Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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3B: Lernfabriken Ort: Gebäude O - 0.018 - Seminarraum Chair der Sitzung: Lars Windelband | |
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Alternative Betreibermodelle für schulische Lernfabriken – Ein analytischer Vergleich erster erprobter Weiterbildungsangebote 1: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Deutschland; 2: Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland; 3: Technische Universität Hamburg, Deutschland Lernfabriken an berufsbildenden Schulen werden im Kontext der digitalen Transformation von Arbeit und Beruf zunehmend als innovative und praxisnahe Lernorte der beruflichen Aus und Weiterbildung diskutiert. Sie gelten dabei nicht mehr nur als arbeitsprozessorientierte Lehr Lern Settings zur realitätsnahen Abbildung industrieller Wertschöpfungsprozesse, sondern zunehmend als institutionelle Räume, in denen organisationsübergreifende Kooperation und Formen der Öffnung beruflicher Bildung erprobt werden (vgl. Bergmann et al., 2024). Insbesondere für die berufliche Weiterbildung werden Lernfabriken mit Erwartungen an praxisnahe, technologiebezogene Qualifizierungsformate sowie veränderte Akteurskonstellationen zwischen beruflichen Schulen, Betrieben und regionalen Partnern verknüpft (vgl. Warnhoff et al., 2024; Bergmann et al., 2025). Dabei zeigt sich, dass ihre nachhaltige Nutzung neben didaktischen auch organisations und governancebezogene Herausforderungen umfasst, bei denen Betreibermodelle, Ressourcenallokation und Kooperation zentrale Rollen spielen. Während in den vergangenen Jahren einzelne Modell und Förderprojekte zur Nutzung von schulischen Lernfabriken in der beruflichen Weiterbildung initiiert wurden, liegen bislang jedoch kaum vergleichende Ergebnisse über deren Gelingenheitsbedingungen der diesen Projekten zugrundeliegenden Betreibermodelle vor. An dieser Stelle setzt der vorliegende Beitrag an: Er stellt ein vergleichendes Auswertungsvorhaben vor, das drei im Rahmen einer baden württembergischen Landesinitiative (Weiterbildung.an.Lernfabriken@BW) entstandene Projekte zur beruflichen Weiterbildung an schulischen Lernfabriken (ADAPT KI, CPF4PRO, HSS.Is.Teaching@skills.BW) erstmals gemeinsam in den Blick nimmt. Ziel der im Fokus stehenden Projekte war es, modellhaft Weiterbildungsangebote im Kontext von Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz an bestehenden schulischen Lernfabriken zu erproben und dabei unterschiedliche Betreibermodelle, Akteurskonstellationen und didaktische Zugänge zu testen. Die Entwicklung und Umsetzung fand an verschiedenen Standorten mit jeweils eigenen Projektnehmern, institutionellen Voraussetzungen und Kooperationspartnern statt. Das Autorenteam hat diese Projekte wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Dabei kamen qualitative und quantitative Methoden sowie unterschiedliche Erhebungsperspektiven (z. B. aus Sicht der Teilnehmenden, der Dozierenden und der institutionellen Träger) zum Einsatz. Mithilfe der Triangulation sollen möglichst zielgruppenspezifisch differenzierte Aussagen ermöglicht und valide Schlussfolgerungen hinsichtlich der Zielerreichung und der Wirkmechanismen der jeweiligen Weiterbildungsmaßnahmen generiert werden. Im Zentrum der Gesamtbetrachtung aller Projekte standen die Konzeption und Umsetzung eines tragfähigen Betreibermodells sowie die Entwicklung innovativer Angebotsstrukturen der beruflichen Weiterbildung. Als analytischer Bezugsrahmen des geplanten Vergleichs dient ein im Bundesprojekt „Lernfabriken@BeruflicheBildung“ (InnovET Plus) entwickeltes Anforderungsprofil für Betreiberkonsortien innerhalb von Betreibermodellen in Lernfabriken. Dieses Profil beschreibt fünf zentrale Kompetenzdimensionen, die für das Gelingen und die Verstetigung von Lernfabriken in der beruflichen Weiterbildung als relevant gelten: didaktisch methodische Kompetenzen, beruflich technische Kompetenzen, organisatorisch administrative Kompetenzen, netzwerk und schnittstellenbezogene Kompetenzen sowie strategisch unternehmerische Kompetenzen. Der Beitrag skizziert das geplante Vorgehen der vergleichenden Analyse und diskutiert die neuen Erkenntnispotenziale, die sich aus der Spiegelung der Landesprojekte an diesem Anforderungsprofil ergeben. Ziel ist es, strukturierende Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Spannungsfelder in der Ausgestaltung von Betreibermodellen sichtbar zu machen, um die schulischen Lernfabriken nachhaltig als Weiterbildungsort in der beruflichen Bildung zu etablieren. Literatur: • Bergmann, V., Schwarz, M., & Windelband, L. (2024). Lernfabriken als neuer Lernraum für das Bildungspersonal. Eine erste Bestandsaufnahme in Baden-Württemberg. In S. Bohlinger, I. Krause, J. Dienel, L. Kresse & M. Niethammer (Hrsg.), Betriebliches Aus- und Weiterbildungspersonal im Fokus der Berufsbildungsforschung (S. 251–264). wbv Media. https://doi.org/10.3278/9783763976362 • Bergmann, V., Schwarz, M. & Windelband, L. (2025) Soziale Innovationspotentiale durch neue kooperative Akteurskonstellationen. bwp@ Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online, 49, 1–25. https://www.bwpat.de/ausgabe49/bergmann_etal_bwpat49.pdf • Warnhoff, K., Dabrowski, S., Müller Greifenberg, L., Gramß, D., & Stricker, M. (2024). Lernfabriken als innovative Weiterbildungsorte für KMU. Industry 4.0 Science, 40(4), 32–41. https://doi.org/10.30844/I4SD.24.4.32 | |

