ Umgebung (Haider et al. 2018) arbeiten. Unterschiedliche Fachsprachen, Methoden und Perspektiven zwischen Wissenschaftler*innen und Praxispartner*innen erzeugen häufig einen erhöhten Bedarf an Abstimmung, spezifischen Räumen und Ressourcen für einen gleichberechtigten Austausch, Reflexion und Positionierung. Vor diesem Hintergrund hat die GTPF ein „Sommercamp" in Berlin veranstaltet, in dem sich Early Carrer Researchers gegenseitig unterstützt und Netzwerke aufgebaut haben. Das Workshopformat „Transdisziplinäres Storytelling – Let’s talk im Interimsraum!“ greift diese Erfahrungen auf. Der Interimsraum wird dabei als gestalteter sozialer Raum mit Erkenntnisanspruch konzipiert, der als temporäre Infrastruktur für kollegiale Unterstützung und Vernetzung dient und Impulse des Sommercamps in den Kontext der PartWiss 2026 überträgt. Im Workshop werden mittels niedrigschwelliger Interventionen (Speed-Dating, visuelle Ergebniswände, kollegiale Beratung) dialogische Austauschformate initiiert. Der Beitrag ist im Themenschwerpunkt „Subjektivität & Strukturen“ verortet und verfolgt drei Ziele: (1) Ergebnisse und Themen des Sommercamps einer erweiterten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, (2) Netzwerke zu stabilisieren (3) Erfahrungswissen in einen gemeinsamen Reflexionsraum zu überführen. |
| 16:30 - 17:30 | Exponate 3 Ort: Duschanbe (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Foyer Tiflis (OG) |
| 16:30 - 17:30 | Experimente 4 Ort: Chisinau A (OG) |
| 16:30 - 17:30 | Experimente 5 Ort: Chisinau B (OG) |
| 16:30 - 17:30 | Training-Format 3 Ort: Vilnius A (OG) |
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Keine Angst vor Fragen! Formatentwicklung für dialogische Wissenschaftskommunikation Fraunhofer-Gesellschaft, Deutschland Wie lassen sich dialogische Kommunikationsformate entwickeln, die Bürger:innen und andere Interessensgruppen aktiv in Forschung einbinden und komplexe gesellschaftliche Fragestellungen erfahrbar machen? Das Training vermittelt praxisorientierte Methoden zur Entwicklung dialogischer Wissenschaftskommunikation in partizipativen und experimentellen Forschungssettings. Nach einem kurzen Input steht die konkrete Formatentwicklung im Fokus: Die Teilnehmenden arbeiten an eigenen Fragestellungen und entwerfen dialogische Settings (z. B. für Reallabore, Beteiligungsprozesse oder Co-Creation). Sie erproben aktivierende Fragetechniken, entwickeln Dramaturgien für Austauschprozesse und lernen, produktiv mit Unsicherheit, Widerspruch und offenen Diskussionen umzugehen. Dialogische Formate bringen unterschiedliche Wissensformen zusammen – und machen epistemische Spannungen sichtbar: Was gilt als Wissen? Wer entscheidet darüber? Wie lassen sich wissenschaftliche und erfahrungsbasierte Perspektiven sinnvoll verbinden? Diese Fragen werden im Training sowohl reflektiert als auch in Übungen praktisch bearbeitet. Gleichzeitig wird diskutiert, welche Ressourcen (Zeit, Kompetenzen, Infrastruktur und institutionelle Anerkennung) notwendig sind, um solche Formate langfristig zu verankern. Das Training richtet sich an Forschende, Kommunikator:innen und Praxisakteur:innen, die dialogische Beteiligungsformate entwickeln und in ihrer eigenen Arbeit anwenden möchten. Ergebnis ist ein übertragbares Formatkonzept, das direkt in die eigene Praxis integriert werden kann. Die Trainerin bringt fundierte Erfahrung in dialogischer Wissenschaftskommunikation und partizipativen Prozessen ein. |
| 16:30 - 17:30 | Training-Format 4 Ort: Vilnius B (OG) |
