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Die wissenschaftlichen Wirkungen transdisziplinärer und partizipativer Forschung sind oft unklar und wenig expliziert, obwohl sie einen zentralen Anspruch dieser Ansätze darstellen. Das herkömmliche Verständnis wissenschaftlicher Wirkungen als Impact, gemessen u.a. durch Zitationen, wird übereinstimmend als zu eng und unzureichend für transdisziplinäre und partizipative Forschung bewertet (z.B. Krainer and Winiwarter 2016, Allweiss et al. 2021). Gleichzeitig gibt es bislang kaum Ansätze, welche die diversen wissenschaftlichen Wirkungen dieser Art von Forschung systematisieren und damit sichtbar machen (z.B. Rau et al. 2018, Marg und Theiler 2023).
Innerhalb der AG Wirkungen der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTPF) hat sich daher eine Untergruppe formiert, die ein gemeinsames Verständnis wissenschaftlicher Wirkungen entwickeln will. Diese interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe schöpft aus Forschungserfahrungen in der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung, Gesundheitsförderungsforschung, Public Health, partizipativen Gesundheitsforschung, Bürger:innenbeteiligung, partizipativen Technikfolgenabschätzung sowie Science and Technology Studies.
Basierend auf der eigenen Forschungspraxis entwickelt die Gruppe derzeit eine Landkarte wissenschaftlicher Wirkungen der transdisziplinären und partizipativen Forschung, die den Status Quo in unterschiedlichen Communities und Forschungsfeldern abbildet. Diese Kartierung soll einerseits zur Begriffsschärfung beitragen und andererseits eine Reflexion der eigenen Forschungspraxis fördern.
Ziel des Workshops im Rahmen der PartWiss 2024 ist es, das in der Untergruppe der AG Wirkungen der GTPF entwickelte Produkt einem breiten Kreis transdisziplinär und partizipativ Forschenden zugänglich zu machen. Die Landkarte wissenschaftlicher Wirkungen soll vorgestellt, diskutiert und mit den vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmenden erweitert und angepasst werden. Die Beiträge der Teilnehmenden werden nach dem Workshop konsolidiert und in das finale Produkt integriert. Neben dem inhaltlichen Ziel fördert dieser Workshop auch den Wissensaustausch zwischen unterschiedlichen Communities zu den wissenschaftlichen Wirkungen transdisziplinärer und partizipativer Forschung.
Der Workshop dauert 90 Minuten und beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Gruppe und deren Arbeitsweise, gefolgt von der Präsentation der bisher erarbeiteten Landkarte. In moderierten Kleingruppen diskutieren, ergänzen und validieren die Teilnehmenden die präsentierten Inhalte (z.B. mit der Think-Pair-Share-Methode). Die Ergebnisse werden dokumentiert. Zum Abschluss treffen sich die Kleingruppen im Plenum zu einer übergreifenden Reflexion.
Insgesamt bietet dieser Workshop im Rahmen der PartWiss 2024 eine sehr gute Möglichkeit, das konzeptionelle Verständnis wissenschaftlicher Wirkungen transdisziplinärer und partizipativer Forschung weiterzuentwickeln sowie die Potenziale dieses Themas in verschiedenen Communities und Forschungsfeldern in den Fokus zu stellen.