Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Einzelbeitrag 25
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Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Selbstwahrnehmung motorischer Kompetenzen und deren Bezug zu motorischen Basiskompetenzen bei steirischen Grundschülerinnen und Grundschülern PH Steiermark, Österreich Die Fähigkeit, die eigenen motorischen Kompetenzen realistisch einzuschätzen, gilt als zentrales Ziel des Sportunterrichts und wird als Voraussetzung für selbstreguliertes Lernen und Teilhabe an der Sport- und Bewegungskultur betrachtet (Niederkofler & Herrmann, 2021; Töpfer et al., 2022). Beobachtung und Beurteilung bilden dabei die Grundlage für eine gezielte Förderung, die Kinder befähigt, aktiv und reflektiert zu handeln. Im Beitrag wird eine Querschnittsstudie vorgestellt, die geschlechtsspezifische Unterschiede in motorischen Basiskompetenzen (MOBAK) und deren Selbstwahrnehmung (SEMOK) bei steirischen Grundschülerinnen und Grundschülern (n = 101 Mädchen, n = 119 Buben) untersucht. Analysiert wurde zudem die Übereinstimmung zwischen objektiver Leistung und subjektiver Einschätzung in den Bereichen „Etwas-Bewegen“ (z. B. Werfen, Fangen, Dribbeln) und „Sich-Bewegen“ (z. B. Balancieren, Springen, Rollen). Ziel ist es, bereichsspezifische Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zu identifizieren und die pädagogische Relevanz realistischer Selbsteinschätzungen für die Förderung im kompetenzorientierten Sportunterricht herauszustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich die Geschlechter in ihren motorischen Kompetenzen und in der Selbstwahrnehmung unterscheiden und wie stark die Selbsteinschätzung mit der tatsächlichen Leistung korrespondiert. Zur statistischen Auswertung wurden t-Tests für unabhängige Stichproben, ergänzend Varianzanalysen (ANOVA) zur Prüfung von Gruppenunterschieden sowie Korrelationsanalysen zur Bestimmung der Zusammenhänge zwischen Selbstwahrnehmung und objektiver Leistung eingesetzt. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, motorische, kognitive und reflexive Prozesse zu verknüpfen, um Kinder zur aktiven und reflektierten Teilhabe zu befähigen. | ||
