Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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EB20
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Befähigen in inklusiven Settings: Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Schulassistenz im inklusiven Setting 1: PPH Augustinum, Österreich; 2: PH Steiermark, Österreich Mit 1. Jänner 2024 trat das Steiermärkische Schulassistenzgesetz (StSchAG 2023) in Kraft und reformierte die rechtlichen Grundlagen der Schulassistenz umfassend. Die bisherigen Regelungen in § 35a des Steiermärkischen Pflichtschulerhaltungsgesetzes und § 7 des Steiermärkischen Behindertengesetzes wurden aufgehoben; bestehende Bescheide behalten jedoch ihre Gültigkeit. Mit dem StSchAG 2023 wurde die Organisation von Schulassistenz an Schulen grundlegend neu geordnet. Die Umstellung auf standortbezogene Assistenzressourcen sowie die formale Begrenzung des Assistenzauftrags auf nicht-pädagogische Tätigkeiten beeinflussen die Rahmenbedingungen, unter denen Lehrpersonen Unterricht gestalten. Gleichzeitig zeigt Forschung zur Wirksamkeit inklusiver Lernsettings, dass Befähigungsprozesse – verstanden als Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen – maßgeblich von der Qualität multiprofessioneller Zusammenarbeit abhängen. Didaktische Ansätze wie kooperative Lernformen und adaptive Lernumgebungen gelten als besonders wirksam, wenn sie systematisch mit Unterstützungspersonal verzahnt werden (Breyer et al., 2021; Lübeck, 2019). Die Evaluation untersucht daher, wie sich das neue Gesetz auf Aufgabenprofile, Organisation und Zusammenarbeit auswirkt und welche Konsequenzen sich daraus für inklusive Bildungsprozesse ergeben. Neben einer Dokumentenanalyse werden Interviews mit Schulleitungen, Lehrpersonen, Schulassistent*innen, Eltern, Trägerorganisationen und Schulerhaltern durchgeführt. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Perspektive der Lehrpersonen und geht der Frage nach, wie sie die Einführung der Mehrfachbetreuung im Rahmen des StSchAG 2023 wahrnehmen. Analysiert wird, ob Lehrpersonen Veränderungen in der Zusammenarbeit mit Schulassistenz beobachten und welche Auswirkungen diese veränderten Kooperationsformen auf Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf, das Unterrichtsgeschehen und das Klassenklima im Kontext inklusiver Bildung haben. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Befähigungsprozesse besonders dann gelingen, wenn Schulassistenz in Planungs- und Reflexionsprozesse einbezogen ist, ihre Rolle klar definiert ist und eine gemeinsame Zielorientierung besteht. | ||
