Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | ||
Plenary-1-(EN): Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion erlebbar machen: wo stehen wir und wo müssen wir hin? (Plenary) (Deutsch & ENGLISH)
Diversity Walk geleitet von Marion Weigl und Sylvia Gaiswinkler, GÖG
Paneldiskussion: Laurenz Maresch, Special Olympics Österreich Athlet*in Special Olympics Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin Caritas Österreich und Direktorin Caritas Steiermark Irida Kulla, Verein IKEMBA Armutsnetzwerk Steiermark | ||
| Zusammenfassung der Sitzung | ||
|
Das erste Plenary zeigt die ganze Bandbreite von Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion auf, und unterstreicht die Relevanz des Themas für Public Health. Das Plenary startet interaktiv mit dem Diversity Walk, in dem erfahrbar wird, wie Exklusion in Österreich aussieht. Danach setzt der Vortrag von Marion Weigl das Thema in einen strategischen Rahmen, bevor die Paneldiskussion Vertreter*innen wichtiger Proponenten für mehr Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion zu Wort kommen lässt. | ||
| Präsentationen | ||
Gesundheitliche Chancengerechtigkeit - Wo stehen wir und wie geht es weiter? Gesundheit Österreich GmbH (Austrian National Public Health Institute), Österreich Bereits in der Ottawa-Charta wurde festgehalten, dass Maßnahmen der Gesundheitsförderung darauf abzielen, bestehende soziale Unterschiede im Gesundheitszustand zu verringern und Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Menschen befähigt werden, ihr größtmögliches Gesundheitspotential zu verwirklichen. Daten für Österreich zeigen jedoch, dass nach wie vor ein „sozialer Gradient“ der Gesundheit besteht: Menschen mit weniger formaler Bildung und geringem Haushaltseinkommen berichten häufiger von einem schlechten Gesundheitszustand. Dieser Gradient hat sich laut Analysen von EuroHealthNet und CHAIN in den letzten Jahren sogar vergrößert. Dies kann auch an den Krisen liegen, die seit der COVID-19-Pandemie laufend auftreten und soziale/sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen stärker treffen. Womöglich erreichen bzw. unterstützen wir jedoch gerade diejenigen zu wenig, die dies am meisten brauchen. Diese Entwicklung ist weder gerecht noch günstig, sie entspricht auch nicht den Sustainable Development Goals, die sich u.a. dem Prinzip „Leave no one behind“ verschrieben haben, oder anderer relevanter Strategien wie den Gesundheitszielen für Österreich. Es erscheint daher wichtig, den sozialen bzw. sozioökonomischen Gesundheitsdeterminanten mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Nach dem Motto „do something, do more, do better“ von Michael Marmot, sollten aber auch gezielte Aktivitäten gesetzt werden, unabhängig vom Ausgangslevel. Eine systematische, politikfeldübergreifende Herangehensweise trägt am wahrscheinlichsten zu einer Verbesserung im Sinne einer Verringerung des sozialen Gradienten bei. Es kann bei der sozialen Ungleichheit oder den intermediären Einflussfaktoren angesetzt werden. Es kann versucht werden, die Gesundheit von besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Dies birgt jedoch das Risiko von Stigmatisierung in sich. Am idealsten ist daher der Ansatz des „proportionate universalism“. Das bedeutet für das Gesundheitssystem sicherzustellen, dass alle das erhalten, was sie benötigen. Dies setzt voraus, dass immer wieder allfällige Lücken und Hürden in Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung identifiziert und anschließend entsprechend gefüllt bzw. verringert werden. Hierzu kann jede bzw. jeder Einzelne von uns beitragen. | ||