Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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2A: KI in der Beruflichen Bildung Ort: Gebäude O - 0.07 - Seminarraum Chair der Sitzung: Steffen Karstens | |
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Forschungsvorhaben KINT - KI und Intuition Bundesinstitut für Berufsbildung, Deutschland Das vorliegende Forschungsvorhaben untersucht, wie der wiederholte berufliche Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) Intuition als Bestandteil beruflicher Kompetenz verändert. Einerseits wird dabei betrachtet, wie Fachkräfte die Nutzung von Intuition in beruflichen Entscheidungssituationen unter KI-Einsatz wahrnehmen. Andererseits wird die Beeinflussung der grundsätzlichen wahrgenommenen Fähigkeit, eigene Urteile zu generieren und mit KI-Empfehlungen auszubalancieren, untersucht. Zudem wird der Einfluss von individuellen und kontextuellen Faktoren (z. B. Expertisegrad, Selbsteinschätzung, Erklärbarkeit von KI) auf diese Prozesse eruiert. Der fortschreitende Wandel durch Digitalisierung und die damit zusammenhängende Integration von KI in den beruflichen Alltag von Ausbildungsberufen haben einen tiefgreifenden Einfluss auf grundlegende Kompetenzanforderungen von Fachkräften. Zur Untersuchung dessen ist eine berufsbezogene und praxisorientierte Analyse der Arbeitsrealitäten notwendig. Der Fokus dieses Forschungsvorhabens liegt dabei statt der klassischen Frage nach dem Bedarf an neuen Kompetenzen, insbesondere auf der Untersuchung von möglichen Verschiebungen innerhalb des vorhandenen Kompetenzspektrums. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden die Nutzung von Intuition, die Kompetenz zur Nutzung von Intuition sowie kontextuelle Einflussvariablen anhand eines sequentiellen Mixed-Methods-Designs betrachtet. Zunächst erfolgt eine systematische Literaturrecherche des Forschungsstands von Intuition und KI. Auf Basis der Ergebnisse der Literaturrecherche werden Leitfäden für eine erste, stärker explorativ ausgerichtete qualitative Erhebung mit Fachkräften aus fünf Ausbildungsberufen entwickelt. Bei den Ausbildungsberufen handelt es sich um die Berufe des/r Chemikant/-in, Geigenbauer/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Landwirt/-in sowie Pflegefachmann/-frau. Anschließend werden auf Basis der Interviews zwei Ausbildungsberufe ausgewählt, die eine vergleichsweise stärkere Veränderung von Intuition erwarten lassen. Bei diesen beiden Ausbildungsberufen erfolgt eine quantitative Fachkräftebefragung. Diese soll einerseits die Erkenntnisse der qualitativen Phase durch eine breitere empirische Basis erweitern sowie andererseits erste Erkenntnisse zu möglichen kontextuellen und individuellen Einflussfaktoren generieren. Die Forschungsergebnisse könnten eine Grundlage für berufsbildnerische Möglichkeiten schaffen, die dazu beitragen, dass Fachkräften berufliche Intuition auch in hybriden Arbeitswelten zu erhalten und weiterzuentwickeln. Damit soll gewährleistet werden, dass Fachkräften diese Kompetenz weiterhin in dem Maße zur Verfügung steht, welches dem Bedarf zukünftiger Arbeitsplätze entspricht. Außerdem leistet das Forschungsvorhaben einen Beitrag zur Beantwortung der grundlegenderen Frage danach, welcher spezifisch menschliche Anteil beruflicher Kompetenz im Zuge der KI-Integration bestehen bleibt. | |

