Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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1D: Nachhaltigkeit Ort: Gebäude K - 1520 - Seminarraum Chair der Sitzung: Sören Schütt-Sayed | |
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Nachhaltige Entwicklung und Materialteilung von Lernsituationen in der holztechnischen Berufsbildung: Gelingensbedingungen und Hemmnisse Leibniz Universität Hannover / IBW / Didaktik im Bauwesen/ Alexandra Bach, Deutschland Nachhaltige Entwicklung und Materialteilung von Lernsituationen in der holztechnischen Berufsbildung: Gelingensbedingungen und Hemmnisse Die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung von Unterrichtsmaterialien trägt zur nachhaltigen Ressourcennutzung bei, da einmal erstellte Inhalte mehrfach verwendet und kontinuierlich optimiert werden können. Gleichzeitig fördert sie die langfristige Qualitätssicherung und Professionalisierung des Unterrichts durch kollektives Wissen und geteilte Expertise (vgl. Buntins et al. 2024). Vor diesem Hintergrund sollte die Materialteilung im digitalen Zeitalter – insbesondere über Plattformen wie HUBB (Austausch- und Kollaborationsplattform für berufsbildende Schulen in Niedersachsen) und twillo (OER-Portal Niedersachsen) – als selbstverständlicher Bestandteil professionellen Lehrerhandelns verstanden werden. Fragestellung: Vor dem Hintergrund begrenzter empirischer Erkenntnisse zur Umsetzung lernfeldorientierter Curricula in der beruflichen Fachrichtung Holztechnik (vgl. Meyser & Lindemann 2009) sowie vereinzelter Studien in anderen beruflichen Fachrichtungen (vgl. Dengler 2015; Bader 2020; Haß 2016) untersucht der Beitrag, wie Lehrkräfte die gemeinschaftliche Entwicklung und Teilung von Lernsituationen, Medien und Materialien gestalten, welche Gelingensbedingungen bestehen und welche Hemmnisse auftreten. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwiefern Materialteilung zur Bewältigung der Herausforderungen des Lernfeldkonzepts beiträgt. Methode: Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde eine empirisch-quantitative Studie im Kontext des niedersächsischen „Holzcurriculums“ durchgeführt, einer landesweiten Arbeitsgruppe zur kooperativen Entwicklung von Unterrichtsmaterialien (vgl. Bach & Wolf 2024). Die Datenerhebung erfolgte mittels eines standardisierten Onlinefragebogens, der an alle registrierten Lehrkräfte versendet wurde. Insgesamt nahmen n = 103 Lehrkräfte teil, was einer Rücklaufquote von 47 % entspricht und eine belastbare Datengrundlage darstellt (vgl. MK 2025). Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass die gemeinschaftliche Materialentwicklung und -teilung mehrheitlich positiv eingeschätzt wird: 52,63 % der Befragten berichten konkrete Mehrwerte, insbesondere in Form von Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und qualitativer Weiterentwicklung. Als zentrale Gelingensbedingungen erweisen sich kollegialer Austausch, klare Absprachen und verlässliche Teamstrukturen. Gleichzeitig wird eine heterogene Nutzung sichtbar, da 47,37 % keine weiteren Mehrwerte benennen. Demgegenüber treten verschiedene Hemmnisse auf: Zeitmangel im beruflichen Alltag, Bedenken hinsichtlich möglicher Fehler (22,11 %), rechtliche Unsicherheiten (16,84 %) sowie didaktische Unterschiede und hoher Anpassungsaufwand (jeweils 12,63 %). Ergänzend berichten 47,37 % von organisatorischen und kulturellen Herausforderungen, etwa Koordinationsproblemen oder unterschiedlichen Arbeitsweisen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Materialteilung ein erhebliches Potenzial für die Unterrichtsentwicklung bietet, dessen Nutzung jedoch an bestimmte Rahmenbedingungen gebunden ist. Für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsinitiativen erscheint es notwendig, zeitliche Ressourcen zu schaffen, rechtliche Rahmenbedingungen zu klären sowie kooperative Arbeitsstrukturen und digitale Kompetenzen gezielt zu fördern (vgl. Buntins et al. 2024). Zudem sollte die institutionelle Verankerung von Materialteilungsplattformen weiter ausgebaut und deren Nutzung empirisch begleitet werden. | |

