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Verbindungen schaffen: Die Schlüsselrolle der Schnittstellenmanager*innen in transdisziplinären Nachhaltigkeitsprojekten
Zeit:
Donnerstag, 05.12.2024:
11:00 - 12:30
Ort:Atelier 4
Personen: 27
Präsentationen
Verbindungen schaffen: Die Schlüsselrolle der Schnittstellenmanager*innen in transdisziplinären Nachhaltigkeitsprojekten
Nina Kulawik1, Katja Brundiers1, Chantal Krumm2, Laura Niggemann3
1Universität Freiburg, Deutschland; 2ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt, Deutschland; 3Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland
Schnittstellenmanager*innen sind Personen, die die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, also Wirtschaft, Politik, Bürger*innen, Verwaltung sowie Kunst und Kultur, ermöglichen und koordinieren. Diese transdisziplinären Kollaborationen erfordern spezifische Fähigkeiten und Ressourcen, die Wissenschaftler*innen oft fehlen. Somit nehmen Schnittstellenmanager*innen eine ergänzende Funktion ein, unterstützen transdisziplinäre Forschungs- und Lehrprojekte, gerade im Nachhaltigkeitsbereich, und tragen maßgeblich zu deren Erfolg bei.
Der Beitrag umfasst drei Teile: (1) einen Einführungsvortrag, (2) Praxisbeispiele und (3) eine interaktive Diskussion. Das Panel beginnt mit einem Vortrag von Katja Brundiers und Chantal Krumm zu den empirisch identifizierten Aufgaben und Funktionen der Schnittstellenmanager*innen im Bereich transdisziplinärer Nachhaltigkeitsprojekte. Diese werden unter anderem anhand der Projektphasen eines Forschungsvorhabens aufgezeigt, um den theoretischen Hintergrund, die Methoden von Schnittstellenmanager*innen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten in ihrem Arbeitsalltag aufzuzeigen. Die Referentinnen erklären, warum Schnittstellenarbeit notwendig ist und welche Vorteile sie den verschiedenen Beteiligten bringen kann.
Gestützt durch zwei Praxisbeispiele, wird die Relevanz der Schnittstellenmanager*innen tiefergehend erläutert. Beide Beispiele tragen zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen bei, indem sie das Innovations- und Transfergeschehen in den jeweiligen Regionen verbessern. Laura Niggemann stellt ihre Schnittstellenarbeit im Projekt "TrICo – Transformation durch Innovation und Kooperation in Communities" mit Fokus auf Impactorientierung an der Leuphana Universität Lüneburg vor. Die vier Innovation Communities arbeiten an gesellschaftlich relevanten Fragen zu Nachhaltiger Produktion, Schulentwicklung, Social Innovation sowie Kunst und Kultur. Nina Kulawik präsentiert ihre Schnittstellenarbeit im Projekt "Innovationscampus Nachhaltigkeit", das von der Universität Freiburg und dem Karlsruher Institut für Technologie umgesetzt wird. Ziel ist es, einen Forschungs- und Transformationsraum für Nachhaltigkeitsinnovationen zu schaffen. Beiden Schnittstellenmanagerinnen kommt eine zentrale Rolle in ihren Projekten zu, da sie Rahmenaufgaben übernehmen, die von den Forschenden selbst nicht zusätzlich leistbar sind. Sie antworten auf den erhöhten Koordinationsbedarf transdisziplinärer Projekte, die starke Nachfrage nach Capacity-Building im Bereich der Transdisziplinarität seitens der Forschenden, sowie auf die zunehmenden Anfragen aus Politik und Zivilgesellschaft nach nachhaltigen Lösungen.
Abschließend möchten wir mit dem Publikum über Chancen der Arbeit der Schnittstellenmanager*innen in der transdisziplinären (Nachhaltigkeits-)Forschung sprechen sowie Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden diskutieren und gemeinsam Lösungsvorschläge umreißen.