Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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4A: Symposium Bautechnik Ort: Gebäude Q Chair der Sitzung: Hannes Ranke | |
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Symposium zum Thema „Berufswissenschaftliche Forschungen in der Bautechnik“ Technische Universität Hamburg, Deutschland Berufswissenschaftliche Forschung in der Bau- und Holztechnik steht vor den grundlegenden Herausforderungen, spezifisch-baubezogene Forschungsgegenstände zu identifizieren und entsprechende Forschungsmethoden auszuarbeiten sowie beide in einer Weise aufeinander zu beziehen, die sowohl den Besonderheiten bauberuflicher Facharbeit als auch den Ansprüchen wissenschaftlicher Erkenntnis gerecht wird. Vor dem Hintergrund des Calls der GTW-Tagung 2026 zur Reflexion der Gestaltung beruflicher Bildung im Kontext der Transformation von Arbeit, Technik und Qualifizierung, steht die Frage der Passung von Forschungsgegenstand und Methode als zentrales epistemisches Problem im Zentrum des vorgeschlagenen Symposiums. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sich bauberufliche Arbeit grundlegend von industriell organisierter Produktion unterscheidet. Während diese typischerweise eine weitgehende Standardisierung, stabile Prozessketten sowie die Entkopplung von Planung und Ausführung aufweist, bleibt Baufacharbeit in hohem Maße kontextgebunden, variabel und offen (Mersch, 2024, S. 145). Baustellen sind keine kontrollierten Produktionsumgebungen, sondern durch wechselnde Bedingungen, Unikatcharakter der Produkte und situative Unwägbarkeiten geprägt (Mersch, 2016, S. 8). Damit einher geht eine spezifische Verschränkung von technischem Wissen, normativen Rahmenbedingungen und situativen Handlungsmöglichkeiten der Fachkräfte (Ranke, 2025a; Suhlmann, 2025; Kaufmann, 2025a). Ihrem impliziten, erfahrungsbasierten Wissen kommt eine konstitutive Bedeutung im Arbeitsprozess zu. Diese Besonderheiten sind insbesondere auch in einem berufsdidaktischen Zusammenhang zu berücksichtigen. Das Symposium hat zum Ziel, diese Anforderungen systematisch zu analysieren und in einen methodologischen Diskurs zu überführen. Das 90-minütige Symposium ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. In einer ersten Phase (ca. 40 Minuten) erfolgt die inhaltliche Rahmung durch einen einführenden Impuls sowie einen integrierten Fachvortrag, der berufswissenschaftliche Forschungsprojekte in der Bautechnik unter dem verbindenden Aspekt subjektorientierter Forschungsansätze bündelt (siehe Einzelabstracts im Folgenden). Daran schließt sich eine vertiefende Arbeits- bzw. Diskussionsphase (ca. 30 Minuten) an, in der die Teilnehmenden die vorgestellten Ansätze entlang leitender Fragestellungen reflektieren und auf eigene Kontexte beziehen; je nach Gruppengröße kann dies in Kleingruppen oder im Plenum erfolgen. Den Abschluss bildet eine Synthesephase (ca. 20 Minuten), in der zentrale Ergebnisse zusammengeführt, vergleichend eingeordnet und im Hinblick auf Konsequenzen für didaktische Innovationen sowie weiteren Forschungsbedarf verdichtet werden. Ziel ist es, über Einzelbeiträge hinaus vergleichende Perspektiven auf methodologische Besonderheiten berufswissenschaftlicher Forschung in der Bautechnik herauszuarbeiten. Damit leistet das Symposium einen Beitrag zur Profilierung der berufswissenschaftlichen Forschung in der Bautechnik im Sinne des Calls – insbesondere hinsichtlich der Klärung von Gegenständen, der Reflexion methodischer und berufsdidaktischer Zugänge und der Förderung interdisziplinärer Anschlussfähigkeit. | |

