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Leitlinienentwicklung für partizipative Forschung im Zuge der Third Mission? Eine kollektive Annäherung an Chancen, Herausforderungen und gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten
Zeit:
Donnerstag, 05.12.2024:
17:00 - 18:30
Ort:Atelier 4
Personen: 27
Präsentationen
Leitlinienentwicklung für partizipative Forschung im Zuge der Third Mission? Eine kollektive Annäherung an Chancen, Herausforderungen und gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten
Claudia Mendes1, Douglas Carvalho Ribeiro1, Sabine Maasen1, Silke Betscher2, Tim Eckhardt1
1Universität Hamburg; 2HAW Hamburg
Universitäten und mit Ihnen die zugehörigen Forschenden stehen zunehmend vor der Herausforderung, die sogenannte Third Mission umzusetzen und damit auch Ansätze partizipativen Forschens zu stärken und zu intensivieren. Verantwortliche Forschung in heterogenen Gestaltungsgemeinschaften ist jedoch nach wie vor überaus aufwändig, kaum standardisiert oder gar reputationsfähig. Aus diesem Impetus entstehen aktuell nicht nur Einzelaktivitäten interessierter Forschender, sondern auch institutionalisierte Strukturen zur Unterstützung transdisziplinärer Kooperationen in Forschung und Lehre über einzelne Disziplinen und Fakultäten und hinaus. Als zentrale Einrichtungen sind diese unterschiedlichsten Fachkulturen, Zielvorstellungen und Akteurskonstellationen gleichermaßen verpflichtet. Es stellen sich daher folgende drängende Fragen: Wie können Volluniversitäten die Qualität ko-kreativer Zusammenarbeit befördern, ohne dabei Beteiligte zu bevormunden oder zu verprellen? Welche Grundprinzipien wirken bereits in verschiedenen Disziplinen und Anwendungsfeldern, und wie kann man dieser Pluralität gerecht werden, ohne in Beliebigkeit abzudriften? Sind Leitlinien ein geeignetes Instrument oder bedarf es alternativer/ zusätzlicher Formate? Wie und mit welchen Akteur:innen können diese ausgehandelt werden, zirkulieren und Wirkung entfalten?
Diesem Spannungsfeld möchte das vorgeschlagene Panel sich gemeinsam annähern und schlägt eine dreiteilige Gliederung vor. Zunächst wird das skizzierte Spannungsfeld in einem Einführungsvortrag ausdifferenziert. Anschließend werfen Kurzvorträge Schlaglichter auf konkrete partizipative Forschungsformate und ihre jeweils zu Grunde liegenden Prinzipien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Anwendungsfeldern. Auf dieser Grundlage möchte das Panel schließlich gemeinsam mit dem Plenum die aufgeworfenen Fragen und Ansätze diskutieren und weiterverfolgen.
Einführung (10 Min):
Perspektiven zum Umgang mit Leitlinien partizipativer Wissenschaft an einer Volluniversität aus Sicht einer zentralen Transfereinheit (Sabine Maasen, Universität Hamburg)
Einblicke aus verschiedenen Fachdisziplinen und Anwendungsfeldern (jeweils 10 Minuten)
Qualitätskriterien langfristiger Community Forschung an der Schnittstelle von Gesundheit und Soziales am Beispiel Poliklinik Veddel (Silke Betscher, HAW Hamburg)
Aufbau eines transdisziplinären Wissensnetzwerks zwischen Obstbauern und Bodenkundlern zur Nachhaltigkeitstransformation in der Landwirtschaft (Tim Eckhardt, Universität Hamburg)
Grundprinzipien der Science and Technology Studies in der partizipativen Gestaltung digitaler städtischer Infrastrukturen (Claudia Mendes, Universität Hamburg)
Inklusives Legal Design und die Integration dekolonialer Perspektiven am Beispiel eines Human-Centered Legal Systems (Douglas Carvalho Ribeiro, Universität Hamburg)