PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Workshop A4
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Bring your own dilemma! Transformative Wissenschaftspraxis zwischen individueller Kompetenzentwicklung und institutionellen Rahmenbedingungen TH Köln, Deutschland Bring your own dilemma! Der Workshop lädt ein zur Beschäftigung mit einem zentralen Spannungsfeld transformativen und transdisziplinären Arbeitens an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), dem Spannungsfeld zwischen auf das Individuum gerichteten Kompetenzanforderungen und strukturellen Rahmenbedingungen. Einerseits steigen die Anforderungen an Wissenschaftler*innen hinsichtlich der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und der Ausrichtung ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl. Die in diesem Zuge geforderte individuelle Kompetenzentwicklung diversifiziert sich kontinuierlich. Andererseits sehen sich Wissenschaftler*innen mit sich nur langsam verändernden strukturellen Rahmenbedingungen konfrontiert. Oftmals folgen Rekrutierungs-, Reputations- und Projektlogiken konventionellen Vorstellungen von akademischer Exzellenz, Wirkung und Erfolg. In einem kurzen Input bieten wir das Kompetenzmodell für transformative Wissenschaftspraxis, welches im Rahmen des Karriereentwicklungsprogramms Karriere hoch 3 des Projekts PLan_CV in der Förderlinie FH-Personal an der TH Köln entstanden ist, als einen Ansatz zur Bearbeitung des oben genannten Spannungsfeldes an. Das Modell vereint empirische Befunde einer ethnographischen Forschung und die normative Zielsetzung der Transformativen Wissenschaftspraxis. Es umfasst fünf Kompetenzbereiche und identifiziert Integration als zentrale Praktik sozial-ökologischer Transformationsprozesse, welche die Navigation divergierender Anforderungen, Ziele, Interessen, Arbeitskulturen und Werte erfordern. Mit einem Schwerpunkt auf Werten und inneren Haltungen verfolgt das Modell die reflexive, werte-orientierte Befähigung im Umgang mit Ambivalenzen. Im Workshop bearbeiten wir gemeinsam die Frage: Wie lassen sich Kompetenzmodelle an Hochschulen so nutzen, dass sie nicht weiter zur Individualisierung herausfordernder institutioneller Rahmenbedingungen beitragen, sondern als Ausgangspunkt für deren mutige und kreative kollektive Bearbeitung dienen? Die Teilnehmenden reflektieren eigene Erfahrungen mit Dilemmata transformativer und transdisziplinärer Forschung und analysieren diese hinsichtlich ihrer strukturellen Einbettung. Darauf aufbauend werden Ansätze erarbeitet, die individuelle Kompetenzentwicklung mit organisationalen Veränderungsprozessen verschränken. Somit bezieht sich dieser Workshop auf den Themenschwerpunkt 3 und die Frage nach den individuellen und institutionellen Bedingungen transdisziplinärer Forschung. | ||