Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Einzelbeitrag 24
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Von der Diagnose zur Befähigung: Eine Fallstudie zur multiprofessionellen Zusammenarbeit bei Rechenschwäche PH Steiermark, Österreich Die multiprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Akteur:innen an Schulen gilt als zentrale Voraussetzung für inklusives Handeln, da sie unterschiedliche Perspektiven auf Diagnostik, Förderung und Unterricht zusammenführt (Lütje-Klose et al., 2024). Im Kontext von Rechenschwäche ist die Kombination aus psychologischer Diagnostik, lerntherapeutischer Expertise und fachdidaktischem Wissen besonders bedeutsam, weil mathematische Lernschwierigkeiten in heterogenen Lerngruppen eine präzise Analyse und individuell anschlussfähige Förderung benötigen (Landerl et al., 2022; Noël & Karagiannakis, 2022). Empirische Untersuchungen zeigen zudem, dass schulintegrierte Lerntherapie bzw. Rechentraining eine niederschwellige Möglichkeit bietet, Kinder frühzeitig zu erreichen und eine kontinuierliche Rückkopplung zwischen Diagnostik, Förderung und Unterrichtsgestaltung zu ermöglichen (Hilkenmeier et al., 2020). Vor diesem Hintergrund präsentiert der Beitrag eine Fallstudie aus dem Projekt „SchuBI-Re – Schulische Begleitung & Intervention bei Rechenschwäche“: 23 Primarstufenschüler*innen erhielten auf Basis einer qualitativen Eingangsdiagnostik individuelle Förderprofile und wurden über mehrere Monate in Einzel- und Kleingruppensettings am Schulstandort durch Rechentrainerinnen begleitet. Parallel dazu waren die Lehrpersonen eng in die Maßnahmen eingebunden und erweiterten durch den fortlaufenden Austausch ihre fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen. Untersucht wird, wie Rechentrainerinnen und Lehrpersonen gemeinsame Prozesse des Beobachtens, Beurteilens und Befähigens gestalteten und welche Einsichten sich daraus für die schulnahe Förderung von Kindern mit Rechenschwäche ergeben. Die Analyse basiert auf leitfadengestützten Interviews mit Rechentrainerinnen und Lehrpersonen sowie projektinternen Dokumentationen, diagnostischen Ausgangsdaten und Entwicklungsverläufen der 23 Schüler*innen. Sie ermöglicht eine vielperspektivische Betrachtung der Verzahnung professioneller Beobachtungs- und Beurteilungsprozesse und ihrer Bedeutung für die Befähigung von Kindern mit Rechenschwäche. | ||
