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World Café „Partizipation in Reallaboren: Wege zu gesellschaftlicher Transformation“
Zeit:
Mittwoch, 04.12.2024:
17:00 - 18:30
Ort:Atelier 2
Personen: 64
Präsentationen
World Café der GTPF AG Reallabore: "Partizipation in Reallaboren: Wege zu gesellschaftlicher Transformation"
Andrea Augsten1, Julia Backhaus2, Philip Bernert3, Holger Hoff4, Pia Laborgne5, Melanie Mbah6, Stefan Raich7, Gudrun Rohde2, Anja Steglich8, Franziska Stelzer9, Jan-Peter Voß2, Matthias Wanner9
1TU Dresden; 2RWTH Aachen; 3RIFS-Helmholtz Zentrum Potsdam; 4Uni Graz, Fieldwork of Excellence Climate Change; 5KIT; 6Ökoinstitut e. v.; 7FH Potsdam; 8StadtManufaktur TU Berlin; 9Wuppertal Inatitut
Ein Reallabor bezeichnet eine transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die dazu dient, in einem räumlich abgegrenzten gesellschaftlichen Kontext Nachhaltigkeitsexperimente durchzuführen, Lösungen zu erarbeiten, Transformationsprozesse anzustoßen und wissenschaftliche wie gesellschaftliche Lernprozesse zu verstetigen (vgl. Parodi et al. 2016: 16). Reallabore haben sich als bedeutende Innovations- und Beteiligungsräume etabliert, die transformative Forschung fördern und die Brücke zwischen verschiedenen (u.a. wissenschaftlichen) Wissensformen und praktischem Handeln schlagen können. Das von der Arbeitsgruppe Reallabore der GTPF organisierte World Café möchte dem Austausch zu Konzepten, Methoden und Erfahrungen zu unterschiedlichen Aspekten der Reallaborforschung einen Raum geben. An Thementischen geht es dabei um Fragen in Bezug auf ..
Demokratische Gestaltung und Inklusivität von Reallaboren: Qualität und Intensität der Beteiligung sowie Erfahrungen mit Methoden hierfür.
Governance-Mechanismen in Reallaboren: wer initiiert Reallabore, wer ist wie beteiligt?
Co-Produktion von Wissen und Lösungenr: Welche Arten/Formen des Wissens entstehen in Reallaboren und wie lassen sie sich für andere Kontexte nutzbar machen?
Wie und warum integrieren und erzeugen Reallabore Soziale Innovationen und was ist deren Rolle und Potential?
Gemeinsame Lernprozesse als Befähigungsleistung im Reallabor. Wege der Erprobung und Nachahmung von sozialen Praktiken vor dem Hintergrund unterschiedlicher Rollen und Ziele.
Transformative Wirkung von Reallaboren und Reallaborexperimenten (vom Wissen zum Handeln).
Die Umsetzung von Reallaboren als langfristigem Setting (über die üblichen Projektzyklen hinaus), das über die Veränderung und Neuinterpretation von Regeln und Ressourcen transformative Kapazitäten zur Gesellschaftsveränderung aufbauen will.
Ablauf des Workshops: Die Dauer des Workshops beträgt 90 Minuten. Die gewählte Methode eines World Cafés erleichtert es, die o.g. Themen aus verschiedenen Perspektiven in Kleingruppen intensiv zu diskutieren und dabei neues Wissen zu erarbeiten. Nach einer kurzen Einführung zu Reallaboren und den zentralen Fragestellungen rund um die Qualität der Partizipation in Reallaboren und Reallaborprojekten stellt sich die GTPF Arbeitsgruppe kurz vor. Danach werden die einzelnen Thementische und deren Leitfragen durch die jeweiligen Gastgeber*innen eingeführt. Es folgen drei fünfzehnminütige Diskussionsrunden an den Thementischen.
In einem Abschlussplenum werden die zentralen Ergebnisse der Thementische durch die jeweiligen Gastgeber*innen dargestellt und im Plenum diskutiert. Mit allen Teilnehmer*innen möchten wir dann in einer Abschlussdiskussion übergreifend erörtern, welchen Beitrag Reallabore (und verwandte Formate) zur Transformation leisten können und was zentrale „Lessons Learned“ im Hinblick auf notwendige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sind, um Reallabore gut und inklusiv zu gestalten und wirksame Räume für Partizipation in der transformativen Forschung zu schaffen.