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Patient:innenbeteiligung stärken: Kompetenzen, Dialog und gemeinsame Forschung 1: Berlin Institute of Health at Charité (BIH), Deutschland; 2: Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland Die aktive Patient:innenbeteiligung ist zu einem wichtigen Merkmal verantwortungsvoller Gesundheitsforschung geworden. Trotz der wachsenden Bedeutung fehlen unabhängige und krankheitsübergreifende Qualifizierungsangebote für Patient:innen. Ein solches Angebot ist vor dem Hintergrund eines oft schwer zugänglichen Wissenschaftssystems notwendig. Im BMFTR-geförderten Projekt KOMPART (Kompetenzaufbau für Patient:innen zur aktiven Partizipation in der Gesundheitsforschung) wird ein entsprechendes Angebot partizipativ konzipiert, erprobt und evaluiert. Als Teil der partizipativen Entwicklung wird in diesem Vernetzungsformat ein erstes Konzept vorgestellt und durch Feedback der Teilnehmenden weiterentwickelt. An drei World-Café-Tischen werden nach einer kurzen Einführung folgende Fragestellungen diskutiert: 1. Aus der Bürger:innen-/Patient:innenperspektive: In welchen Phasen einer (klinischen) Studie möchten Sie aktiv beteilig sein, welche Wünsche haben Sie bezüglich Mitspracherecht und Mitgestaltung? 2. Aus der Bürger:innen-/Patient:innen- und der Forschenden-Perspektive: Welches Wissen und welche Kompetenzen brauchen alle Beteiligten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit? 3. Wie bringen wir Bürger:innen/Patient:innen und Forschende zusammen, und wie gestalten wir den Zugang zu Gesundheitsforschung inklusiver? Die Einreichenden arbeiten im Team Patient & Stakeholder Engagement des BIH QUEST Centers for Responsible Research, das seit 2019 an der Stärkung von aktiver Patient:innenbeteiligung in der Forschung arbeitet. Der Beitrag greift zwei Themenschwerpunkte der PartWiss2026 auf und beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Akteuren: Wie und unter welchen Bedingungen forschen wir gemeinsam? |
| 16:30 - 17:30 | Training-Format 5 Ort: Tallinn A (OG) |
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Wie über unser Projekt reflektieren? Eurac Research, Italien Evaluation spielt in Forschungsprojekten eine große Rolle, wobei oftmals klassische Evaluationsmethoden zum Einsatz kommen. Weniger häufig wird eine Projektreflexion abseits von geforderten Evaluationen und Wirkungsanalysen durchgeführt. Daher werden in diesem Methodentraining unterschiedliche Ansätze der Projektreflexion (für Forscher:innen und Beteiligte) gemeinsam ausprobiert, die insbesondere Prozesse, Erfahrungen, Spannungen und implizites Wissen sichtbar machen. Dabei probieren sich die Teilnehmenden an Methoden unterschiedlicher Länge und Komplexität aus: von retrospektiven und abfragenden Methoden (z.B. Mad, Sad Glad oder Stimmungsabfragen) bis hin zu einsichtsvolleren und umfangreicheren Ansätzen (z.B. Flaschendrehen oder Modellen des Reflexionszyklus), die es nicht nur erlauben, Gefühle auszudrücken und Erfahrungen mitzuteilen, sondern auch für die Beantwortung von konkreten Fragen genutzt werden können. Das Training zielt darauf ab, Reflexion nicht nur als Mittel der Evaluation oder Projektsteuerung zu sehen, sondern als Möglichkeit, dem Bedürfnis nach Ausdruck von Erfahrungen und Emotionen im Projektverlauf Raum zu geben. |
| 16:30 - 17:30 | Experimente 1 Ort: Tallinn B (OG) |
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Model International Council for Collaborative Research Infrastructures – A Cooperative Simulation Game 1: Berlin University Alliance, Deutschland; 2: TU Berlin The future of collaborative research depends critically on whether structural, institutionalized support, and systemic anchoring within science systems can be achieved (Podann et al. 2025; GTPF 2025-1). The study SPOTLIGHTS – Strategies for the Future of Collaborative Research Worldwide, part of the PartWiss 2026 accompanying program hosted by the TD-Lab of the Berlin University Alliance, investigates international best-practices for infrastructures that enable collaborative research, incentive systems, addressing governance models, organizational learning, funding logics, and political-institutional frameworks. The cooperative simulation game Model International Council for Collaborative Research Infrastructures translates these findings into an experience-based knowledge exchange and acts as a scenario instrument for engaging with possible futures of structural support for collaborative research. It is designed for