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1Johannes Kepler Universität Linz, Österreich; 2LBG Open Innovation in Science Center, Wien, Österreich; 3Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung Wien, Österreich; 4Medizinische Universität Wien, Österreich
Partizipation in der Wissenschaft ist ein – den Konferenzbeteiligten hinlänglich bekanntes – Mittel, um Wirkung in der Gesellschaft zu erzielen. Wie diese Wirkung aussieht, wie sie erkannt und gemessen werden kann, welche Pfade dorthin führen sollen und welche Funktion Partizipation dabei hat, gilt es bereits zu Beginn eines Projekts zu bedenken. Die Definition von Qualitätskriterien, Maßnahmen und Wirkungspfaden ermöglicht es, das Projekt während der Umsetzung kontinuierlich zu reflektieren. Dies ist insbesondere bei partizipativen Projekten wichtig, bei denen die Ergebnisse im Laufe des Projekts mit allen Beteiligten erarbeitet werden. Die „OIS Wirkungslogik“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft bietet dafür partizipativen Forschungsprojekten Leitlinien und Werkzeuge an, um (angestrebte) Wirkung der Einbindung von Bürger:innen zu planen und zu erkennen.
Den Einstieg ins Panel bildet ein Kurzvortrag zu Hintergrund, Theorie und Methode der OIS Wirkungstools. Einblicke in drei inhaltlich sehr diverse partizipative Forschungsprojekte (Mensch-Technik-Interaktion, Geschichtswissenschaft und Public Health) liefern Praxisbeispiele dieser Herangehensweise. Alle drei Projekte arbeiteten mit einer „Theory of Change“, um Wirkungspfade zu definieren und iterativ zu reflektieren. Zu allen drei Projekten entsteht ein abschließender „Impact Case“. Die Projekte unterscheiden sich hinsichtlich Zielgruppen, Methoden und angestrebter Wirkungsbreite, was jeweils eigene Anpassungen der Werkzeuge erforderte.
In einer zusammenfassenden Diskussionsrunde werden die Nutzung der Werkzeuge in den verschiedenen Projekten verglichen und Herausforderungen bei der Anwendung aufgezeigt. Anmerkungen und Fragen aus dem Publikum sind hierbei zur weiteren kritischen Diskussion der Herangehensweise sehr willkommen.
Ziel des Panels ist es, Möglichkeiten zur Planung und fortlaufenden Reflexion von Wirkung vorzustellen sowie diese anhand der projektspezifischen Anforderungen zu diskutieren, um unsere Praxiserfahrung für die Entwicklung gemeinsamer Leitlinien beizutragen.
ABLAUF:
Einstiegsvortrag zu Wirkungs-Planung, -Erhebung, -Kommunikation in partizipativen Projekten:
Mathieu Mahve-Beydokhti, LBG Open Innovation in Science Center, Programm-Manager Impact
Kurzvorträge zu Anwendungsbeispielen:
Kathrin Meyer, Johannes Kepler Universität Linz, LIT Robopsychology Lab, Projekt „How to explain AI“: Gemeinsam mit 20 Citizen Scientists, Künstler:innen und KI-Expert:innen wurden drängende Fragen zu Künstlicher Intelligenz gesammelt und als kreative Beantwortung dieser ein Song entwickelt.
Nadjeschda Stoffers, Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung, Projekt „MEMORY LAB. Partizipative Forschung zum Lebensborn-Heim Wienerwald, 1938-1945“: Gemeinsam mit Co-Forscher:innen, die unterschiedliche persönliche Bezüge zu dem Mütterheim des SS-Vereins “Lebensborn” in Feichtenbach/Niederösterreich haben, fand eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Heimes statt.
Silvia Wojczewski und Simona Durisova, Med Uni Wien, Center for Public Health, Caring Communities for Future Lab, Projekt „MigraCare“: Mit einem transdisziplinären Team werden Möglichkeiten geschaffen, damit migrantische “24h”-Personenbetreuer:innen sich besser in formelle und informelle Pflegenetzwerke in Österreich einbringen können.