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Sitzungsübersicht
Sitzung
Vom Misstrauen zur Mitgestaltung: Zur neuen Aktualität partizipativer Forschung als Wegbereiter für Innovation und Transformation
Zeit:
Freitag, 06.12.2024:
10:00 - 11:30

Ort: Atelier 4

Personen: 27

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Präsentationen

Vom Misstrauen zur Mitgestaltung: Zur neuen Aktualität partizipativer Forschung als Wegbereiter für Innovation und Transformation

Simone Kaiser1, Mathias Großklaus2, Nicola Sennewald3, Karena Kalmbach4

1Fraunhofer IAO; 2Agora Digitale Transformation; 3Hochschule München; 4Futurium

Technologische Innovationen und Transformationsprozesse werden von „der Gesellschaft“ nicht immer nur positiv aufgenommen. Sie rufen bei manchen Menschen auch Skepsis, Sorge und Ängste hervor. Dies ist kein neues Phänomen. Angesichts einer sich zunehmend polarisierenden öffentlichen Debatte besteht jedoch die Gefahr, dass Forscher:innen und Forschungsmittelgeber:innen vor der Einbeziehung von Bürger:innen zurückschrecken. Für die demokratische Gestaltung wichtiger Zukunftsfelder ist dies eine relevante Herausforderung: Die Potenziale von Partizipation für Mitbestimmung, Ergebnisqualität, Legitimität und letztendlich auch Akzeptanz werden nicht genutzt.

In diesem interaktiven Panel wollen wir aus verschiedenen Technologie- und Anwendungsfeldern sowie aus verschiedenen organisationalen Perspektiven heraus aktuelle Erfahrungen und Learnings zu partizipativer Innovationsgestaltung bündeln und diskutieren. Dabei ist es uns wichtig, die Erfahrungen und Learnings partizipativ arbeitender Forscher:innen in den Mittelpunkt zu rücken. Mit diesem anwendungsorientierten Blick wollen wir angesichts einer aktuell an vielen Stellen polarisierten und polarisierend geführten öffentlichen Debatte, folgenden Fragen nachgehen:

  • Hat sich der Rahmen für partizipative Forschung verändert? Wenn ja inwiefern?
  • Wie können Forscher:innen - auch und gerade in kontroversen Transformationsfeldern - motiviert werden, (weiter) partizipativ zu arbeiten?
  • Welche Prozesse, Formate und Methoden sind geeignet, um vom Misstrauen zur Mitgestaltung zu kommen? Wie erreichen wir insbesondere auch Zielgruppen und Communities, deren Skepsis besonders ausgeprägt ist und/oder die noch wenig gehört werden?
  • Was wissen wir bereits über die Wirkung solcher Formate? Wie kann die Wirkung weiter gemessen und belegt werden?

Der Fokus liegt dabei auf Lösungsansätzen und Learnings für die Umsetzung von partizipativen Forschungsprojekten in gesellschaftlich kontrovers diskutierten Transformationsfeldern.

Das interaktive und praxisorientierte Panel soll eröffnet werden durch Kurzimpulse der Panelist:innen (3 zugespitzte Thesen/Erfahrungen der Panelist:innen zu den o.g. Fragen). Anschließend folgt eine moderierte Fishbowl-Diskussion, in der die Panelist:innen gemeinsam mit Teilnehmenden des Panels diskutieren.

Panelist:innen (alphabetisch):

Dr. Mathias Großklaus, Innovation Lead Partizipative Governance bei Agora Digitale Transformation, bringt theoretische und praktische Perspektiven aus der partizipativen Gestaltung von Regierungs- und Verwaltungshandeln jenseits herkömmlicher Beteiligungsverfahren ein.

Simone Kaiser, Leiterin des Centers for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer IAO diskutiert empirische Ergebnisse aus partizipativen Forschungsprojekten zur Entwicklung und Anwendung von grünen Wasserstofftechnologien.

Dr. Nicola Sennewald, Strategische Hochschulentwicklung und Geschäftsleitung der HM:UniverCity teilt Erkenntnisse aus einem europäischen Leuchtturmprojekt zur partizipativen Gestaltung von inklusiven, umweltgerechten und zukunftsfähigen Stadtteilen

Dr. Anna Schieben (angefragt) – DLR e.V., Konsortialleitung für das 5G-Reallabor in der Mobilitätsregion Braunschweig-Wolfsburg; Urlaubsbedingt steht die Rückmeldung noch aus.