PartWiss participants interested in long-term institutionalization, as well as for the international fellows studied in SPOTLIGHTS who will participate in the PartWiss to enter exchange with a broader expert community. The game is deliberately cooperative: collaboration is its method and its premise. Participants take on assigned roles, e.g. a university from the Global South, a supranational funding body, international NGOs, non-university organizations such as Oxfam Research, foundations such as the African Capacity Building Foundation, or institutions of indigenous knowledge communities. Participants receive position papers alongside a draft resolution grounded in the findings of the study SPOTLIGHTS. As delegates to the fictional International Council, participants negotiate a shared strategy for the worldwide consolidation of collaborative research infrastructures. The resolution passes only if all perspectives are genuinely integrated through consensus or reasoned compromise. By inhabiting institutional positions beyond their own experience, participants gain access to unfamiliar logics, interests, and constraints. The cooperative format cultivates mutual listening, peer learning, and the negotiation of competing interests toward a shared goal - core competencies that transdisciplinarity and participation in science most urgently require. The experiment language will be English. |
| 16:30 - 17:30 | Experimente 2 Ort: Riga A (OG) |
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Reallabore für urbane Landwirtschaft?! Innovationsareal Öjendorf 1: Hafen City Universität Hamburg, Deutschland; 2: Universität Kassel, Deutschland; 3: Julius Kühn Institut; 4: Arinet GmbH Urbane Ernährungssysteme prägen die nachhaltige Entwicklung von Städten (Moargues-Faus et al. 2026). Teil dessen ist die Urbane Landwirtschaft mit ihren Potentialen u.a. im Bereich Gesundheit, Klimaschutz und Klimaanpassung, Lebensqualität und Erholung (Gulyas and Edmonson 2021, Feldmann et al. 2023). Um diese Potentiale zu entwickeln, müssen naturbasierte Lösungen zu Lösungsmodulen und -paketen verbunden und integriert werden (McCornick et al. 2024). Dazu gehören institutionelle und öffentliche Unterstützung, eine ausreichende Wissensbasis, Ressourcenausstattung, Kommunikation und die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren (Gulyas and Edmonson 2021). Dazu werden bottom-up und grass root Initiativen und Start-ups untersucht, oft mit partizipativen oder experimentellen Ansätzen (s. Feldmann et al., 2023; Specht et al.; 2021; Mumenthaler, C., 2019; Artmann, M. et al., 2018; Olbertz, M. et al., 2025, Säumel et al. 2026). Jedoch sind urbanes Experimentieren und die Urbane Landwirtschaft trotz ihrer Potentiale mit Herausforderungen konfrontiert (Defila and DiGiulio 2018, Raven et al. 2026, Karpe et al. 2025). Dannemann et al. (2024) argumentieren, dass es nicht plausibel sei zu erwarten, dass Realexperimente ohne signifikante Veränderungen in der Bedeutung und Funktionalität heutiger Experimente und gesellschaftlicher Bedingungen zu einer Nachhaltigkeitstransformation beitragen können. Wir stellen das Innovationsareal Öjendorf in Hamburg vor, wo auf zwei Ebenen an der Schnittstelle zwischen Agrarwissenschaft und Landschaftsplanung ko-kreativ geforscht wird. Ausgehend von landwirtschaftlichen Restflächen im peri-urbanen Raum wird neuer Freiraum-Typ entwickelt, um landwirtschaftliche Flächen zu sichern und deren Ökosystemleistungen zu entwickeln. Wir stellen unseren ko-kreativen Raum und verwendete Methoden vor und diskutieren Schlussfolgerungen für dessen Weiterentwicklung im Licht von Raven et al. (2026) und Dannemann et al. (2024). Anhand eines Modells des Innovationsareals planen wir mit den Teilnehmenden ein ‚ideales‘ Reallabor für die Urbane Landwirtschaft. |
| 16:30 - 17:30 | Experimente 3 Ort: Riga B (OG) |
| 17:30 - 18:00 | Networking Ort: Moskau (OG) |
| 18:00 - 20:00 | Abendessen und Bar Ort: Almaty (EG) Ebenfalls in den Räumen Foyer Kiew (OG) und Misk (OG) |