PartWiss 26
Konferenz zur Vernetzung und Stärkung
von Partizipation in der Wissenschaft
18. bis 20. November 2026 in Berlin
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | ||
Workshop 7
| ||
| Präsentationen | ||
Wer gehört zum Kern? Rollen, Macht und Augenhöhe in transdisziplinärer Zusammenarbeit im ländlichen Raum 1: Fachhochschule Potsdam, Deutschland; 2: Verein Gemeinschafts- und BildungsRaum Elbgarten Wittenberge e.V; 3: Netzwerk Klima und Nachhaltigkeit Prignitz Transdisziplinäre Forschung verspricht Zusammenarbeit auf Augenhöhe – doch wer definiert, wer zum „Kern" eines Projekts gehört? Ist Wissenschaft Begleiterin, Teilnehmende oder Mitforschende? Wie versteht sich Zivilgesellschaft: als Vermittlerin, als Zielgruppe oder als gleichberechtigte Wissensproduzierende? Das kollaborative Projekt KLUB (InNoWest, FH Potsdam)[1] widmet sich seit 2023 der Stärkung von ehrenamtlichem und hauptamtlichem Engagement für Klima und Nachhaltigkeit in der Prignitz – einer ländlichen Region, die besonders von strukturellen und politischen Umbrüchen sowie demografischem Wandel betroffen ist. Daraus entstand ein Netzwerk, das vom Projektteam begleitet wird. Im Projektverlauf kamen Fragen auf, die über das konkrete Projekt hinausweisen: Wie können Rollen und Projektaufgaben transparent und kontinuierlich ausgehandelt werden – auch wenn sich Bedarfe im Laufe der Zeit verändern? Wie kann innerhalb von Förderlogiken sichergestellt werden, dass Wünsche der Praxispartner*innen frühzeitig sichtbar werden? Wie geht Wissenschaft damit um, dass sie selbst Teil des Feldes ist, das sie erforscht? Wie kann der Weg zu einer Verstetigung nach Projektende geebnet werden? Im Workshop beleuchten wir diese Fragen anhand konkreter Erfahrungen aus dem Projekt. Im Rollenspiel schlüpfen Teilnehmende in verschiedene Akteursrollen und verhandeln gemeinsam Entscheidungssituationen, in denen Rollenverständnisse, Machtfragen und Projektauftrag sichtbar werden – so wie sie idealerweise schon vor Antragsstellung ausgehandelt werden könnten. Ziel ist ein offener, produktiver Austausch über das, was in solchen Kooperationen oft unausgesprochen bleibt. Eine moderierte Reflexionsrunde schließt den Workshop ab. Dieser Workshop-Vorschlag ist partizipativ entstanden: Er wurde mit Praxispartnerinnen aus der Prignitz entwickelt, die sich als Interviewpartnerinnen am Transferprojekt beteiligt haben. Gesa Geiger, Stadtverordnete und Mitgründerin des Vereins Gemeinschafts- und BildungsRaum Elbgarten Wittenberge e.V wird den Workshop mit dem Projektteam der FH Potsdam durchführen. Unsere Fragen sind gemeinsam gewachsen – aus Kooperationserfahrung und dem Wunsch, ehrlich über das zu sprechen, was gelingt und was nicht. [1] Zum Verbundprojekt siehe: https://innowest-brandenburg.de/. | ||